FeG Livestream

Einige Gemeinden im Bund FeG bieten schon länger, andere neu einen Livestream an. Falls der Gottesdienst vor Ort wegen der aktuellen Pandemiesituation ausfällt, können Sie hier einen FeG-Gottesdienst finden und sich online mit hineinnehmen lassen.

Auf dieser Seite finden Sie:

Pastor Artur Wiebe
Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher im Bund FeG
presse@feg.de | 02302 – 937-33

FeG-Gottesdienste im Livestream | Stand 29. März 2020

FeG-Ostergottesdienst am 12. April 2020 per Livestream

  • Wir führen als Bund FeG am Sonntag, dem 12. April 2020, einen Ostergottesdienst per Livestream durch, in den Ihr Euch mit Euren Gemeinden einklinken könnt. Herzliche Einladung dazu!
  • Bitte beachtet das in Euren Planungen. Weitere Infos dazu folgen.

Vernetzte Livestreams

  • FeG im Hinterland und Wittgenstein: 14 Gemeinden bündeln ihre Ressourcen und Kräfte. Die Gemeinden im Hinterland bieten auf einer gemeinsamen Webseite einen Online-Gottesdienst an, wo alle dran beteiligt sind. | feg-im-hinterland.de
  • Die FeG Ludwigsburg bietet zusammen mit den an der Evangelische Allianz Ludwigsburg beteiligten Gemeinden einen Livestream an | Sonntag 10:30 | Livestream YouTube >>YouTube-Kanal FeG >>

Fremdsprachige Livestreams

Material und Tipps zum Kindergottesdienst

Livestream-Gottesdienste von Ortsgemeinden

HINWEIS: Eine Auflistung von Online-Gottesdiensten gibt es auf der-Leiterblog.
ERGÄNZUNGEN: Wenn eine FeG hier noch nicht aufgeführt ist, bitte melden unter presse@feg.de.

  • Bitte stellt Euren Videokanälen das Kürzel „FeG“ voran, damit ihr von anderen FeGs und virtuellen Besuchern schneller gefunden werdet, z.B. „FeG Gemeindeort | Freie evangelische Gemeinde“. Vermeidet bitte Abkürzungen.

Rechteverletzungen bei Livestreams oder Aufzeichnungen?

  • Sollten evtl. Rechte Dritter in den Livestreams oder Aufzeichnungen verletzt werden und ggf. Ansprüche daraus entstehen, wenden Sie sich bitten direkt an:
  • Artur Wiebe | Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR | Goltenkamp 4 | 58452 Witten | presse@feg.de | 02302 – 937-33

Zur aktuellen Situation | Stand 31. März 2020

Alternative Treffen einüben

In der aktuellen Pandemiesituation durch das „Coronavirus“ (SARS-CoV-2) sind Zusammenkünfte generell untersagt. Sie betreffen auch unsere sonntäglichen Gottesdienste und Veranstaltungen.

Luther hatte seine Hauspostille, wir holen den Gottesdienst per Livestream nach Hause. Martin Luthers Hauspostille hatte ab 1521 mit den Lesepredigten eine enorm große Verbreitung im protestantischen Raum. Wir haben heute weit mehr technische Möglichkeiten, die wir aktiv angehen und nutzen sollten. Wenn also aus gesundheitlichen Gründen Ansammlungen von Menschen vor Ort behördlich untersagt werden, können andere gottesdienstliche Treffen in Betracht kommen. Ich möchte ausdrücklich Mut dazu machen, dass jede Gemeindeleitung und jede/r Pastorin oder Pastor sich vor Ort für die Gemeinde intensiv auf die alternative Szenarien vorbereitet.

  • Hausgruppen: Hausgottesdienste in der Familie feiern. Die Pastorin oder der Pastor könnte dafür einen Ablauf, eine Liturgie oder Vorlesepredigt mit Hinweisen oder Fragen vorbereiten und sie per Mail oder zum Download zur Verfügung stellen.
  • Technische Hilfsmittel: Livestream nutzen, Predigt per Audio oder Video aufnehmen und herumschicken oder zum Download anbieten.
  • Virtuelle Lösungen: Gottesdienst oder Hauskreis per Chat oder Video-Konferenz ausprobieren.

