Vertrauensraum Gemeinde
Wie die wunderbare Erfindung Gottes Leben und Welt gestaltet
Mit seinem Buch „Was die Welt am meisten braucht“ setzt Henrik Otto einen inspirierenden Vertrauensdreiklang: Glauben als Vertrauen zu Gott, Vertrauen in die Heilige Schrift und die Gemeinde Jesu als Raum, in dem Glaube entstehen und wachsen kann. In der FeG-Zeitschrift CHRISTSEIN HEUTE bringen wir einen dreiteiligen Abdruck als vertrauensvollen Vorgeschmack auf das Buch des FeG-Präses. | Teil 3
Glücklicherweise gibt es viele, beinahe unzählige Modelle und Ausprägungen von Gemeinden, Gemeinschaften, Verbänden und Kirchen. Sie alle zu beschreiben und zu analysieren, würde Regale füllen! Ich selbst bin in einer Freien evangelischen Gemeinde aufgewachsen, bin dort Pastor und schließlich Präses geworden. Zum Glauben gekommen bin ich aber in einer sogenannten Brüdergemeinde oder Versammlung. Die hatten einfach eine tolle Jungschararbeit! […]
Nun ist bekannt, dass Gemeinde auch ihre Schwächen, manchmal sogar Schattenseiten haben kann. Es kommt auch dort zu schwierigen oder verletzenden Begegnungen. Menschen missbrauchen die ihnen übertragene Verantwortung und Macht – geistlich, seelisch oder körperlich. Hier gilt: Null Toleranz!
Genau dafür stehen in den Gemeinden, die ich kenne, unzählige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, die besonders für Kinder sichere Räume schaffen, wie ich sie selbst auch erleben durfte. Die „Initiative zum Schutz vor Gewalt und Missbrauch“ gehört zum Wichtigsten, was der Bund FeG seinen Gemeinden anzubieten hat. […] | (schutzraum.feg.de)
Gemeinden werden gebraucht
Trotz manch negativer Erfahrungen und Berichte gibt es sehr viel Positives. Gemeinden werden in unserem Land gebraucht! Umso mehr stellt sich die Frage: Was könnten Perspektiven sein, um im 21. Jahrhundert gesunde und lebendige Gemeinden zu entwickeln und zu erleben? Nach allem, was ich sehen kann, gibt es nicht den einen erfolgreichen Gemeindetyp. Gemeinden sind sehr unterschiedlich in ihrer Geschichte, ihren Ressourcen, ihren Ausdrucksformen und Begabungen. Und überhaupt, was heißt schon erfolgreich? Die Zeit der Coronapandemie hat uns gelehrt, unsere „Erfolgsstorys“ gründlich zu überdenken. Was ist erfolgreich in den Augen des himmlischen Vaters, der dem Letzten so viel gibt wie dem Ersten?
Gemeinde: Die Basiskonfiguration
Es gibt für Gemeinden, die sich an den Gemeinden im Neuen Testament orientieren, so etwas wie eine Basiskonfiguration. Komponenten, ohne die es nicht geht. Wesensmerkmale, ohne die eine Gemeinde nicht christlich wäre. So unterschiedlich die kulturellen Erscheinungen im Einzelnen dann sein mögen, in ihrem Wesen haben sie einiges gemeinsam.
