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Leidenschaftlicher Quellenforscher und historische Spürnase

Neviandtpreis 2017 an Dr. Wolfgang Dietrich (links) am Tag der FeG-Geschichte in Lüdenscheid verliehen

Im Rahmen des Tages der FeG-Geschichte wurde am 14. Mai in der FeG Lüdenscheid der Neviandt-Preis 2017 an Dr. Wolfgang Dietrich (FeG Unna) verliehen. Hartmut Weyel (FeG Brühl) hob in seiner Laudatio die Leistung des Preisträgers „als leidenschaftlicher Quellenforscher und als historische Spürnase“ hervor. Wolfgang Dietrich gehörte 1985 zu den Initiatoren des Historischen Arbeitskreises des SCM Bundes-Verlags und des Bundes FeG. Ziel des Arbeitskreises ist es, historische Quellen und theologische Zusammenhänge einem möglichst breiten Publikum in der Gegenwart zu vermitteln. Im Zuge dieser Aufgabenstellung begründete Dietrich die Reihe „Geschichte und Theologie der Freien evangelischen Gemeinden“ (GuTh), die er mit der Herausgabe der zwei Bände „Ein Act des Gewissens“ startete. Dass der Preisträger gerne „liest, schreibt und hört“, führte zu zahlreichen weiteren Veröffentlichungen zur Geschichte der Freien evangelischen Gemeinden. Bemerkenswert sind die jeweiligen umfangreichen Fußnoten, Anhänge, Register und Literaturverzeichnisse.

Seine beiden neuesten Werke präsentieren Beiträge zur 150-jährigen Geschichte der FeG Lüdenscheid, aus der er ursprünglich stammt, sowie zur „sauerländischen Erweckungsbewegung“, die hier erstmals fachkundig dargestellt wird.

Erweckung im Sauerland

In seinem Festvortrag zur sauerländischen Erweckungsbewegung ging Pfarrer Dr. Friedhelm Groth (Iserlohn) auf die Ursprünge der FeG Lüdenscheid ein. Sie gehen zurück auf zwei Bauern, Peter Wilhelm Sonnenhol (1825-1911) und Peter Wilhelm Kaiser (1827-1908). Auf ihren Bauernhöfen, dem Beckerhof und dem Hof in Werkshagen, fanden jahrzehntelang „erweckliche“ Versammlungen statt. Zu den jährlichen Pfingst- und Erntedankfesten kamen in den Jahren von ca. 1880 bis 1890 rund 500 bis 700 Menschen. Aus diesem „Ur-Hauskreis“, entstand 1865 die etwa zehn Kilometer entfernt gelegene Freie evangelische Gemeinde in Lüdenscheid.<s> </s>

Festgottesdienst am Vormittag

Altpräses Peter Strauch predigte vor rund 250 Gästen über „Christus für mich, Christus in mir – Rechtfertigung und Heiligung im Leben des Christen und der Gemeinde“. Das „Christus in mir“ beschreibe die „dichteste existenzielle Einheit eines Menschen mit Jesus Christus“. Peter Strauch mahnte: „Alles, was selbst die größte Gemeinde auf die Beine stellt, ist ohne Jesus Christus absolut wertlos.“ Er erinnerte daran, dass die FeG-Gründerpersönlichkeit Hermann Heinrich Grafe einmal in Werkshagen übernachtete, auf dem Fußweg nach Lüdenscheid die Sonne aufgehen sah und dabei ausrief: „Lüdenscheid für den Herrn! Das ist die Evangeliumssonne von Lüdenscheid!“

Dietrich Ebeling

 

Der Neviandt-Preis

Der Preis ist nach dem Theologen Heinrich Neviandt (1827-1901) benannt, dem Prediger der ersten FeG in Elberfeld-Barmen und maßgeblichen Mitbegründer des Bundes FeG im Jahr 1874. Mit seinen „Erinnerungen an Hermann Heinrich Grafe“ (1818-1869) hatte Neviandt die Grundlage zur FeG-Geschichtsschreibung gelegt. Mit dem Preis wurden bisher für ihre Verdienste um die FeG-Geschichte ausgezeichnet: August Jung (2008), Gerhard Hörster (2009), Hartmut Weyel (2011), Prof. Dr. Wolfgang Heinrichs (2013) und FeG-Altpräses Peter Strauch DD (2015).

Foto: Initiates file downloadDer Preisträger Dr. Wolfgang Dietrich (links) mit Hartmut Weyel