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Dezember 21, 2022 | Aktuell Allgemein CHRISTSEIN HEUTE Gemeindeleben Gemeinden Newsletter Presse

Gottes Sehen zählt | CHRISTSEIN HEUTE 01/2023

„Fritz hat ausdrücklich darum gebeten, dass kein besonderer Nachruf über seinen Heimgang in CHRISTSEIN HEUTE heute erscheinen soll. Für seinen Dienst soll Gott allein die Ehre gebühren. Soli deo Gloria!“ Diesen Wunsch des am 3. Dezember 2022 heimgegangenen missionarischen Pastor und Gemeindegründer Fritz Weidemann schrieb uns seine Ehefrau Marie-Luise. „Hochachtung!“, dachte ich, als die E-Mail eintraf, und verknüpfe dieses Lebensfazit „Allein Gott die Ehre“ gern mit dieser Ausgabe zur Jahreslosung 2023: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ (1. Mose 16,13 | LU).

Sehnsuchtslöcher, die verblenden

Wenn ich mir den Kontext der Jahreslosung anschaue, entdecke ich lauter Menschen, die durch unerfüllte Sehnsüchte motiviert sind: Abra(h)am wartete lange auf die Erfüllung der Zusagen Gottes, dass er ihm ein Land zeigen würde und ihn durch Nachkommen zu einem großen Volk machen würde (1. Mose 12,2–3.7 | 13,15–16 | 15,1–6). Seine Frau Sara(i) litt unter ihrer Kinderlosigkeit und wählte eine menschliche Abkürzung über die Leihmutter Hagar (1. Mose 16,1–2). Ihre Magd Hagar hielt die daraus entstandenen Demütigungen nicht aus und machte sich aus dem Staub (1. Mose 16,6).

Unerfüllte Sehnsuchtslöcher vernebeln oft den realistischen Blick auf uns selbst: den Wert vor Gott und den Menschen. Zwischen Menschen führen sie in die Vergleichsfalle, sorgen für Neid und Konkurrenz. Nicht zuletzt schwächen sie auch das Vertrauen auf die Verheißungen Gottes: Statt still zu warten (vgl. Psalm 37,7) wählen wir menschliche Umwege.

Um Aufmerksamkeit heischen

Zu welchen Höchstleistungen diese ungefüllten Biografie-Löcher antreiben, sehen wir auf den analogen und digitalen Laufstegen dieser Welt: Menschen trumpfen auf, stellen sich dar, polarisieren und suchen das kurzfristige Rampenlicht.

Leider ist das im menschenzentrierten Gemeindeumfeld nicht anders: da zählen Positionen, Titel, Gemeindegröße, Statussymbole und Applaus in digitalen Klickzahlen. Die Kehrseite schillert nicht weniger durch, welche sich die Anerkennung durch allzu unterwürfige Demut, spektakuläre Glaubensdekonstruktion oder Zelebrierung des eigenen Scheiterns versucht zu erheischen. Das Karussell zwischen „Sehen und gesehen werden“ dreht sich weiter und stockt nur kurz, wenn mal wieder jemand aus der Bahn fliegt.

Gott sei Dank sieht sein Geist tiefer. Er schaut gnädig und wahrheitssuchend hinter die Kulissen. Er sieht uns mit den gebrochenen Biografien und Sehnsuchtslöchern. Er will uns stillen und wird nicht müde, uns darauf hinzuweisen, dass wir schon längst von Gott gesehen und erkannt sind – jeden Tag neu. Was für eine erfüllende und heilsame Gnade Gottes!

Aus Jesu Fülle andere sehen

„Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken.“ (Johannes 10,10 | NLB). Jesus Christus zu vertrauen bedeutet, aus der Fülle zu leben: die Identität als Kind Gottes von ihm geschenkt zu bekommen und sich von ihm – und mit Hilfe von ihm begabter und beauftragter Menschen – die Lebenslöcher Stück für Stück füllen zu lassen, anstatt in sich selbst verkrümmt nach Anerkennung im Trüben zu fischen.

So erfüllt durch Gottes Geist werden wir frei, von uns weg zu sehen und diese Welt sowie andere Menschen neu in den Blick zu nehmen. Ich habe den Eindruck, dass Fritz Weidemann aus dieser Fülle Gottes in Jesus Christus gelebt hat. Für solche Vorbilder, die Gottes Ehre ins Schaufenster stellen, bin ich Gott von Herzen dankbar.

Ich wünsche Ihnen von Herzen ein gesegnetes neues Jahr 2023, dass Sie Gottes Sehen erfahren und von seiner Gegenwart erfüllt Menschen sehen, die er Ihnen in diesem Jahre über den Lebensweg schickt.

ARTUR WIEBE | Redaktionsleiter von CHRISTSEIN HEUTE | christsein-heute.de

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