Grundlage und Ursache für jede christliche Gemeinde ist das Evangelium von Jesus Christus. Diese Gute Nachricht ist „eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben“ (Römer 1,16). Es bewirkt, dass Gottes heilvolle Gegenwart das Leben von Menschen im Glauben zutiefst verändert und erneuert. Gleichzeitig schafft und formt es die Gemeinde als Gemeinschaft der Glaubenden und verwirklicht das Reich Gottes in dieser Welt mehr und mehr. […]
Der diakonische Auftrag
Die so geformte Gemeinschaft existiert nicht nur für sich selbst. Sie ist für andere da und gestaltet mit anderen zusammen diese Welt zum Guten. Das geschieht auf zweierlei Weise, die zwei Seiten derselben Medaille bilden. Und diese Medaille heißt „Gottes Liebe für die Welt“. Einander und der Welt zu dienen, gehört zur DNA von Christsein und Gemeinde. Erst durch liebevolle Handlungen wird die Botschaft des Evangeliums glaubwürdig. Dabei sind die Bedürfnisse der Weggefährten in der Gemeinde genauso im Blick wie die der Mitmenschen. […]
Der evangelistische Auftrag
Menschen zu einem Leben im Vertrauen auf Jesus Christus einzuladen, gehört zur DNA von Christsein und Gemeinde. Das Evangelium ist die beste Botschaft, und sie will gesagt werden. Nur durch Worte werden die guten Taten eindeutig. Sie halten ein Mikrofon an den Herzschlag Gottes, sie bezeugen seine Sehnsucht nach den Menschen. Gott will uns einfach nicht aufgeben und sorgt dafür, dass sein Evangelium unter die Leute kommt, koste es, was es wolle. Und mir wird einmal mehr klar: Was wir haben, haben wir nicht für uns. Wir haben es für die Welt.
Gemeinde kann einfach nicht für sich bleiben. Gemeinde kann nicht anders, als Häuser zu bauen für Leute, die momentan noch nicht da sind. Gemeinde kann nicht anders, als Gottesdienste zu feiern, die auch denen Heimat bieten, die sich an den Glauben erst herantasten. Gemeinde ist immer auch Gemeinde für andere und mit anderen. Und das kann sie nur dann überzeugend sein, wenn sie Gottes Sehnsucht teilt und Evangelisation atmet. Wenn sie sie eben nicht auslagert in separate Formate, sondern von Herzen will, zu jeder Zeit. […]
Hoffnung für die Welt
Wie geht es dir mit dem, was Jesus zu Beginn der Bergpredigt über die Jüngergemeinde sagt? Hier ein kleiner Auszug aus Matthäus 5,13–16: „Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.“ […] Ist das nicht eine beispiellose Überschätzung? Wie kann Jesus das behaupten, wo er doch selbst sagt, dass Gottes Reich klein und unscheinbar beginnt, wie ein Senfkorn? Und dann so etwas: Salz und Licht. Was Jesus da sagt, entbehrt eigentlich jeder Logik, widerspricht der Erfahrung.
Wir kennen uns selbst und unsere Gemeinde doch viel zu gut, als dass wir behaupten könnten, wir wären leuchtende Himmelskörper. […] Trotzdem, obwohl die Gemeinde in der Welt so klein und unscheinbar ist, trotz ihrer Unvollkommenheit, obwohl der Gemeinde von sich aus die Leuchtkraft fehlt, sagt [Jesus] uns zu: „Die Gemeinde ist, was sie ist: die Hoffnung für die Welt.“
Das Besondere der Gemeinde von Jesus liegt also nicht in dem, was sie selbst hat, kann und vollbringt, sondern in dem, was Gott seltsamerweise durch sie tut. Und er kann das, wann und wo immer er will. Die Gemeinde ist Salz und Licht für die Welt, weil Gott erklärtermaßen und trotz allem durch sie handelt. […]
Davon abgeleitet kann es neues Bildmaterial geben, sodass die Einsichten über Gemeinde vertieft werden und motivierende Erwartungen für die Zukunft entstehen.
Gemeinde hat auch ihre Schwächen, manchmal sogar Schattenseiten. Menschen missbrauchen die ihnen übertragene Verantwortung und Macht – geistlich, seelisch oder körperlich. Hier gilt: null Toleranz!
Netzwerk mit Doppelbindung
Netzwerke sind in aller Munde. Sie interessieren uns als Computernetzwerke auf der Arbeit, als soziale Netzwerke in unserer digitalen Freizeit, als Beziehungsnetzwerke in unserer analogen Freizeit und als Familiennetzwerke für unsere langfristigen Bindungen. Ohne Frage kann man auch Gemeinde unter der Perspektive eines Netzwerkes betrachten. Denn auch hier stehen Personen in einem ständigen Austausch miteinander. Die Interaktionen sind derart vielfältig, dass niemand sie vollständig beobachten oder erfassen kann – denn jeder und jede hat ja auch (nur) seinen oder ihren eigenen Standort im Netzwerk.
