13. September 2019 | Aktuell Bundeswerke CHRISTSEIN HEUTE Presse

Ulrich Eggers 40 Jahre im Bundes-Verlag

Vom Redakteur des Jugendmagazins Punkt zum Geschäftsführer und Verleger

Witten (SCM) Der Geschäftsführer und Verleger der SCM Verlagsgruppe, Ulrich Eggers (Cuxhaven/Witten), begeht am 15. September 2019 sein 40jähriges Dienstjubiläum. Nach einem Volontariat beim Bundes-Verlag (Witten) übernahm er die Redaktionsleitung des Jugendmagazins „Punkt“ (heute: „dran“). Parallel studierte er Theologie und Geografie an der Universität Hamburg, brach dieses Studium aber nach dem achten Semester ab, um sich beruflich ganz auf die Verlagsarbeit zu konzentrieren. Nach mehrfachen Wohnortwechseln zwischen Hamburg und Witten ermöglichte der Bundes-Verlag ihm 1987 den Aufbau einer Außenredaktion in Cuxhaven, seinem Heimatort. Grund dafür ist seine Rolle als Geistlicher Leiter und Visionär der parallel entstandenen Lebensgemeinschaft „WegGemeinschaft e.V.“, die dort das Tagungszentrum Dünenhof aufbaute.

1992 gründete Eggers für den Bundes-Verlag gemeinsam mit einem großen ökumenisch besetzten Beirat das Ehe- und Familien-Magazin „Family“, das mit einer Auflage von zeitweise bis zu 80.000 die heutige Erfolgsgeschichte des Verlages begründete. 1996 kam es zur Gründung des Spiritualitäts-Magazins „AUFATMEN“, das die zweitgrößte Zeitschrift des Verlagshauses ist und von Eggers noch heute als Redaktionsleiter geführt wird. Gemeinsam mit seiner Frau Christel Eggers startete der Verleger 2001 das christliche Frauen-Magazin „Joyce“. Mit der von Eggers geprägten Unternehmens-Devise „Wo ein Problem ist, ist ein Markt“ gelang es dem Verlag immer wieder, neue Zeitschriften wie das „Hauskreis-Magazin“, „Faszination Bibel“ oder das Magazin für missionarischen Gemeindeentwicklung in der evangelischen Kirche, „3E“, zu publizieren.

Der vor über 130 Jahren als Verlag des Bundes Freier evangelischer Gemeinden gegründete Bundes-Verlag geriet in Schieflage und wurde 1986 mit nur zehn Mitarbeitenden weitergeführt. Seitdem arbeitet der gemeinnützige Verlag auch für den Bereich der evangelischen Landeskirchen und den allgemeinen christlichen Markt. Seit dieser Zeit agiert der Unternehmer Prof. Dr. Friedhelm Loh als Vorsitzender des Vorstands. Heute gehört das Unternehmen mit seinen 80 Mitarbeitenden, 18 überwiegend neugegründeten Zeitschriften und den Internetportalen Jesus.de und Amen.de zur 2000 von Loh gemeinsam mit dem Bund Freier evangelischer Gemeinden gegründeten gemeinnützigen Stiftung Christliche Medien.

2006 übernahm Eggers, der seit 1990 auch Pastor im Bund Freier evangelischer Gemeinden ist, die Leitung des Bundes-Verlags von seinem Vorgänger und Mentor Erhard Diehl. Im Mai 2014 ernannte der Vorstand der Stiftung Christliche Medien Eggers zum Geschäftsführer und CEO der heutigen SCM Verlagsgruppe, zu der neben dem Bundes-Verlag auch der R.Brockhaus-Verlag in Witten und der Hänssler-Verlag in Holzgerlingen gehören. Seit 2016 führt Eggers die Gruppe im Team mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Marco Abrahms. 2016 kam es zur Übernahme des Verlages Gerth Medien und adeo in Asslar. Im Oktober 2018 gab Eggers die Rolle des Sprechers der Geschäftsführung (CEO) an den neu hinzugekommenen Vertriebs-Geschäftsführer Klaus Jost ab, um sich im Team der drei Geschäftsführer ganz auf seine Rolle als Verleger und theologisch Verantwortlicher der Unternehmen zu konzentrieren. Die SCM Verlagsgruppe beschäftigt an ihren Standorten rund 380 Mitarbeitende.

