Jesus lebt – Gott macht alles neu
Kreativer Ostergottesdienst verbindet Generationen
An Ostern macht Gott die Welt neu. Am leeren Grab beginnt das „Neu“. Der Engel verkündet den Frauen: „Er ist nicht hier. Er ist auferstanden.“ Damit setzt Gott an Ostern einen Neuanfang. Unspektakulär, früh am Morgen, mit nur wenige Zeugen – und doch spricht Gott gerade dort sein mächtigstes Wort: Das Leben siegt über den Tod.
Gott lädt uns ein, ihm zu begegnen und zu vertrauen. Alles neu heißt: Wir können mit Jesus, erfüllt von seiner Liebe, seinem Frieden und seiner Freude leben. Wir sind aufgefordert, diese Osterbotschaft weiterzuerzählen. Hier einige Tipps, wie das im Ostergottesdienst geschehen kann:
Loben
- Vertraute Lieder der gesamten „Gemeinde-Familie“ in Kombination mit neuen Liedern.
- „Alles neu“ – Bastian Basse (Melodie, Text)
- „Jesus lebt“ – Mike Müllerbauer
Entdecken:
Suchen und Finden | Memo-Spiel
Benötigtes Material:
- Download: A4 Memokarten zum Selbstausdrucken
- Kreppklebeband
Die Bilder werden unter zehn Stühlen im Raum befestigt.
Zu Ostern geht es oft ums Suchen und Finden. Wir suchen Bilder in diesem Raum. Wer ein Bild unter seinem Stuhl gefunden hat, nimmt es ab, stellt sich hin und hält das Bild verdeckt vor sich.
Die Gemeinde wird eingeladen, passende Bildpaare „aufzudecken“. Eine erste freiwillige Person sucht sich zwei „Bildhalter“ aus. Diese Personen halten ihre Bilder hoch und benennen es kurz. Gehören sie zusammen, setzen sie sich. Jetzt wird das zweite Bildpaar gesucht und gefunden. (Ei – Küken | Samen – Blume | Raupe – Schmetterling | Kaulquappe – Frosch | Nuss – Baum).
Wie bei den Bildern vom Ei und Küken, vom Samen und der Blume und von der Raupe und dem Schmetterling geht es in unserer Geschichte auch um eine Veränderung. Von Menschen, die auf der Suche waren und etwas Neues fanden, ganz anders als sie erwartet hatten.
Erzählen mit Impuls:
Farbtücher und Klänge
Benötigtes Material:
- Download: A4 Farbklangkarten
- Erklärvideo der Farbklänge (Mitarbeitende können mit Hilfe des Videos vorab üben): link.feg.de/chpercussion
- Beutel/Koffer oder Wäscheleine mit Klammern
- Große Tücher in Schwarz, Gelb, Weiß, Rot, Gold
„Farben“ der Geschichte: Die Ostergeschichte wird anhand von farbigen Tüchern nacherzählt. Variante 1: Die Tücher werden vorab aneinandergeknotet und während der Erzählung nach und nach aus einem großen Beutel/Koffer gezogen. Variante 2: Die Tücher werden beim Erzählen einzeln auf einer Wäscheleine im Raum aufgehängt. Zu jeder Tuchfarbe gehört ein Bodypercussion-Klang. Dieser wird mit den Gottesdienstteilnehmenden vor Beginn der Erzählung eingeübt: langsam, schnell, im Wechsel zum Warmwerden. Später werden die Klänge bei den entsprechenden Farbplakaten in der Geschichte eingebaut.
In der Ostergeschichte kommen verschiedene Farben vor. Jede Farbe bekommt einen besonderen Klang zugeordnet. Die Klänge machen wir ganz ohne Instrumente. Lasst uns die Farbklänge in unterschiedlichen Varianten üben (laut, leise, schnell, langsam).
- Schwarz klingt wie ein geheimnisvolles Wispern in der Dunkelheit – wir reiben unsere Hände aneinander. (Händereiber)
- Gelb klingt wie die ersten Vögel bei Sonnenaufgang zwitschern – dazu schnipsen wir fröhlich. (Schnipser)
- Weiß klingt leicht wie Flügel – wir lassen die Hände wie Flügel flattern. (Butterflyklatscher)
- Rot klingt wie freudige, schnelle Schritte – wir klatschen nach rechts und links in die Hände. (Pendelklatscher)
- Gold klingt wie eine funkelnde Überraschung – wir klatschen wie Sterne in die Hände. (Sternenklatscher)
Wenn die Farbe erscheint, erklingt für den ersten Moment der jeweilige Farbklang.