Es gibt Verbindungen, die sehr häufig aktiv sind, da „glühen die Drähte“. Andere werden nur selten genutzt, sind quasi lose gekoppelt. Manche sind nur mit wenigen anderen Personen, vielleicht sogar nur über eine weitere Person mit dem Netzwerk verbunden. […] Je mehr Knotenpunkte ein Netzwerk hat, umso höher ist die Chance, neue und auch sehr unterschiedliche Personen dauerhaft zu binden. […]
Das Bild vom Netzwerk hat natürlich auch seine Grenzen. Eine ist zum Beispiel die, dass sich im Gegensatz zu vielen neutestamentlichen Bildern für Gemeinde die Bedeutung von Jesus darin kaum einzeichnen lässt. Sie ist beim Bild von der Herde und dem Hirten, dem Bau und dem Eckstein, dem Leib mit seinem Haupt, Braut und Bräutigam sehr schnell klar. Im Netzwerk ist diese Beziehung nach „oben“, die zur Einheit in Christus führt, nicht vorgesehen. Leitungs- und Lehrverantwortung, geistliche Autorität, unterschiedliche Begabungen und gegenseitige Verantwortung lassen sich damit schwer vermitteln. Aber so hat eben jedes Bild seine Chancen und Grenzen.
Eine Erklärung fehlt aber noch: die Doppelbindung. Damit meine ich, dass zwischen zwei Menschen sowohl eine soziale als auch eine geistliche Bindung besteht. So stelle ich es mir vor, wenn beide Jesus folgen und zudem Teil derselben Gemeinde sind. Sie haben eine mehr oder weniger ausgeprägte soziale Bindung dadurch, dass sie sich begegnen, gemeinsame Veranstaltungen besuchen, sich austauschen oder vielleicht sogar in einem Hauskreis sind. […] Dieses besondere Netzwerk wird immer darauf aus sein, beides zu maximieren, soziale und geistliche Bindungen. Gemeinde von Jesus ist ganzheitlicher Lebensraum, in dem Vertrauen zu Gott und Menschen wachsen kann. So werden Gemeinden ihrem Auftrag gerecht, Filialen der Mission Gottes auf Erden zu sein. Vertrauensräume, in denen Menschen Gott und einander begegnen. Wie können nun Gemeinden Vertrauensräume oder sogar Schulen des Vertrauens werden?
Gemeinden als Schulen des Vertrauens
Jüngerschaft ist Ausdruck des Glaubens an Jesus und aktiv praktiziertes Vertrauen in Gott, das jeden Tag neu zum Ausdruck kommt. Sie ist ebenso abhängig von Gottes Gnade und Gottes Wirken durch seinen Geist wie der Beginn des Glaubens, die erste vorsichtige Reaktion auf Gottes Ansprache, das erste Aufleuchten der Erkenntnis und die erste aufrichtige Reue. Für Christen gibt es keine andere Art des Glaubens. Sie sind auch als Befreite nicht in der Lage, aus eigener Kraft den Willen Gottes zu tun. Mehr Erfahrung führt nicht zu mehr Eigenständigkeit, wie Jesus in Johannes 15,5 erklärt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wenn ihr in mir bleibt und ich in euch, werdet ihr viel Frucht bringen; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ […]
Mit anderen Worten: Der ganze Weg der Nachfolge ist ein lebenslanges und dynamisches Resonanzgeschehen. Der Klang wird von Gott erzeugt. Es ist ein Klang der Gnade, der Vergebung, der Erneuerung und der Treue bis zur Vollendung. Für uns bleibt die Einladung, uns diesem göttlichen Klang zu öffnen, ihm zu vertrauen und das Leben von ihm bestimmen zu lassen – oder einfach: ihm Raum zu geben. […]
Die Bedeutung von Gemeinschaft