Der 1955 in Bremervörde geborene Publizist kommt aus einem freikirchlichen Pastoren-Elternhaus und lernte früh die prägende Rolle der Gemeinde für den Glauben kennen. Eggers wurde durch seine analytisch-strategische Begabung und seine Rolle als Gründer und Pionier zu einem ausgeprägten Brückenbauer und Netzwerker in der christlichen Szene. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, gründete er so auch das GemeindeFerienFestival Spring, veranstaltete um die Jahrtausendwende mehrere AUFATMEN-Foren, die eine Begegnung und Versöhnung mit charismatisch geprägten Christen förderten und ist seit 2003 auch 1. Vorsitzender von Willow Creek Deutschland. Eggers ist Mitglied des Hauptvorstandes der Deutschen Evangelischen Allianz und der erweiterten Bundesleitung des Bundes Freier evangelischer Gemeinden sowie Autor zahlreicher Bücher. Gemeinsam mit seiner Frau Christel Eggers hat er vier erwachsene Kinder und drei Enkel.

Für weitere Informationen steht Ihnen der Pressesprecher des SCM Hänssler-Verlages Jürgen Asshoff zur Verfügung.

Pressekontakt:
Jürgen Asshoff | Telefon: 02302 93093-781 | Telefax: 02302 93093-801
Email: asshoff@scm-verlag.de


Porträt: MIT GEDRUCKTEN WORTEN VERÄNDERN

Seit 40 Jahren ist Ulrich Eggers beim SCM Bundes-Verlag und den Weg vom Redakteur zum Geschäftsführer und Verleger gegangen. CHRISTSEIN HEUTE nimmt das Jubiläum zum Anlass, Eggers Lebensstationen nachzuzeichnen, die eng verknüpft sind mit der Verlagsgeschichte und seiner Verankerung in einer Lebensgemeinschaft.

„Gott hat mich auf wunderbare Weise genau in meine Berufung geführt – in all das, was ich am besten kann: Ideen aufnehmen, gute Impulse vernetzen, Brücken bauen zu anderen Christen, Neues an den Start bringen.“ Der Geschäftsführer und Verleger der SCM Verlagsgruppe, Ulrich Eggers, beging am 15. September 2019 sein 40-jähriges Dienstjubiläum im Bundes-Verlag. Nach einem Volontariat beim damaligen Verlag des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Witten übernahm er die Redaktionsleitung des Jugendmagazins „Punkt“ (heute: „DRAN“). Parallel studierte er Theologie und Geografie an der Universität Hamburg und wollte eigentlich Lehrer werden. Dieses Studium brach er aber nach dem achten Semester ab, um sich beruflich ganz auf die Verlagsarbeit zu konzentrieren.

Ideentyp und Brückenbauer

Nach mehrfachen Wohnortwechseln zwischen Hamburg und Witten ermöglichte der Bundes-Verlag ihm 1987 den Aufbau einer Außenredaktion in Cuxhaven, seinem Heimatort. Grund dafür ist seine Rolle als Geistlicher Leiter und Visionär der parallel entstandenen Lebensgemeinschaft „WegGemeinschaft e. V.“, die dort das Tagungszentrum Dünenhof aufbaute. Diese Gemeinschaft ist dem Ideentyp und Brückenbauer Verstärker sowie Erdung zugleich: „Zugleich erdet eine Gemeinschaft enorm – man muss kritische Fragen beantworten, ist transparent und partizipiert auch von den Erfahrungen der anderen. Gemeinschaft ist immer ein intensives Arbeitsgebiet, das man nicht romantisch sehen darf – aber sie vermittelt zugleich auch zusätzliche Glaubens- und Lebenskompetenz.“

Glauben erneuern und zuspitzen

1992 gründete Eggers für den Bundes-Verlag gemeinsam mit einem großen ökumenisch besetzten Beirat das Ehe- und Familien-Magazin „Family“. 1996 kam es zur Gründung des Spiritualitäts-Magazins „AUFATMEN“, das von Eggers noch heute als Redaktionsleiter geführt wird. Für den Liebhaber des gedruckten Wortes sind Zeitschriften und Medien „vor allem ein Mittel zur Veränderung“. Dies ist Aufgabe der Gemeinde, doch Zeitschriften tragen dazu bei. Ulrich Eggers sieht den Sinn seines Lebens darin, „mitzuhelfen, den Glauben zu erneuern und missionarisch zuzuspitzen – und Gemeinden zu fördern, die das überzeugend tun.“

Gemeinsam mit seiner Frau Christel Eggers startete der Verleger 2001 das christliche Frauen-Magazin „Joyce“. Mit der von Eggers geprägten Unternehmens-Devise „Wo ein Problem ist, ist ein Markt“ gelang es dem Verlag immer wieder, neue Zeitschriften wie das „Hauskreis-Magazin“, „Faszination Bibel“ oder das Magazin für missionarische Gemeindeentwicklung in der evangelischen Kirche, „3E“, zu publizieren.

