19. Oktober 2021 | Aktuell Allgemein FeG Jugend FeG-Geschäftsführung FeG-Präses Gemeindeleben Gemeinden Presse

FeG GF BL | Zum Buch „glauben | lieben | hoffen“

Geschäftsführende Bundesleitung

Zum Buch „glauben | lieben | hoffen“

Das Buch „glauben | lieben | hoffen“ beschäftigt viele Menschen und Gemeinden im Bund Freier evangelischer Gemeinden. Uns erreichen Anfragen, kritische Rückfragen, natürlich mit unterschiedlicher Gewichtung, verschiedenen Erwartungen und auch unterschiedlichen Interpretationen des Buches selbst.

Ansgar Hörsting hat als Präses des Bundes im Rahmen seines „Wort des Präses“ beim Bundestag (am 25. September 2021) in Ewersbach Stellung bezogen. Dabei ist er bewusst nicht auf einzelne Artikel oder Formulierungen eingegangen, weil da nicht der Platz dafür war. Sein Statement lautete:

„Das Buch (‚glauben | lieben | hoffen‘) enthält Artikel, die dem widersprechen, was wir als Bundesleitung vertreten und, was wichtiger ist, dem Neuen Testament widersprechen – nach meiner Sicht der Dinge. Vor allem und besonders schmerzhaft da, wo es um Jesus Christus geht und die Sühnebedeutung und somit die Wirksamkeit und Einzigartigkeit des Todes Jesu Christi. Andere Formulierungen im Buch sind unglücklich, manche befremdlich oder auch einfach falsch.

Die Mitherausgeber Andreas Schlüter und Johannes Krupinski haben am 17. September 2021 eine Stellungnahme dazu veröffentlicht, weil erste Reaktionen ein Nachdenken in Gang gesetzt haben. Die Stellungnahme ist auf der Homepage des Bundes FeG zu finden, und wir haben ausgedruckte Exemplare hier im Bundestag dabei.

Darin verdeutlichen sie unter anderem,

  1. dass der Charakter des Buches missverständlich ist, weil er zwischen Katechismus und Diskussionsbeitrag pendelt;
  2. dass im Lauf eines jahrelangen Prozesses falsche Kompromisse eingegangen wurden. Deswegen haben sie sich von einzelnen Inhalten distanziert.

Wir wollen als Bund FeG theologisch eindeutige Signale senden und denken, dass das Buch dazu nicht dient. Wir bitten zugleich um faire Diskussionen, denn es finden sich auch sehr gute Artikel in dem Buch und nicht jede Kritik daran trifft die Sache selbst. Der Inhalt der Diskussion ist wichtig. Die Art der Diskussion auch.

Das alles können wir auch als Übungsfeld betrachten, um gut zu streiten. Genau dazu soll ja auch der Gesprächsprozess ‚Geistliche Gemeinschaft für mehr lebendige Gemeinden‘ dienen, den die Bundesleitung in diesem Jahr in Gang gesetzt hat. Etliche Pastorenkreise, Kreisräte und Gremien haben inzwischen daran teilgenommen. Es braucht solche Plattformen, um Inhalte zu klären und Vertrauen aufzubauen. Und ich denke, das werden wir auch schaffen.“

Schon vorher hatten die Mitherausgeber vom Teen- und Jugendarbeitsbereich, Andreas Schlüter und Johannes Krupinski nach lauter werdender Kritik mit einer selbstkritischen Stellungnahme reagiert:

„Stellungnahme zu Reaktionen auf das Buch ‚glauben | lieben | hoffen‘

Mitte Juli 2021 ist das Buch „glauben | lieben | hoffen“ im SCM R.Brockhaus Verlag erschienen. Die Sammlung von 103 Fragen und Antworten soll ausdrücklich nicht als freikirchlicher Katechismus verstanden werden, sondern jungen Menschen dabei helfen, ihre theologische Meinung zu bilden.

Kein freikirchlicher Katechismus

Wir müssen jedoch feststellen, dass das Buch durch den Klappentext und Aufriss als Glaubenslehre wahrgenommen und gelesen wird. Dieses Missverständnis tut uns leid. Die Einführung beschreibt das Anliegen: ‚Wir verbinden mit diesem Buch den Wunsch, dass alle, die es lesen, in ihrem Glauben gestärkt, zum Lieben ermutigt und in der Hoffnung gefestigt werden! Gleichzeitig soll das Buch auch herausfordern, eigene Antworten auf Glaubensfragen zu formulieren. Die Argumentationsgänge der einzelnen Texte erhalten viele Überlegungen, an die man sich dabei anlehnen oder denen man auch widersprechen kann. Beides ist für die Entwicklung eines eigenen Glaubens notwendig. Man kann das Buch daher auch als Orientierungshilfe im Glauben bezeichnen. […] Anders als ‚Katechismen‘, die oft normativ und verbindlich verstanden werden, will es eine Orientierungshilfe im Glauben und Leben geben und die Meinungsbildung in Glaubensfragen unterstützen.‘[1]

 ‚glauben | lieben | hoffen‘ ist während mehrerer Jahre in einem aufwendigen Abstimmungsprozess des Gemeindejugendwerkes (GJW) des Bundes Evangelisch freikirchlichen Gemeinden in Elstal und der Jugendarbeit des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR entstanden. Der Wunsch, als Jugendverbände etwas gemeinsam zu gestalten, war groß. In dem Entstehungsprozess haben wir festgestellt, dass wir theologisch unterschiedlich denken. Wir haben Texte diskutiert, sind Kompromisse eingegangen und haben uns auf den oben beschriebenen Weg geeinigt.

