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FeG Gemeindegründung | So baut Jannik Gemeinde für junge Profis

4. Dezember 2025
Das Bild zeigt eine Vogelperspektive auf den Marienplatz in München mit dem Neuen Rathaus, dem Alten Rathaus und einer belebten Menschenmenge.Foto: Ian Kelsall | Pixabay.com

FeG Gemeindegründung | So baut Jannik Gemeinde für junge Profis

„Leben wie Gott in München“ startet

München | Eigentlich wollte Jannik Müller es langsam angehen lassen mit seiner Gemeindegründung „Leben wie Gott in München“. Einen ersten Gottesdienst hatte er gedanklich ein Jahr in der Zukunft verortet. Doch Gott hatte andere Pläne: Am 7. Dezember gibt es den ersten Gottesdienst für die Generation der Millennials in der Großstadt.

„Young Professionals“ nennt sich Janniks Zielgruppe. Das sind Menschen zwischen Ende 20 und Mitte 40, die gerade voll durchstarten im Beruf. Bei ihnen geht sein Herz auf: „Da fühle ich mich wie ein Fisch im Wasser.“ Bei den Menschen, die eigentlich alles haben im Leben, erlebt er die Sinnsuche als ganz zentral. „Ich kann gar nicht verstehen, wie man eine andere Zielgruppe erreichen will.“

Vom Dorf nach München

In Janniks Biografie ist Gemeindegründung in einer Großstadt eigentlich gar nicht angelegt. Geboren in Runzhausen, einem Dorf im hessischen Hinterland, zog er für ein Theologiestudium an die Theologische Hochschule Ewersbach. Für das Praktikum im Masterstudiengang verschlug es ihn in die FeG München-Südost. „Ich fand München eigentlich immer scheiße“, erzählt er. Doch die Stadt gewann sein Herz. Seit sechs Jahren wohnt 30-Jährige nun schon hier. Hier will er nun Gemeinde gründen.

Als FeG-Kind gab es für ihn nur einen möglichen Partner: die Inland-Mission des Bunds Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR (FeG). 2022 sprach er zum ersten Mal mit FeG-Bundessekretär Sascha Rützenhoff über das Thema, 2024 bewilligte der Arbeitskreis Gemeindegründung das Projekt als Teil des Arbeitsbereichs. Für Jannik ist das ein echter Glücksfall: Hier findet er Ansprechpartner in der Region und jede Menge Know-how. Außerdem überzeugt ihn die kreative Freiheit von FeG Gemeindegründung: „Eine Aussage war: ‚Mach du dein Ding vor Ort, wir wollen hier kein Franchise-Produkt.‘“ Im Rahmen der gesetzten Grenzen darf er „Leben wie Gott in München“ so aufsetzen, wie es zur Zielgruppe passt.

FeG ist wahnsinnige Ressource

Für Jannik ist das eine „wahnsinnige Ressource“. Mit Gründungsberater Philipp Klein und Harald Kolk, dem Assistenten von FeG Gemeindegründung, steht er im regen Austausch. Beispielsweise wenn es um Kontoeröffnungen geht, um Spendenbescheinigungen oder eine Domain für das Projekt. „Ich bin nicht allein auf weiter Flur.“ Das begeistert ihn.

Der Plan geht auf. Seit September ist Jannik offiziell mit 75 Prozent angestellt. Und nun steht schon der erste Gottesdienst ins Haus. Dank seinem gewachsenen Netzwerk kennt er Menschen, die ebenfalls Young Professionals in München erreichen wollen und passende Gewerberäume haben. Diese Räume darf er kostenlos nutzen und am 7. Dezember den ersten Gottesdienst abhalten. Ganz bei den Menschen möchte Jannik sein und doch das Heilige betonen. Mit Anpassungen für die Zielgruppe: „Die Predigt wird natürlich viel erklären, intellektuell sein, sehr popkulturell. Ich spreche 15 bis 20 Minuten zum Weltgeschehen, dann gibt es drei bis fünf Minuten echte Verkündigung.“

Auch sonst wird die Gemeinde in Janniks Vision anders als die typische FeG. Das Angebot neben dem Gottesdienst wird sich ganz auf die jungen Professionellen ausrichten: Zweierschaften am Mittagstisch statt Kleingruppen, Lauftreffen mit Kaffee, vielleicht mal ein Retreat auf Mallorca.

Ein junger Mann mit lockigem Haar und Bart trägt eine blaue Mütze und ein weißes Strickoberteil vor einer roten Backsteinmauer.

Jannik Müller, Foto: Privat

Mehr bekommen als erhofft

Dass das Projekt nach nur wenigen Monaten schon mit einem Gottesdienst in kostenlosen Räumen durchstartet, ist für den Gründer eine echte Gebetserhörung: „Ich hätte mich nicht getraut, mir bis Dezember so viel zu wünschen.“ Fast schon geht es ihm zu schnell. Jedoch: „Es wäre fahrlässig, jetzt keinen Gottesdienst zu machen.“ Auch für die nächsten Jahre hofft der 30-Jährige auf einen vollen Erfolg – Hunderte Menschen sollen in fünf Jahren regelmäßig den Gottesdienst besuchen.

Derzeit wünscht sich der Gründer vor allem Unterstützung. Ressourcen und Know-how von den Old Professionals oder ein paar Kontakte in München: „Die meisten haben Bekannte in München. Die kann man immer an mich vermitteln“, sagt er. Zu finden ist er auf Instagram unter „lwgimuenchen“ oder per E-Mail an jannik.mueller@feg.de.

Die Young Professionals in München sind nur eine von vielen Gemeindegründungen der FeG Inland-Mission. Derzeit werden an über 90 Orten in Deutschland FeGs gegründet. Der Arbeitsbereich FeG Gemeindegründung unterstützt etwa ein Drittel dieser Gründungen finanziell und steht allen mit Rat und Tat zur Seite. Möglich wird das durch zahlreiche Spenderinnen und Spender.

Nathanael Ullmann | Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit | presse.feg.de

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Fakten Bund FeG

Der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR (FeG) wurde 1874 gegründet und besteht aus ca. 500 selbstständigen Ortsgemeinden mit insgesamt 42 350 Mitgliedern. Er ist mit der Evangelischen Allianz in Deutschland verbunden und Mitglied der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) sowie der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Sitz der Bundesgeschäftsstelle ist Witten. Präses ist seit 2024 Henrik Otto.

Pressekontakt

Nathanael Ullmann schaut in die Kamera.Foto: FeG Deutschland | AW

Nathanael Ullmann | Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Ein Mann mit rotem Haar, Bart und Brille mit blauem Rahmen lächelt in ein weißes Hemd mit blauen Punkten und einen blauen Blazer.Foto: FeG Deutschland | NU

Artur Wiebe | Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit | Pressesprecher