Eingeschränkte Kontaktfreiheit

Einige Bundesländer haben Ausgangsbeschränkungen und die Bundesregierung hat ein Kontaktverbot am 22. März 2020 erlassen, die auch die Aufzeichnung von Livestream-Gottesdiensten durch eine Gruppe von Menschen berühren. Das gilt bis mindestens 20. April 2020.

Folgende Regeln sind zu beachten:

  1. Soziale Kontakte sind außerhalb des Hausstandes auf ein Minimum zu reduzieren.
  2. In der Öffentlichkeit: Abstand zu Personen von min. 1,5 Meter – besser 2 Meter einhalten.
  3. Öffentlicher Aufenthalt ist „nur alleine, mit einer nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet.“
  4. „Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiterhin möglich.“
  5. Öffentliche oder private Gruppen feiernder Menschen sind inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen werden überwacht und sanktioniert.
  6. Gastronomien sind zu schließen – Lieferungen und Mitnahme von Speisen für Zuhause sind weiterhin möglich.
  7. Dienstleistungsbetriebe im Bereiche der Körperpflege sind geschlossen. Medizinische Behandlung sind weiter möglich.
  8. Betriebe mit Publikumsverkehr sollen die Hygienemaßnahmen beachten und praktizieren.
  9. Maßnahmen haben eine Geltung von mindestens zwei Wochen (5. April 2020 – verlängert bis 20. April).

Kontakteinschränkung | Einschätzung Bund FeG | Stand: 31. März 2020

Eine Gesamtlösung für den Bund FeG ist deutschlandweit nicht möglich, da die Umsetzung des Kontaktverbotes Sache der Bundesländer und der örtlichen Gesundheitsbehörden ist. Wir müssten sonst alle entsprechende Stellen kontaktieren.

Folgende Hinweise bitte beachten

  • Für Hauptamtliche ist das Live-Streaming weiterhin möglich, da es für sie Teil der beruflichen Tätigkeit ist.
  • Ehrenamtliche bedürfen für die Aufnahme evtl. eine Ausnahmegenehmigung, wenn sie nicht zur Familie des/der Hauptamtlichen gehören.
  • Bitte in jedem Fall vor Ort bei den Gesundheitsbehörden nachfragen! Wir sehen da Spielraum, dass ein Treffen zur Aufnahme ggf. möglich ist.
  • Idee: Manche nehmen die Bestandteile des Online-Gottesdienstes vorher auf mit Beachtung der Mindestteilnehmerzahl auf und schneiden sie dann zusammen zum Gesamtgottesdienst, der online gestellt wird.

Luther hatte die Hauspostille, wir holen den Gottesdienst per Livestream nach Hause.

Hinweise für das Livestreamteam | Stand 23. März 2020

  • Kontakt und Sondererlaubnis: Tretet dafür bitte dringend in Kontakt mit den örtlichen Gesundheitsbehörden (Stadt, Kreis, Bundesland) und erwirkt ggf. eine Sondererlaubnis.
    • Baden-Württemberg z. B. hat für solche Fälle und Kasualien eine Erlaubnis zur Verfügung gestellt. | Download >>
    • NRW-Verordnung §11: Bitte örtlich eine Ausnahmegenehmigung erwirken! | Zur Verordnung >>
    • Wer weitere und neuere Infos hat, bitte melden bei presse@feg.de
  • Personen begrenzen: Seht bei der Aufzeichnung zu, dass bei erfolgte Genehmigung, möglichst wenig Personen ohne gesundheitliche Auffälligkeiten und außerhalb der Risikogruppe daran teilnehmen. Und halten den Abstand und die erforderlichen Hygienemaßnahmen der Personen und benutzen Gegenstände sowie Instrumente ein.
  • Personen notieren: Notiert bitte, wenn eine Ausnahmegenehmigung eingeholt wurde, alle Personen, die bei der jeweiligen Aufzeichnung anwesend waren, damit im Falle einer Ansteckung nachvollzogen werden kann, wer mit dabei gewesen ist. | Mustervorlage hier: DOCX | PDF
  • Reserveteam bilden: Gerade bei größeren Gemeinden empfiehlt sich, bei eingeholter Sondergenehmigung ein Reserveteam aus Beteiligten am Livestream, das bei der jeweiligen Aufzeichnung nicht anwesend ist, um bei einer Ansteckung noch handlungsfähig zu sein.
  • Kleinstlösung vorbereiten und benutzen: Für den Fall einer Quarantäne des/der Hauptamtlichen oder einer allgemeinen Ausgangsbeschränkung eine Kleinstlösung für das Setup des Livestreamings vorbereiten, die nur aus Pastor/-in bzw. Prediger/-in und ggf. der Familie besteht.

