Durch Katastrophen unterschiedlicher Natur (Klima, Hunger, Flucht, Flut, Erdbeben usw.) werden Menschen ihrer natürlichen Lebensgrundlagen beraubt.
1. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes leisten wir professionell humanitäre Hilfe in Katastrophengebieten mit dem Fokus auf Hilfsgüter, medizinische Ersthilfe und Shelter. Darüber hinaus entwickeln wir nachhaltige Projekte im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“ zum Beispiel durch psychosoziale Hilfen und im Wiederaufbau. Ziel ist immer, die Lebensgrundlagen wieder so herzustellen, dass ein selbständiges Leben aus eigener Kraft wieder möglich wird. Die „FeG Katastrophenhilfe weltweit“ agiert dazu in einem Netzwerk aus internationalen und nationalen Partnern.
2. Die „FeG Katastrophenhilfe weltweit“ ist Teil eines freikirchlichen Netzwerkes Katastrophenhilfe. Es geht uns darum, Gemeinden zu befähigen, in Katastrophenfällen im deutschsprachigen Raum gut koordiniert und organisiert mit ihren Ressourcen helfen zu können.
JOST STAHLSCHMIDT
Leiter FeG Katastrophenhilfe
Bund Freier evangelischer Gemeinden
E-Mail: jost.stahlschmidt@bund.feg.de
Über „Hope Across the Waters – Sri Lanka Response“ engagiert sich die FeG Katastrophenhilfe auf Sri Lanka. Dem Jahrhundertsturm Ditwah fielen mehr als 700 Menschen zum Opfer, mehr als 50.000 Häuser wurden zerstört bzw. schwerstens beschädigt. „Hope Across the Waters – Sri Lanka Response“ ist eine christliche Nothilfe- und Wiederaufbauinitiative, die wirkungsvoll darauf ausgerichtet ist, Gemeinden zu unterstützen, die durch die jüngsten Überschwemmungen und den Zyklon schwer getroffen wurden.
Das Projekt zielt darauf ab, sofortige humanitäre Hilfe bereitzustellen – wie Nahrung, Unterkunft, medizinische Unterstützung und lebenswichtige Güter – und gleichzeitig den langfristigen Wiederaufbau von Häusern, Lebensgrundlagen und der Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften zu fördern. Die FeG Katastrophenhilfe beteiligt sich zunächst mit 20.000 Euro. Damit können zum Beispiel 500 Familien mit der nötigsten Grundausstattung wie z. B. Matratzen, Bettwäsche, Kissen, Decken, Milchpulver, Kochgeschirr usw. ausgestattet werden.
Foto: Pak Mission Society | humedica.de Seit Beginn der Monsunzeit sind in Pakistan schon mehr als 800 Menschen gestorben. Nun müssen die Behörden in der Provinz Punjab wegen drohender Überschwemmungen erneut mehr als 200.000 Bewohner in Sicherheit bringen.
In Pakistan sind nach Wochen des Monsunregens rund 1,4 Millionen Menschen von Fluten betroffen. Das teilte ein Sprecher der Rettungsbehörde mit. Es wird außerdem befürchtet, dass in Punjab, der bevölkerungsreichsten Provinz des Landes, in den kommenden Tagen eine Million Menschen evakuiert werden müssen.
Medizinische Hilfe nach Sturzfluten in Pakistan | Foto: Pak Mission Society | humedica.de
Die FeG Katastrophenhilfe ist auf die Expertise, Kompetenz, auf die Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit anerkannter international operierender Hilfsorganisationen angewiesen, um weltweit Menschen in größter Not helfen zu können. Wesentliche Voraussetzungen sind ein enger Kontakt zu den Leitungen dieser Werke, schlüssige Projekte, ein gutes Berichtswesen und damit ein Höchstmaß an Transparenz gegenüber unseren Spendern.
Seit vielen Jahren ist das bei den christlichen Hilfsorganisationen „humedica e. V.“ und „Habitat for Humanity Deutschland e. V.“ gewährleistet. Mit beiden Organisationen bestehen Kooperationsvereinbarungen.
Die Vision der christlichen Hilfsorganisation Habitat for Humanity ist eine Welt, in der jeder Mensch ein schützendes, solides und würdiges Zuhause hat, das als Basis für ein selbstbestimmtes Leben dienen kann. Um dieser Vision näherzukommen, engagiert sich Habitat for Humanity auf allen Kontinenten: durch Hausbau, Nachrüstungs- und Renovierungsarbeiten, durch Wasser-, Sanitär- und Hygienemaßnahmen, durch Katastrophenhilfe und -vorsorge sowie durch vielfältige Trainings zu Themen wie Bauen, Gesundheit und Wohnrechten.