Erzählvorschlag mit Predigtimpuls
Die Erzählung zu Matthäus 28,1–10 mit Impuls kann an drei Stellen durch eine Liedstrophe oder wiederkehrenden Refrain passend zur Osterbotschaft begleitet werden.
Liedstrophe | Refrain
Schwarzes Tuch herausziehen und Farbklang erklingen lassen
„Händereiber“, dann verebben lassen.
Noch war es dunkel. Schwarz wie die Nacht (Klang verebben lassen). Es war der erste Tag der neuen Woche. Vor wenigen Tagen war das Schlimmste geschehen: Die römischen Soldaten hatten Jesus gekreuzigt. Zwei Männer, Joseph von Arimathäa und Nikodemus, hatten Jesus dann in ein Grab gelegt und einen schweren Stein vor die Graböffnung gerollt. Jesus war tot. In den Herzen der Freunde war es so dunkel wie die schwarze Nacht. Alles schien zu Ende – aus und vorbei.
Gelbes Tuch herausziehen und Farbklang erklingen lassen
„Schnipser“, dann verebben lassen.
Noch war es früh am Sonntagmorgen. Das Zwitschern der Vögel erfüllte die Morgenluft (Klang verebben lassen).
Die Sonne hatte sich erst zaghaft hinter den Hügeln gezeigt und tauchte die Welt in ein helles Gelb. Maria aus Magdala und die andere Maria waren auf dem Weg, um nach dem Grab zu sehen. Ihre Schritte waren langsam. Nicht, weil der Weg steil war, sondern weil ihre Herzen schwer waren. Jesus war tot. So dachten sie jedenfalls. Sie sprachen kaum miteinander. Jede hing ihren Erinnerungen nach: an Jesu Stimme, an sein Lachen, an seine Worte. Die beiden Frauen waren zutiefst traurig, denn Jesus, ihr Freund und Herr, war nicht mehr da. Sie vermissten ihn so sehr. Ihnen kamen immer wieder Tränen in die Augen. Nun war alles vorbei.
Weißes Tuch herausziehen und Farbklang erklingen lassen
„Butterflyklatscher“ und es abebben lassen.
Plötzlich begann die Erde zu beben. Die Frauen blieben stehen. Ihr Herz schlug schneller. Was war das? Da sahen sie ihn: einen Engel (Klang verebben lassen). Leuchtend hell wie ein Blitz und so strahlend weiß wie Schnee kam er vom Himmel herab. Der Engel trat an das Grab und wälzte den schweren Stein weg. Dann setzte er sich wie ein Sieger auf den Stein. Die Wachen, die das Grab bewachten, erschraken so sehr, dass sie ohnmächtig zu Boden fielen. Maria aus Magdala und Maria blieben erschrocken stehen. Voller Angst und Staunen standen sie ganz still.
Der Engel wandte sich den Frauen zu, die alles gesehen hatten. Er sagte zu ihnen: „Habt keine Angst! Ich weiß, ihr sucht Jesus, der gekreuzigt wurde. Er ist nicht hier. Er ist auferstanden. Jesus lebt. Kommt und seht selbst: Das Grab ist leer. Und nun, geht schnell und erzählt es seinen Freunden. Jesus wird euch in Galiläa begegnen. Ihr könnt euch auf meine Worte verlassen!“ Die Frauen staunten. Ist das wirklich wahr? Nicht hier? Auferstanden? Die Worte klangen unglaublich. Doch tief in ihrem Herzen spürten sie: Es ist wahr. Hoffnung kam zurück.
Möglicher Impulsgedanke:
Am leeren Grab beginnt das „Gott macht alles neu“
Er ist nicht hier. Er ist auferstanden. Jesus lebt. Diese Nachricht verändert alles. Mit dem leeren Grab an Ostern beginnt Gott „alles neu zu machen“. So wie wir dieses Jahr durch die Jahreslosung daran erinnert werden: „Gott sagt: Siehe, ich mache alles neu.“ Unscheinbar, früh am Morgen, nur ein paar Frauen sind da. Genau dort spricht Gott sein mächtigstes Wort durch den Engel: Jesus ist auferstanden.