Rechtliche Fragen | Stand 21. März 2020

Rahmenvertrag mit der GEMA

Wir sind als Bund FeG über die Vereinigung evangelischer Freikirchen (VEF) im Rahmenvertrag mit der GEMA. Dieser deckt die Musik im gottesdienstlichen Geschehen ab. Das git auch für Livestreaming:

  • Gottesdienste, die mit GEMA-Repertoire von Deutschland aus in YouTube eingestellt werden, sind hinsichtlich der der GEMA zustehenden Rechte abgegolten. Dies gilt auch analog auch für Gottesdienstübertragungen auf facebook oder Instagram
  • ACHTUNG: Bei Veröffentlichungen im Internet werden ggf. auch andere Rechte berührt, wie das Recht am Bild in der Power-Point o. ä, z. B. die Zustimmung der gezeigten Personen, bzw. Einblendungen von Fremdbilder oder Clips, die dafür rechtlich geeignet sein müssen, bzw. eine entsprechende Lizenz dafür vorhanden sein muss. Es kann sich für darin enthaltene Werke auch auf das deutsche Zitatrrecht berufen werden, was allerdings in ein Gesamtwerk eingebunden sein (z. B. die Predigt) und durch Quellenangabe deutlich gemacht werden muss.
  • ACHTUNG: Leider gilt das nicht für die eigene Gemeindehomepage (Leider wurde das Veröffentlichen auf der Homepage früher von der GEMA geduldet, aber inzwischen nicht mehr. Hoffentlich wird sich das in Zukunft wieder ändern. Zurückzuführen ist dies sicherlich darauf, dass die Digitalisierung ihren eigenen Zeitplan verfolgt.) Es besteht die Möglichkeit der Einbettung der Videoplattformen auf die Gemeindehomepage.

Streaming und Rundfunklizenz

Wer Inhalte verbreitet, braucht unter Umständen eine Rundfunklizenz. Dafür zuständig sind nach dem Staatsrundfunkvertrag die Medienanstalten der Bundesländer.

Pragmatische gute Neuigkeiten: Die deutschen Medienanstalten ermöglichen nach Absprache bis 19. April 2020 ein vereinfachtes Anzeigeverfahren zur Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Teilhabe während der Zeit der Corona-Krise. Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist angefragt! Infos folgen hier.

  • Pressemeldung dazu vom 20. März 2020 die-medienanstalten.de >>
  • Merkblatt „Information der Medienanstalten zum Live-Streaming von kulturellen oder religiösen Veranstaltungen sowie Bildungs-angeboten während der Zeit des Corona-Epidemieschutzes“ Checkliste zum Livestreaming | Download >>
  • Wir wollen als Bund FEG die Angaben zentral sammeln und weitergeben, damit im Anschluss ein Gesamtlösung für die Bundesgemeinden möglich wird. Bitte tragt hier Eure Livestreaming-Angaben hier in die Umfrage ein. | Zur Umfrage >>

Normalfall für Rundfunklizenz

Die gemeinsame Geschäftstelle des Landesmedienanstalten in Berlin hat eine Checkliste herausgegeben, ab wann man eine Lizenz beantragen und bezahlen muss. Sie kostet zwischen 100 und 10.000 €, die einmalig zu entrichten sind; die Beantragung dauert meist Monate. Nach den derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen handelt es sich beim Livestreaming um Rundfunk, wenn ein Angebot zeitgleich entlang eines Sendeplans verbreitet und journalistisch-redaktionell gestaltet wird. Dafür gelten vier Kriterien für die Beurteilung:

  1. Eine lineare Verbreitung: „Live bedeutet dem Grunde nach, dass der Sender den Beginn einer Sendung bestimmt und nicht der Empfänger, so wie dies beim klassischen Fernsehen der Fall ist. Beginnt eine lineare Sendung beispielsweise um 19.00 Uhr, hat ein Zuschauer, der um 19.20 Uhr zuschaltet, nicht mehr die Möglichkeit die ersten 20 Minuten des Streams nachzuholen.“ (NRW Medienanstalt). Das trifft bei live gestreamten Gottesdiensten zu! Lösung: Gottesdienst nicht live, sondern On-Demand zum anklicken auf die Plattform einstellen.
  2. Mehr als 500 Zuschauer: Das trifft auf frei gestreamte Gottesdienste z. B. auf YouTube zu (um der GEMA gerecht zu werden), weil theoretisch unbegrenzt viele daran teilnehmen können, wenn der Zugang nicht beschränkt ist. Lösung: Einen beschränkten Zugang oder Link einrichten, der auf 500 beschränkt ist.
  3. Redaktionelle Gestaltung: Das ist erfüllt, wenn mehrere Kameras im Einsatz sind, zwischen denen die Regie hin- und herschaltet oder gezoomt wird, oder wenn Kommentare oder Interviews Bestandteil der Aufzeichnung sind. Lösung: Nur eine Kamera nutzen, die feststeht und das Geschehen abfilmt.
  4. Vorliegender Sendeplan oder Regelmäßigkeit: Wer den Gottesdienst regelmäßig streamt, das wiederholt und nicht nur für eine Testphase oder jetzt während der Pandemie streamt, braucht eine Rundfunklizenz. Lösung: Das Streaming des Gottesdienstes nur sporaisch und zu Testzwecken anbieten.

ACHTUNG: Diese Tipps sind nicht rechtsverbindlich und ersetzen nicht die Beratung durch einen Medienanwalt oder die entsprechende behördliche Stelle.

Praxistipps fürs Livestreaming | Stand 21. März 2020

Ausprobieren und Einrichten

  • Probiert das Streaming aus:
    • FeG Server: Bitte nutzt den FeG-Server nicht für Streamings! Das ist rechtlich problematisch und bei Musikinhalten rechtlich verboten. Der FeG-Server bietet nicht die Performance der großen Plattformen und und legt technisch im schlimmsten Fall den Server lahm. Für Videostreaming sind ganz andere Kapazitäten im Rechenzentren nötig als für Webhosting.
    • Legt Euch einen YouTube-Kanal o. ä. und fangt unbedingt mit „FeG“ und dann Eurem Gemeindenamen an, damit andere die FeG auch finden können. Hashtags #FeG #FeGDeutschland helfen auch dabei.
    • Schafft eine entsprechende Infrastruktur (Kamera, Ton, Internetanschluss …) für die heiße Phase der Pandemie. (s. Technische Tipps zum Livestreaming)
    • Holt euch Unterstützung von medienaffinen Leuten aus der Gemeinde.

Hauptamtliche und Gottesdienstleitende

  • Denkt an die „Videopredigt“ während der Ausbildung 😉
  • Sorgt für eine gute Ausleuchtung, guten Ton und eine gute Präsenz und Sprache vor der Kamera
  • Bitte das Reden vor der Kamera üben, Teile aufnehmen und mit anderen zusammen kritisch sichten.
  • Gebraucht nur eine Kamera, die feststeht und streamt den Gottesdienst ohne Zooming oder Schwenken der Kamera. (Ausnahme: bis 19. April 2020 Sonderregelung der Medienanstalten, s.o.)
  • Beachtet die Lösungsoptionen oben und belasst es bei sporadisch Livestreamings, stellt ansonsten die Gottesdienste oder Predigten On-Demand ein.

Technische Tipps zum Livestreaming

Krise als Chance betrachten

Die aktuelle Krise ist eine Chance, unsere Grenzen und Möglichkeiten für das Evangelium von Jesus Christus weiter zu stecken. Bitte macht Gebrauch davon! Weitere Infos und Tipps folgen.

Artur Wiebe
Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit | Pressesprecher
presse@feg.de | presse.feg.de