Qualität mit geistlicher Motivation

„Wir als Verlag müssen uns durch Qualität im Markt bewähren, verkaufen unsere Produkte – aber wir sind ein gemeinnütziges Unternehmen und arbeiten mit klarer geistlicher Motivation.“, so Ulrich Eggers, der miterlebte, wie der vor über 130 Jahren als Verlag des Bundes Freier evangelischer Gemeinden gegründete Bundes-Verlag in Schieflage geriet und 1986 mit nur zehn Mitarbeitenden weitergeführt wurde. Seitdem arbeitet der gemeinnützige Verlag auch für den Bereich der evangelischen Landeskirchen und den allgemeinen christlichen Markt. Seit dieser Zeit agiert der Unternehmer Prof. Dr. Friedhelm Loh als Vorsitzender des Vorstands. Heute gehört das Unternehmen mit seinen 80 Mitarbeitenden, 18 überwiegend neugegründeten Zeitschriften und den Internetportalen Jesus.de und Amen.de zur 2000 von Loh gemeinsam mit dem Bund Freier evangelischer Gemeinden gegründeten gemeinnützigen Stiftung Christliche Medien.

2006 übernahm Eggers, der seit 1990 auch Pastor im Bund Freier evangelischer Gemeinden ist, die Leitung des Bundes-Verlags von seinem Vorgänger und Mentor Erhard Diehl. Im Mai 2014 ernannte der Vorstand der Stiftung Christliche Medien Eggers zum Geschäftsführer und CEO der heutigen SCM Verlagsgruppe, zu der neben dem Bundes-Verlag auch der R.Brockhaus-Verlag in Witten und der Hänssler-Verlag in Holzgerlingen gehören. Seit 2016 führt Eggers die Gruppe im Team mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Marco Abrahms. 2016 kam es zur Übernahme des Verlages Gerth Medien und adeo in Asslar. Im Oktober 2018 gab Eggers die Rolle des Sprechers der Geschäftsführung (CEO) an den neu hinzugekommenen Vertriebs-Geschäftsführer Klaus Jost ab, um sich im Team der drei Geschäftsführer ganz auf seine Rolle als Verleger und theologisch Verantwortlicher der Unternehmen zu konzentrieren. Die SCM Verlagsgruppe beschäftigt an ihren Standorten rund 380 Mitarbeitende.

Reich-Gottes-Perspektive

Der 1955 in Bremervörde geborene Publizist kommt aus einem FeG-Pastoren-Elternhaus und lernte früh die prägende Rolle der Gemeinde für den Glauben kennen. Eggers wurde durch seine analytisch-strategische Begabung und seine Rolle als Gründer und Pionier zu einem ausgeprägten Brückenbauer und Netzwerker in der christlichen Szene. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, gründete er so auch das GemeindeFerienFestival Spring, veranstaltete um die Jahrtausendwende mehrere AUFATMEN-Foren, die eine Begegnung und Versöhnung mit charismatisch geprägten Christen förderten und ist seit 2003 auch 1. Vorsitzender von Willow Creek Deutschland.

„Wir müssen radikaler denn je lernen, dass wir uns als Christen gegenseitig brauchen. Mission in einer nachchristlichen Zeit kann nur gemeinsam gelingen.“ Mit dieser Motivation und den Blick für das Reich Gottes ist Eggers Mitglied des Hauptvorstandes der Deutschen Evangelischen Allianz und der erweiterten Bundesleitung des Bundes Freier evangelischer Gemeinden sowie Autor zahlreicher Bücher. Gemeinsam mit seiner Frau Christel Eggers ist er Teil der FeG Cuxhaven. Beide haben vier erwachsene Kinder und drei Enkel, denen er gerne weitergeben möchte: „Es ist unglaublich gut, Jesus zu vertrauen – es gibt nichts Besseres! Unser Leben gelingt, wenn wir das gemeinsam tun – in unseren Ehen, mit unseren Freunden, in unseren Gemeinden.“

