Kleiner Ort mit Riesenwirkung
Dietzhölztal wird Hochschulgemeinde
Dietzhölztal-Ewersbach | Ein historischer Moment für eine kleine hessische Gemeinde mit 5500 Einwohnerinnen und Einwohnern: Dietzhölztal trägt ab dem 20. März 2026 offiziell den Titel „Hochschulgemeinde“. Im Kronberg-Forum der Theologischen Hochschule Ewersbach verlieh der Hessischer Minister des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz, Herr Staatsminister Prof. Dr. Roman Poseck die Zusatzbezeichnung – und würdigte damit eine Entwicklung, die über ein Jahrzehnt gewachsen ist.
„Diese Auszeichnung ist alles andere als selbstverständlich“, betonte Poseck vor Gästen aus Politik, Kirche und Gesellschaft. Von 421 Kommunen in Hessen tragen nur 66 eine solche Zusatzbezeichnung. Dietzhölztal habe sich diese Anerkennung durch seine besondere Prägung verdient: „Die Theologische Hochschule und das Nationale Automuseum machen den Ort weit über die Region hinaus bekannt.“
Gemeinschaftsleistung über Jahre hinweg
Bürgermeister Andreas Thomas, blickte in seiner Ansprache auf den langen Weg zurück: „Rektor Andreas Heiser hat uns über zehn Jahre immer wieder erinnert – und nicht lockergelassen.“ Erst durch neue Impulse, etwa den Hochschulcampus des Automuseums in Kooperation mit der Hochschule Nürtingen-Geislingen, sei entscheidende Bewegung in den Prozess gekommen. Thomas würdigte besonders das Engagement vieler Beteiligter: „Das ist eine echte Gemeinschaftsleistung.“
Auch Prof. Dr. Andreas Heiser, Rektor der Theologischen Hochschule Ewersbach, zeigte sich bewegt. Die Hochschule sei tief im Ort verwurzelt: „Viele unserer Studierenden leben hier, engagieren sich in Vereinen, bei der Feuerwehr oder im Gemeindeleben.“ Zugleich zeichnete er den Bogen der theologischen Ausbildungsstätte des Bundes Freier evangelischer Gemeinden nach – von der Gründung in Wuppertal-Vohwinkel 1912 nach Ewersbach 1946 bis hin zur modernen Hochschule mit Hybrid-Lehre und internationaler Perspektive. Sein Fazit: „Dietzhölztal ist ein kleiner Ort mit Riesenwirkung.“
Bildungsort für Hand und Herz
Dass Bildung hier ganzheitlich gedacht wird, unterstrich Unternehmer Prof. Dr. Friedhelm Loh. Er ist nicht nur Förderer der Theologischen Hochschule Ewersbach, sondern Teil und Unterstützer der gesamten FeG-Familie. Er bringt mit dem Nationalen Automuseum seine automobile Leidenschaft mit Bildungsarbeit öffentlich sichtbar in Verbindung. Neben technischer Ausbildung gehe es immer auch um Persönlichkeitsbildung und Sinnfragen: „Wir bilden Menschen für das Leben aus – und auch für das, was darüber hinausgeht.“ Mit dem Automuseum und dem „Hochschulcampus Nationales Automuseum der Fakultät Wirtschaft und Recht der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen“ entstehe zudem ein neuer Bildungsort, der Technik, Geschichte und Zukunft verbinde.
Henrik Otto, Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, betonte die geistliche Dimension: „Bildungsarbeit ohne Bezug zu den Menschen ist wie ein Lauf ohne Ziel.“ Die Verbindung von Hochschule, Gemeinde und Glauben mache den besonderen Reichtum des Ortes aus. Das Ortsschild „Hochschulgemeinde“ sei nun für die Studentinnen und Studenten eine stete Erinnerung daran, dass die kleine Gemeinde am Rand des Hessenlandes Wohnort und Auftrag ist. Und für die Bewohnerinnen und Bewohner sei die Theologische Hochschule ebenso ein präsenter Hinweis dafür, dass es mehr gibt: „Ein Gott der einen sieht: Das ist eine richtig gute Nachricht. Wenn die über ein Ortsschild transportiert wird, dann ist mir das recht!“
Die enge Verzahnung zwischen Kommune und Hochschule wurde von allen Rednern als Schlüssel zum Erfolg hervorgehoben. Poseck brachte es auf den Punkt: „Hochschule und Gemeinde gehören hier untrennbar zusammen.“
Kein Schlusspunkt, sondern Auftrag
Mit der feierlichen Enthüllung des neuen Ortsschilds „Hochschulgemeinde Dietzhölztal“ wurde dieser Anspruch sichtbar gemacht. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von den regionalen Künstlern Jördis Tielsch und Peter Schneider mit Gesang, Gitarre und Violine, bevor die Gäste den Festakt bei Gesprächen im Foyer ausklingen ließen.
Die Auszeichnung markiert dabei keinen Schlusspunkt, sondern einen Auftrag. „Die Verbindung lebendig zu halten und weiter zu gestalten – das ist unsere gemeinsame Aufgabe“, sagte Heiser. Dietzhölztal zeigt: Auch ein Ort mit rund 5.500 Einwohnerinnen und Einwohnern kann zu einem Zentrum für Bildung, Begegnung und Inspiration werden.
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Artur Wiebe | Redaktionsleiter
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