Zudem setzt sich Habitat for Humanity als Fürsprecher in Politik und Gesellschaft ein und versucht, Märkte und Produkte nachhaltiger und sozialer zu entwickeln. Die internationale Hilfsorganisation bringt Menschen zusammen, um Zuhause zu schaffen, Gemeinschaften zu bilden und aus Hoffnung Realität werden zu lassen.
Seit 2015 ist Habitat for Humanity Deutschland ein starker Partner der FeG Katastrophenhilfe und konnte, dank der FeG-Spenden, seither Tausende Menschen im Bereich Wiederaufbau nach Erdbeben, Tsunamis, Überschwemmungen durch Starkregen, Explosion, und Hungersnöte unterstützen.
Seit 1979 setzt sich die internationale Hilfsorganisation humedica e.V. mit Sitz in Kaufbeuren dafür ein, dass Menschen in Notlagen nicht nur überleben, sondern in ein Leben mit Würde zurückkehren können. Dies gelingt, auch mit Unterstützung von örtlichen Partnern, über die Verbesserung der Lebensbedingungen und über eine gute Gesundheitsversorgung, vor allem in den vergessenen Regionen und Krisen der Welt. Gerade nach Katastrophen leistet humedica Nothilfe, ist aber auch dann für die Menschen da, wenn andere ihre Not nicht mehr im Blick haben.
humedica e.V. ist von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) als dritte deutsche Hilfsorganisation als Emergency Medical Team zertifiziert. Seit vielen Jahren bescheinigt das DZI-Spendensiegel der Hilfsorganisation einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.
Seit über 20 Jahren unterstützt die FeG Katastrophenhilfe humedica e.V. bei ihren Einsätzen in Katastrophengebieten wie auch in längerfristigen nachhaltigen Projekten.
Die Allianz-Mission ist ein weltweit tätiges christliches Missionswerk mit Arbeitszweigen in 40 Ländern.
Sie wurde 1889 als unabhängiges und überkonfessionelles Missionswerk gegründet. Seit 1960 ist sie die Auslandsmission der Freien evangelischen Gemeinden (FeG) und darüberhinaus mit zahlreichen anderen Gemeinden und Gemeinschaften verbunden. Die Arbeit wird fast ausschließlich durch Spenden finanziert. Zurzeit haben wir 215 Mitarbeitende und 325 einheimische Mitarbeitende in 30 Ländern. Der Sitz der Allianz-Mission ist in Dietzhölztal-Ewersbach (Mittelhessen).
Seit 2025 gehört auch die FeG Auslandshilfe zur Allianz-Mission e. V.
Die FeG Katastrophenhilfe kooperiert gelegentlich mit der Allianz-Mission, um Menschen in Not nachhaltig zu helfen.
Foto: Nick Tsybenko | Unsplash.com Der Winter naht für die zerstörte Ukraine. Habitat für Humanity Deutschland, deren Kooperationspartner die FeG Auslands- und Katastrophenhilfe ist, möchte dort in drei Schritten helfen.
Region Kiew, Charkiw, Odessa:
Die Bedarfsermittlung von Habitat for Humanity für Unterkünfte in ländlichen Gebieten der Region Kiew hat ergeben, dass Tausende von Häusern reparaturbedürftig sind. Habitat for Humanity wird sich mit lokalen Partnern auf leichte und mittlere Schäden konzentrieren. Die Kosten für die Reparaturen werden, auf 2.500 EUR bis 4.000 EUR pro Haus geschätzt. Dieser Bedarf ist besonders dringend, da sich der Winter nähert. Habitat for Humanity ist mit Partnern in der Region Kiew, Charkiw und Odessa tätig und plant bis zu 1000 Häuser bis ins Frühjahr und darüber hinaus zu reparieren.
Ein Partner ist die Odessa Housing Union, mit der Habitat for Humanity eine langjährige Beziehung unterhält. Habitat for Humanity nutzt seine bestehende Arbeit im Rahmen des EU-COMACT-Projekts und wird die Odessa Housing Union (OHU) direkt bei der energieeffizienten Modernisierung von Mehrfamilienhäusern unterstützen. Unterstützt wird die Modernisierung des bestehenden Heizsystems zu einem wettergeregelten Heizsystem, unterstützt durch die Isolierung von Rohrleitungen. Das Heizsystem wird den Energieverbrauch um 25-30% senken. Die einzelnen Wohnungsbaugemeinschaften werden die Keller in diesen Mehrfamilienhäusern modernisieren und aufrüsten, um Luftschutzkeller bei Bombenangriffen zu haben. Zu den Verbesserungen, die das OHU priorisiert hat, gehören die Isolierung von Decken, der Austausch von Lampen durch energieeffiziente, die Abdichtung gegen Nässe, die Installation individueller Endgeräte zur Fernwärmeregulierung mit Wetterregelung, die Isolierung von Rohrleitungen des Zentralheizungssystems und die Luftaustauschregelung.