Interview mit Ulrich Eggers

Die Zitate sind einem Interview entnommen, welches hier abrufbar ist: link.feg.de/cheggers40inv

Porträt Ulrich Eggers in Christsein HEUTE 10/2019

 


Interview: MIT GEDRUCKTEN WORTEN VERÄNDERN

Seit 40 Jahren ist Ulrich Eggers beim Bundes-Verlag den Weg vom Redakteur zum Geschäftsführer und Verleger gegangen. CHRISTSEIN HEUTE nimmt das Jubiläum zum Anlass, Eggers Lebensstationen nachzuzeichnen, die eng verknüpft sind mit der Verlagsgeschichte und seiner Verankerung in einer Lebensgemeinschaft. Ergänzend zum Porträt stellte Artur Wiebe ihm einige Fragen.

Ulrich Eggers, als Student der Theologie und Geografie in Hamburg standen Dir sicher andere Berufsbilder vor Augen als Geschäftsführer und Verleger. Woran erkennst Du den roten Faden Gottes in Deinem Leben?

Eigentlich wollte ich Lehrer werden – wohl auch, weil der Mut zum Pastor nicht reichte. Aber zugleich war ich begeistert vom Glauben und war immer parallel in der Jugend und Gemeinde aktiv, habe Artikel geschrieben, die damalige Jugendzeitschrift „Der Pflüger“ kritisiert – und auf einmal war ich an Bord und konnte meine Leidenschaft für Glauben und Gemeinde umsetzen. Das war am Ende viel attraktiver und bewegender als das Studium – Gott hat mich da auf wunderbare Weise genau in meine Berufung geführt – in all das, was ich am besten kann: Ideen aufnehmen, gute Impulse vernetzen, Brücken bauen zu anderen Christen, Neues an den Start bringen.

Was hat Dich motiviert/motiviert Dich, Zeitschriften für Menschen zu initiieren und zu gestalten?

Zeitschriften und Medien insgesamt sind für mich vor allem ein Mittel zur Veränderung. Nicht umsonst heißt der Slogan des Bundes-Verlags “Glauben leben helfen”. Ich bin einerseits überzeugt und begeistert von Jesus und der Aufgabe der Gemeinde – und ich sehe andererseits (nicht zuletzt bei mir selbst!) immer wieder Gebiete, wo wir uns verändern müssen, lernen können von guten Vorbildern – ob es nun interessante Menschen oder Gemeinden oder Ideen sind. Das ist heute der wohl tiefste Sinn meines Lebens: Mitzuhelfen, den Glauben zu erneuern und missionarisch zuzuspitzen – und Gemeinden zu fördern, die das überzeugend tun. Und natürlich dabei selbst glaubwürdig um den eigenen Weg hinter Jesus her zu ringen und darin ehrlich zu sein. Ehrlichkeit ist für mich ein großer Katalysator hin zu positiver Veränderung.

Welche Rolle spielen in Deinem Leben neben Deiner Familie die „WegGemeinschaft e. V.“ und der Dünenhof in Cuxhaven?

Seit Mitte der achtziger Jahre sind wir als Ehepaar gemeinsam mit sieben weiteren Freunden unterwegs – die Arbeit in den Verlagen und Gemeinden und die Arbeit auf dem Dünenhof hat sich dabei optimal ergänzt. Ich bin ein Ideentyp und Brückenbauer und konnte ganz viel von den Erfahrungen in die verschiedenen Welten hinein übersetzen. Zugleich erdet eine Gemeinschaft enorm – man muss kritische Fragen beantworten, ist transparent und partizipiert auch von den Erfahrungen der anderen. Gemeinschaft ist immer ein intensives Arbeitsgebiet, das man nicht romantisch sehen darf – aber sie vermittelt zugleich auch zusätzliche Glaubens- und Lebenskompetenz.

Der Bundes-Verlag und die SCM vermitteln mit ihren medialen Angeboten Glaubensinhalte für alle Altersgruppen. Christlicher Glaube und Geld verdienen: Wie geht das für Dich zusammen?