Es ist unmöglich, Jesus nahe zu sein und ihm von ganzem Herzen zu vertrauen, ohne sich seiner Mission anzuschließen. Das Konzept der Nachfolge macht das sehr deutlich. Die Aufforderung von Jesus lautet: „Folge mir nach“ (Johannes 1,43). Ein Jünger folgt seinem Meister, bewegt sich mit ihm und teilt alles, insbesondere seine Leidenschaft. Natürlich findet diese Nachfolge jetzt im übertragenen Sinn statt, aber im Kern ist es dasselbe. Christ zu werden bedeutet zugleich, ein Jünger zu werden, wie Michael Wilkins in seiner biblischen Theologie der Jüngerschaft feststellt: „In der Apostelgeschichte wird das Wort Jünger als Synonym für ‚Gläubige an Christus‘ verwendet. Jüngerschaft bedeutet, ein ganzes menschliches Leben in dieser Welt in Einheit mit Jesus Christus zu leben und in Übereinstimmung mit seinem Bild zu wachsen.“1Michael J. Wilkins: Following the Master. A Biblical Theology of Discipleship. Grand Rapids: Zondervan, 1992, S. 208 und 42. Es liegt auf der Hand, dass diese neue Lebensweise ein lebendiger Prozess ist, eine Reise, die Erfahrungen und Lernen beinhaltet. Wo kann man das lernen? Was ist das beste Umfeld, um eine neue Lebenskultur zu entwickeln? Ganz klar, der Vertrauensraum der Gemeinde! […]
Schulen des Vertrauens aufbauen
Wenn wir an Schule denken, denken wir üblicherweise an ein Gebäude, an Schülerinnen und Schüler, die in Reihen sitzen, auf die Lehrenden hören, Regeln (nicht) befolgen, Hausaufgaben erledigen und Noten bekommen. Aber ein Schüler zu sein, ist nicht dasselbe wie ein Jünger zu sein. Wilkins erinnert daran, dass Jüngersein bedeutet, „dem Meister ähnlich zu werden“, indem man „im Wort bleibt, einander liebt und Frucht bringt“ (Wilkins, a. a. O., S. 357).
Das hört sich nicht so an, als würde man in Reihen sitzen. Es findet im täglichen Leben statt. Es scheint eine andere Art von Schule zu sein, in der Lernen bedeutet, Erfahrungen zu machen, Dinge auszuprobieren und ganzheitlich zu wachsen. Und das Wichtigste: Das Ziel ist, wie der Meister zu werden. […]
Einander und der Welt zu dienen, gehört zur DNA von Christsein und Gemeinde. Erst durch liebevolle Handlungen wird die Botschaft des Evangeliums glaubwürdig.
Vertrauensvolles Denken
Die Beziehung zwischen Glaube und Vernunft ist ein wichtiges Thema in der systematischen Theologie. Theologen und kirchliche Traditionen haben sehr unterschiedliche Antworten auf die Frage gefunden, was für den Menschen in Bezug auf seine Beziehung zu Gott und seine Beziehung zur Welt möglich ist. In der Bibel finden wir eine ambivalente Sicht: Die Vernunft ist eine gute Gabe des Schöpfers, aber auch durch die Sünde beeinträchtigt. Die Vernunft nimmt einen hohen Stellenwert ein, wenn Christus mit dem Logos (Wort) identifiziert wird (Johannes 1,1), der in der Philosophie der damaligen Zeit ein wichtiges Konzept war. […]
Es ist also wichtig, ausführlich über das Evangelium nachzudenken, das heißt über die Person und das Werk von Jesus Christus, denn Glaube bedeutet auch Verstehen und Bekennen. Das ist kaum möglich, ohne den Inhalt des Evangeliums und die gegenwärtige gesellschaftliche Realität zu reflektieren, in der das Evangelium so gut wie möglich verkündet werden soll. Wir können und sollen in vernünftigen Sätzen formulieren, was das Evangelium ist, auch wenn nicht alles, was wir bekennen, der Vernunft zugänglich ist und ihre Möglichkeiten regelmäßig übersteigt. […] Wer kann schon rational begründen, warum Gott so gnädig ist? Bezeugen können wir es aber, und das sollten wir tun. […]
Vertrauensvolles Verhalten