Das Grab ist leer. Jesus lebt. Was bedeutet das? Als Jesus am Kreuz starb und ins Grab gelegt wurde, dachten seine Freunde und die Frauen: Alles aus. Vorbei. Das war‘s. Alles woran sie geglaubt und worauf sie gehofft hatten und wen sie so sehr geliebt hatten, war weg. Aber am Ostermorgen war das Grab leer. Gott zeigte ihnen: Genau dort, wo ihr nur das Ende seht, fange ich etwas Neues an. Das Leben ist stärker als der Tod. Das Gute ist stärker als das Böse. Das Licht ist stärker als die Dunkelheit. Denn Jesus lebt – Gott macht alles neu.
Gottes Versprechen gilt: Eines Tages wird es keine Tränen, kein Schmerz und kein Leid mehr geben. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Gott schafft neues Leben, ewiges Leben. Wir werden für immer mit Gott zusammen zu sein, so wie nie zuvor. Weil Jesus auferstanden ist, werden auch wir mit ihm auferstehen. Im Auferstandenen beginnt Gott, alles neu zu machen – zuerst in Jesus, dann in uns.
Liedstrophe | Refrain
Rotes Tuch herausziehen und Farbklang erklingen lassen
„Pendelklatscher“, dann verebben lassen.
So schnell sie konnten, rannten sie los zu den Freunden (Klang verebben lassen). Die Frauen waren ganz aufgeregt. Sie hatten noch ein bisschen Angst. Aber sie spürten auch eine große Freude in ihren Herzen. Was sie gesehen und gehört hatten, war kaum zu fassen. Das Grab war leer. Jesus lebte. Sie eilten den Weg entlang, ohne sich umzusehen. Tränen liefen ihnen über das Gesicht – Tränen der Angst und der Freude zugleich.
Goldenes Tuch herausziehen und Farbklang erklingen lassen
„Sternenklatscher“, dann verebben lassen.
Und auf einmal geschah etwas Wunderbares (Klang verebben lassen). Plötzlich stand Jesus selbst vor ihnen. Mitten auf dem Weg blieb er stehen. „Hallo!“, sagte Jesus zu ihnen. Die Frauen erkannten ihn. Sofort liefen sie zu ihm hin. Vor Freude fielen sie vor ihm auf die Knie und beteten ihn an. Die Frauen staunten und noch mehr Freude sprudelte in ihnen hoch. Denn am Freitagnachmittag hatten sie noch mit eigenen Augen ansehen müssen, wie er starb. Jetzt, am Sonntagmorgen stand er lebendig vor ihnen. Er war wirklich hier, bei ihnen. Ganz nah. Jesus sah sie freundlich an. Er sagte zu den Frauen: „Habt keine Angst. Geht und sagt meinen Freunden, sie sollen nach Galiläa gehen – dort werden sie mich sehen.“ Die Frauen machten sich voller Freude auf den Weg. Ihre Traurigkeit war verschwunden. Sie hatten eine Botschaft, die alles veränderte. Jetzt wussten sie: Jesus lebt! Gott ist stärker als der Tod. Etwas Neues hat begonnen.
Möglicher Impulsgedanke:
Gesucht und gefunden: der Auferstandene
Wow, was für ein Morgen. Die Frauen suchten Jesus. Erst fanden sie das leere Grab. Dann sahen sie den Engel. Und dann begegnete ihnen Jesus selbst. Der Auferstandene. Die Frauen konnten es kaum fassen. Jesus lebt wirklich! Jesus kommt zu denen, die ihn suchen. Auch zu uns. Er begegnet uns mitten im Gewohnten. Auf dem Weg zum Kindergarten, in die Schule oder zur Arbeit, Zuhause oder draußen beim Spaziergehen. Wenn wir traurig sind und wenn wir uns freuen. Nachdem der Engel den Frauen Mut gemacht hatte, machte auch Jesus ihnen Mut. Die Frauen spürten Angst und Freude zu gleich. Doch vor allem spürten sie ein tiefes Vertrauen, weil Jesus lebt. Etwas Neues hatte begonnen und sie sollten davon erzählen. Das gilt auch uns. Jesus lädt uns ein, diese Osterfreude, die Botschaft, dass er lebt und alles neu macht, weiterzuerzählen.
Du und ich, wir sind eingeladen, Jesus zu begegnen. Mit ihm zu reden. Ihm zu vertrauen. Mit ihm befreundet zu sein. Zu Gottes Familie zugehören und mit ihm zu leben. Hier und heute und eines Tages wie nie zuvor. Und das „Neue“ beginnt schon jetzt und hier.
Liedstrophe | Refrain
Hanna Werner | Referentin Kinder | kinder.feg.de
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Das ganze Material zum Ostergottesdienst befindet sich auf der Webseite von FeG Kinder:
link.feg.de/chostergottesdienst
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