Ich sehe darin kein Problem – wir alle müssen leben. Ob wir das von Spenden oder Verkaufspreisen tun, ist dabei ja nur eine Frage der Methode. Und wir alle leben arbeitsteilig – jeder bringt in das Reich Gottes ein, was er hat: Gaben, Zeit, Geld, Ideen. Wir als Verlag müssen uns durch Qualität im Markt bewähren, verkaufen unsere Produkte – aber wir sind ein gemeinnütziges Unternehmen und arbeiten mit klarer geistlicher Motivation. Geld ist ein Hilfsmittel, das Grenzen setzt und öffnet. Wir tun unser Bestes, damit gut umzugehen …

Der christlichen Verlagsbranche und der Kirche stehen schwierige Zeiten bevor. Wie muss sich Deiner Ansicht die Verkündigung der Guten Nachricht von Jesus Christus wandeln, um von den Menschen heute gehört zu werden?

Gottes gute Nachricht wird überall da gehört, wo sie Menschen mutig, ehrlich und mit Liebe und Leidenschaft leben. Das ist schon jetzt so – und das wird in Zukunft nicht anders sein, egal ob in der Familie oder Gemeinde. Wo Christen ihren Glauben bewusst für ihre Stadt oder ihr Dorf leben, sich gegenseitig unterstützen, offen, transparent und einladend sind, da hat der Glaube Zukunft. Die Gefahr ist wohl immer, uns an uns selbst Genüge sein zu lassen. Deswegen begeistern mich missionarische Vorbilder, Gemeinden, die strategisch durchdacht in ihr Umfeld wirken, ihre Mission aktiv leben. Wenn wir da immer wieder Neues wagen, hat das positive Auswirkungen für jeden – jeder kann dann seine Gabe einbringen, bleibt abhängig von Jesus, freut sich mit an allem, was sich bewegt.

Mit welcher Vision für die Gemeinschaft der Christen in Deutschland bist Du als Netzwerker und Brückenbauer unterwegs? Welche „Brücke“ müsste Deiner Ansicht in Zukunft noch gebaut werden?

Wir müssen radikaler denn je lernen, dass wir uns als Christen gegenseitig brauchen. Mission in einer nachchristlichen Zeit kann nur gemeinsam gelingen. Dabei müssen wir als etablierte Freikirchler mit großer Demut von den aktuellen Jugendkirchen wie ICF oder Hillsong lernen – da brennt echtes missionarisches Feuer, auch wenn wir vielleicht nicht alles mögen! Es ist faszinierend, davon zu lernen und das Beste für uns zu übernehmen – das ist ja etwas, was ich als Vorsitzender von Willow Creek Deutschland gut bewegen kann. Früher lagen die Grenzen vor allem zwischen den Kirchen. Heute liegen sie vor allem zwischen den Biotopen. Missionarisch Engagierte lernen voneinander und halten zueinander – egal, in welcher Kirche sie unterwegs sind. Ich lerne hier gerade mit Staunen, wie viel missionarische Aufbrüche es auch in der katholischen Kirche gibt, besonders in Österreich. Auch da müssen wir Brücken zueinander bauen und uns gegenseitig ermutigen.

Inzwischen bist Du Großvater: Was möchtest Du der nächsten und übernächsten Generation gerne als Wert oder Weisheit weitergeben?

Es ist unglaublich gut, Jesus zu vertrauen – es gibt nichts Besseres! Unser Leben gelingt, wenn wir das gemeinsam tun – in unseren Ehen, mit unseren Freunden, in unseren Gemeinden. Mit anderen den Glauben an Jesus teilen – und dabei radikal ehrlich, offen für Rückmeldungen, hungrig nach neuen Ideen und ständig in Bewegung zu sein, das empfinde ich als Fülle des Lebens. Gut auch für Enkel …

Wie lauten Dein Lebensmotto oder Dein Lieblingsbibelvers? Warum?

Das steht in Hebräer 10,35: „Wirf Dein Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ Die Realität unseres Lebens ist ein alltäglicher Kampf zwischen Vertrauen und Misstrauen gegenüber Gott. Unser erstes Kind ist nur Tage nach der Geburt gestorben – wir mussten um Vertrauen kämpfen. Aber gerade darin habe ich dann meinen zweiten Lebensvers schätzen gelernt: „Die Wahrheit wird euch freimachen.“ Johannes 8,32. Gottes Liebe ist so groß, dass wir bedingungslos offen vor ihm sein können – alles in unserem Leben darf ins Licht seiner Liebe, auch Trauer, Zorn oder Fehler und Versagen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Porträt Ulrich Eggers

Ein Porträt von Ulrich Eggers ist in der FeG-Zeitschrift CHRISTSEIN HEUTE 10/2019 erschienen. link.feg.de/cheggers40

Interview mit Ulrich Eggers

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