Im christlichen Glauben ist es grundlegend, zu erkennen, dass Gott immer schon das Entscheidende getan hat – vor allem, was ein Mensch tut. Die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt (Römer 1,17), ist nicht das Ergebnis menschlicher Leistung, sondern wird uns unverdient geschenkt und kann nur im Vertrauen angenommen werden.2Wilfried Härle: Ethik. Berlin, Boston 2018. S. 363. Das bedeutet, dass die Gerechtigkeit Gottes durch unser Verhalten weder verstärkt noch geschmälert werden kann. Die Grundlage der Beziehung Gottes zu uns, das Wichtigste in unserem Leben, steht sicher und fest. Die vertrauensvolle Annahme der Gerechtigkeit Gottes ist die Grundlage für ein vertrauensvolles Verhalten, das sich aus dem Evangelium ergibt. Diese Erkenntnis befreit das menschliche Verhalten von der unerträglichen Last, das Leben wertvoll machen oder gar erlösen zu müssen. […]
Vertrauensvoller Umgang mit Eigentum
Im Neuen Testament gibt es zahlreiche bedeutsame Aussagen über den Umgang mit Besitz und Ressourcen. Eine davon ist Matthäus 6,33: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ Das kleine Wort „zuerst“ ist äußerst aufschlussreich. Was zuerst kommt, sagt viel über die Architektur meines Lebens aus. Jesus lehrt, dass in der Mitte des Lebens nur Platz für einen ist. Leider haben viele andere Dinge die Tendenz, sich in den Mittelpunkt des Lebens zu drängen. Geld zum Beispiel spielt sich gerne als Herr des Lebens auf und hat die Tendenz, über sich hinauszuwachsen. […]
Genauso verhält es sich mit Sorgen und Ängsten. Es gibt viele Gründe, sich über den gegenwärtigen Zustand der Welt Sorgen zu machen: Eine Krankheit, die zu einer Pandemie wurde, und grausame Kriege haben bislang die 20er-Jahre beherrscht. Aber auch hier gilt: In der Mitte des Lebens gibt es nur Platz für einen. Wenn es die Sorge ist, wird das Leben bitter. Wenn es Gott und sein Reich ist, wird das Leben auch in dunklen Zeiten hoffnungsvoll. […]
Um die Kultur einer Gemeinde zu verändern, braucht es Veränderungen im Denken, Handeln und Haben, also dem Umgang mit Besitz. Und eine Schule des Vertrauens führt zu vertrauensvollem Denken, Handeln und Haben. Ich gehe jede Wette ein, dass das einen Unterschied in einer Gemeinde und in ihrem ganzen Wirkungsbereich macht.
HENRIK OTTO | Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden | praeses.feg.de
Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlages R.Brockhaus in der SCM-Verlagsgruppe.
Fragen zum Weiterdenken
Persönlich oder als Gemeindegruppe
- „Gemeinde und Vertrauen“ – Wo passt das für euch zusammen? Wo gar nicht? Nennt Beispiele, warum und warum eher nicht?
- „Es gibt für Gemeinden so etwas wie eine Basiskonfiguration.“ Was gehört für euch als Gemeinde unbedingt dazu? Was dagegen gar nicht – und was nicht unbedingt?
- „Einander und der Welt zu dienen, gehört zur DNA von Christsein und Gemeinde.“ Wie wird das in eurer Gemeinde praktisch? In welchem Verhältnis stehen diese beiden Aufträge bei euch? Wo habt ihr eine Schlagseite in eine Richtung?
- „Gemeinde Jesu ist ein Netzwerk mit Doppelbindung“. Welche wertvollen und wegweisenden Impulse habt ihr durch Geschwister in der Gemeinde bekommen? Tauscht euch darüber aus.
- Wo wird bei euch die geistliche und soziale Bindung in der Gemeinde besonders deutlich? Wie könnte zu dem Sozialen das Geistliche mehr Raum bekommen? Sammelt Ideen und Praxistipps.
