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Juli 30, 2023 | Aktuell Allgemein CHRISTSEIN HEUTE FeG-Präses Gemeindeleben Gemeinden Presse vef.de

FeG-Präses | Rücksicht macht Spaß

In seinen PERSPEKTIVEN greift Ansgar Hörsting, Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, einen Aspekt aus dem Leben oder ein Thema aus der öffentlichen Diskussion auf.

Ich wohne nicht weit vom Kemnader See. Er ist ein künstlicher Stausee, um ein Naherholungsgebiet im Ruhrgebiet zu erschaffen. Zum Teil umkreisen drei parallel verlaufende Wege den See: einer für Fußgänger, einer für Inlineskater, einer für Fahrradfahrer.

Es gibt Stellen, an denen alle drei Wege auf einen einzigen reduziert werden müssen, vor allem auf Brücken. Dort gibt es dann nicht nur drei Fortbewegungsmöglichkeiten auf einem Weg, es gibt auch noch Gegenverkehr, und das auf engstem Raum.

Wenn es eng wird

Auf einer dieser Brücken, der längsten, kommt es nicht nur zu Unfällen – das könnte man erwarten – nein, es kommt ständig zu Auseinandersetzungen, Rangeleien und Rücksichtlosigkeiten. So war es neulich zu lesen. Ich kenne die Brücke: Sie ist schmal und ca. 40 m lang. Schreiende Fahrradfahrer, den Weg versperrende Gruppen, Selfie-machende Abendspaziergänger und das garniert mit Pöbeleien. Die Aggression steigt. Jetzt will man neue Regeln einführen. Dabei gibt es schon die Regel, dass man sein Fahrrad schieben soll.

Wobei das mit den Regeln auch so eine Sache ist: Manchmal ist nichts los auf der Brücke. Dann darf man auch nicht fahren? Ich halte mich nicht daran, das gebe ich zu. Aber wenn ich schon mit dem Fahrrad fahre, dann tue ich das defensiv! Ich würde niemals auf den Gedanken kommen, wenn ich schon etwas Unrechtes tue, andere anzuklingeln, wenn sie nicht schnell aus dem Weg gehen. Im Gegenteil, dann würde ich lieber anhalten und warten.

Defensiv statt aggressiv

In Cornwall ist mir vor einigen Jahren einmal etwas aufgefallen. Da gibt es viele enge Landstraßen, die durch hohe Hecken an den Seiten auch noch schlecht einsehbar sind. Dort fahren die Menschen sehr zurückhaltend. Und sie bedanken sich immer mit einem kleinen Gruß, wenn man vorsichtig aneinander vorbeifährt.

Wenn ich zu Hause im Ruhrpott fahre, gibt es auch enge Straßen. Es fällt mir immer wieder auf, dass viele sehr aggressiv fahren. Wenn ich jemanden vorlasse, geschieht es nur selten, dass der sich bedankt oder mit einem kleinen Wink freundlich zu Kenntnis nimmt. Dann denke ich: In was für einer Zeit lebe ich? Wie hart geht es zu? Es fühlt sich ein wenig an wie „Wilder Westen“.

Vorsicht und gegenseitige Rücksicht

Ja, es braucht Regeln im Straßenverkehr. Fast alles ist geregelt und das ist aus juristischer Sicht wahrscheinlich auch gut. Darauf muss man sich verlassen können. Aber kennen sie den ersten Satz der Deutschen Straßenverkehrsordnung? Der, unter dem alles weitere unterzuordnen ist: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“

Rücksicht nehmen. Was für eine wohltuende Haltung! Wenn alle das immer befolgen würden, müsste der Verkehr recht gut laufen. Ich weiß, das ist illusorisch, aber fahren Sie mal unter dieser Prämisse Auto oder Fahrrad. Sie werden merken: mit Vorsicht und gegenseitiger Rücksicht ist das meiste geklärt.

Sich selber nicht so wichtig nehmen

Dieser kleine Artikel ist aber nicht nur ein Appell zur Rücksichtnahme und Höflichkeit. Das auch. Aber ich möchte noch einen Blick tiefer werfen. Denn ich frage mich, woher diese Haltung, die Aggression, woher die Rücksichtslosigkeit kommt.

  • Erstens: Es ist eine Frage der Gewohnheit. Wenn ich es nicht besser lerne, meine ich, ein solches Verhalten sei normal. Ich merke bei mir, wie mich das Verhalten anderer selbst prägt und beeinflusst, zum Positiven und zum Negativen.
  • Zweitens: Es ist ein Verhalten, das sich einstellt, wenn wir immer alles unter Druck tun oder wenn die Kraft fehlt. Wenn wir immer am Limit leben, ob zeitlich, emotional oder beim Tempo, dann bleibt uns kein Raum für Rücksichtnahme.
  • Drittens: Wenn wir uns selbst zu wichtig nehmen, sind andere nur lästiges Beiwerk unserer Bühnenshow. Wenn es nur um uns geht, um unsere Selbstverwirklichung, dann sind die anderen nur Störenfriede, sind Fußgänger nur zu beseitigende Hindernisse, aber keine gleichberechtigten Mitmenschen. Dann ist die Brücke nur für uns da.

Frucht und Lebensfreude

Gott lässt durch seinen Heiligen Geist Frucht wachsen. „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.“ (Galater 5,22 | Elberfelder Bibel 2006, SCM R.Brockhaus) Frucht entsteht nicht unter Druck, sondern wenn man gute Rahmenbedingungen schafft und genügend Zeit mitbringt.

Schließlich: Es macht unglaublich viel Spaß, Menschen mit Rücksichtnahme und Höflichkeit zu begegnen. Versuchen Sie das mal. Da entsteht eine ganz neue Lebensfreude.

ANSGAR HÖRSTING | Präses Bund FeG | praeses.feg.de

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