Habitat for Humanity und Partner werden die Reparatur kleiner Infrastrukturen auf Gemeindeebene unterstützen, wo auch die Hausreparaturen durchgeführt werden. Der Umfang der Sanierung kann sowohl die Reparatur von Sachschäden als auch die Bereitstellung von Geräten zur Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Räume umfassen. Die Kosten für jede Infrastrukturreparatur werden vorläufig auf 30.000 USD geschätzt. Die Partner werden einen schnellen partizipativen Prozess mit Anwohnern, Behörden und lokalen Organisationen durchführen, um wichtige kommunale Infrastrukturen wie einen Kindergarten, einen Markt, einen offenen öffentlichen Raum oder Gemeindezentren zu identifizieren, die aufgrund des Krieges beschädigt wurden. Nach der Identifizierung des Raums, einer detaillierten technischen Bewertung auf Grundlage der Präferenz der Gemeinde und einer Marktbewertung, wählen die Partner entweder einen Auftragnehmer aus oder gewähren der Gemeinde einen Zuschuss, um die Reparaturen selbst zu verwalten. Die geschieht entweder durch eine lokale Organisation oder lokale Behörden. In beiden Fällen bietet Habitat for Humanity technische Unterstützung und Aufsicht, um sicherzustellen, dass qualitativ hochwertige Reparaturarbeiten durchgeführt und der Gemeinschaftsraum saniert wird.
Habitat for Humanity wird in dieser ersten Phase der Überwinterung auf das Wissen und der Expertise lokaler Akteure aufbauen. In den nächsten Schritten wird Habitat for Humanity die Expertise im Bausektor an Kommunen und lokale Organisationen weitergeben und als Berater fungieren, um den Shelter-Sektor in der Ukraine strukturell voranzubringen. Habitat for Humanity engagiert sich aktiv in zahlreichen Dialogen über den Wiederaufbau der Ukraine, darunter u.a. im UN Economic Council of Europe (UNECE), dem UN Shelter Cluster sowie dem Ukraine Support Council.
Planung leichte und mittlere Reparaturen von 2.500 EUR – 4.000 EUR.
Habitat for Humanity Deutschland e.V.
Kooperationspartner der FeG Katastrophenhilfe
FeG Katastrophenhilfe | spenden.feg.de
Die FeG Auslandshilfe bringt seit Jahren Hilfspakete in die Länder Ostereuropas. Sie sind anhand einer Packliste eine einfache und effektive Hilfe für notleidende Menschen: eine Zeichen der Liebe Gottes. Im Rahmen der FeG-Ukrainehilfe unterstützt die FeG Katastrophenhilfe die FeG Auslandshilfe beim Transport finanziell. Gerne könnt auch ihr Pakete mitpacken, als Einzelperson, Gemeinde oder Gruppe.
Angesichts der kriegerischen Auseinandersetzung beten wir für Frieden, für die Kirche und den örtlichen Bund Freier evangelischer Gemeinden, der mit uns in der IFFEC verbunden ist. Wir bitten um Weisheit und Mut für die Kirche, dass sie in dieser unsicheren Zeit Zeugnis und Licht für Christus ist.
FeG-Gesprächskreis für soziale Fragen (FeG GsF | gsf.feg.de): Die aktuelle politische Lage in Europa fordert auch Christinnen und Christen neu dazu heraus, über das Thema „Frieden“ nachzudenken und zu beten. Wir laden dazu ein, die Thesen betend zu lesen und deshalb haben wir jeweils ein kurzes Gebet vorangestellt.
Herr der Welt, wie oft haben wir dich um Frieden gebeten,
und es kommen immer wieder neue Konflikte.
Herr der Welt, erbarme dich über uns
Und über unsere friedlose Welt!
Herr der Welt, mache uns zu einem Werkzeug deines Friedens. Amen.
Die FeG Katastrophenhilfe setzt sich für Flüchtlinge aus der Ukraine ein! Sie nimmt Spenden für die Ukraine entgegen, die Geflüchteten, oder zu einem späteren Zeitpunkt dem Wiederaufbau zugutekommen werden.
Vielen Dank für eure Spende!
CHRISTSEIN HEUTE ist die Zeitschrift für Freie evangelische Gemeinden, die im Mai 2022 speziell über die FeG-Ukrainehilfe informiert hat. Eine Vorschau der Ausgabe findet sich unten.
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