- „Gemeinden sind Schulen des Vertrauens“. Was fördert bei euch Vertrauen, was mindert es? Wie kann bei euch Vertrauen zu Gott und Menschen gefördert und wiederhergestellt werden?
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Was die Welt am meisten braucht
Wie Vertrauen unser Leben und unser Umfeld verändert
Vertrauen ist die Grundlage jedes gelingenden Miteinanders. Henrik Otto zeigt, warum wir es heute dringender brauchen denn je – in Beziehungen, Gesellschaft und Glauben. Sein Buch macht sichtbar, wie Vertrauen trägt, verwandelt und Hoffnung freisetzt. Es lädt ein, den Gott neu zu entdecken, der erschafft, befreit und vollendet. Eine ermutigende Einladung an Christen, aktiv zum Guten beizutragen und ihrer Umgebung neuen Halt zu schenken.
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Video zum Buch
Buchbeschreibung
Vertrauen, das die Welt verändert
Glauben heißt Vertrauen. In seinem Buch „Was die Welt am meisten braucht“ zeigt Henrik Otto, warum es sich lohnt, Vertrauen ganz neu wagen, und erklärt, weshalb Vertrauen nicht nur ein Schlüssel für das Leben von Christinnen und Christen ist, sondern auch für die Menschen, die Gott noch nicht kennen.
Was trägt uns, wenn das Leben zwischen schön und schmerzhaft schwankt? Was hält Menschen zusammen in einer Zeit, die von Individualisierung, Unsicherheiten und gesellschaftlichen Spannungen geprägt ist? Der Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Henrik Otto, geht diesen Fragen in seinem Buch „Was die Welt am meisten braucht“ nach – und kommt zu einer klaren Antwort: Vertrauen.
Ausgehend von einer humorvollen Bergsteiger-Anekdote aus dem Vorwort macht Otto deutlich, wie schwer Vertrauen manchmal fällt – gerade dann, wenn man es am nötigsten braucht. Und doch zeigt er: Vertrauen ist eine echte Kraft zum Leben. Es prägt Beziehungen, Familien, Freundschaften, Gemeinden, Arbeitswelt und Gesellschaft. Jeder Bereich unseres Miteinanders lebt davon, dass wir einander und Gott vertrauen können.
Otto fragt deshalb nicht nur nach den Eigenschaften dieses Vertrauens, sondern sucht auch nach dem Fundament, auf dem es ruht. Blinder Glaube ist dabei keine Option. Tragfähiges Vertrauen braucht ein vertrauenswürdiges Gegenüber, gute Erfahrungen und realistische Erwartungen. Genau hier setzt der Glaube an Jesus an: Was ihn ausmacht, ist gleichzeitig das, was die Welt am dringendsten braucht – verlässliche, tragende Beziehungen.
In seinen Kapiteln lädt Otto dazu ein, den Kern des christlichen Glaubens als gelebtes Vertrauen neu zu entdecken. Er entfaltet ein Bild von Kirche und Gemeinschaft, das Menschen zusammenführt, statt sie zu vereinzeln. Besonders eindrucksvoll und bedeutend wird das dort, wo er beschreibt, wie Christen durch ihr Handeln zur Hoffnung für andere werden können. Im gesellschaftlichen Miteinander, in Krisen und Konflikten, im Alltag und im persönlichen Umfeld – überall können Vertrauensmenschen Mut machen, Orientierung geben und Gottes Liebe sichtbar werden lassen.
Anschauliche Beispiele, vertiefende „Kleingedruckt“-Abschnitte und persönliche Einblicke in Ottos eigenes Glaubens- und Lebensringen machen das Buch vielseitig und nahbar. Nach jedem Abschnitt fassen „Take-aways“ die zentralen Gedanken kompakt zusammen.
„Was den Glauben an Jesus Christus ausmacht, ist gleichzeitig das, was die Welt am nötigsten braucht“, schreibt Otto. Wer sich danach sehnt, Vertrauen neu zu gewinnen, es zu stärken oder weiterzugeben, findet in diesem Buch eine Einladung – und Inspiration, die Welt ein Stück heller zu machen.
Quelle: Presseinformation R.Brockhaus
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