Liebe zum Wort Gottes

Die Herausgeber und alle Autoren von ‚glauben | lieben | hoffen‘ verbindet ‚die Liebe zur Bibel, dem Wort Gottes, der Heiligen Schrift. Es ist uns wichtig, diese Gemeinsamkeit zu betonen, denn auf dieser Grundlage kann es zu unterschiedlichen Auslegungen und Interpretationen der Bibel kommen. Das ist den Texten anzumerken und auch der Grund, weshalb unter jedem Artikel der Name des jeweiligen Autors bzw. der jeweiligen Autorin zu finden ist.‘[2] Unser Anliegen mit diesem Buch war und ist, jungen Menschen dabei zu helfen, Antworten auf ihre Fragen zu finden und sie sprachfähiger in Bezug auf ihr geistliches Leben zu machen.

Fehleinschätzung unterlegen

Leider müssen wir als Herausgeber der FeG Jugend feststellen, dass viele gute und hilfreiche Inhalte durch einige strittige Artikel überdeckt und nicht wahrgenommen werden. Unsere Hoffnung, dass differenzierte und teils auch widersprüchliche theologische Meinungen in einem Werk nebeneinanderstehen bleiben können – bzw. durch weitere Artikel ergänzt werden –, hat sich als nicht haltbarer Kompromiss erwiesen. Aus heutiger Sicht müssen wir feststellen, dass die theologischen Positionen doch zu weit auseinanderliegen. Unser Versuch, mit unterschiedlichen theologischen Ansätzen ein gemeinsames Buch zu verfassen, hat nicht funktioniert: Hier sind wir einer Fehleinschätzung unterlegen. Dennoch meinen wir, dass vor allem die Artikel unserer FeG- Autoren einen wichtigen und guten Beitrag zur Glaubens- und Meinungsbildung beitragen.

Insbesondere zu dem Verständnis der Sühnethematik verweisen wir auf die Stellungnahmen und Grundlagentexte der FeG-Bundesleitung zum Schriftverständnis und Verständnis des Evangeliums. | verlautbarungen.feg.de

Andreas Schlüter | FeG-Bundessekretär Junge Generation | junge-generation.feg.de

Johannes Krupinski | Referent Teenager | jugend.feg.de“

Beim Bundestag am 25. September 2021 hat Andreas Schlüter noch einmal auf diese Stellungnahme verwiesen und für die Verunsicherung, die das Buch bei einigen ausgelöst hat und den dadurch entstandenen Vertrauensverlust um Vergebung gebeten.

Als Geschäftsführende Bundesleitung verweisen wir auf die in den letzten Jahren veröffentlichten Stellungnahmen zum Evangeliumsverständnis und zum Schriftverständnis. | verlautbarungen.feg.de

Für die Geschäftsführende Bundesleitung, Ansgar Hörsting | Präses

 

[1] Hamp, Krupinski, Schlüter, Werner (Hrsg.), glauben | lieben | hoffen, SCM Brockhaus 2021, S. 10-11.

[2] Ebenda, S. 11.

Downloads

  • GF BL | Zum Buch „glauben | lieben | hoffen“ | PDF
  • FeG Jugend | Stellungnahme zu Reaktionen auf das Buch „glauben | lieben | hoffen“ | PDF

Kontakt Pressestelle

  • Artur Wiebe | Referent für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit | Pressesprecher
  • Goltenkamp 4 | 58452 Witten
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  • presse@feg.de | feg.de | presse.feg.de

Meldung vom 19. September 2021

FeG Jugend | Stellungnahme zu Reaktionen auf das Buch „glauben | lieben | hoffen“

Mitte Juli 2021 ist das Buch „glauben | lieben | hoffen“ im SCM R.Brockhaus Verlag erschienen. Die Sammlung von 103 Fragen und Antworten soll ausdrücklich nicht als freikirchlicher Katechismus verstanden werden, sondern jungen Menschen dabei helfen, ihre theologische Meinung zu bilden.

Kein freikirchlicher Katechismus

Wir müssen jedoch feststellen, dass das Buch durch den Klappentext und Aufriss als Glaubenslehre wahrgenommen und gelesen wird. Dieses Missverständnis tut uns leid. Die Einführung beschreibt das Anliegen: „Wir verbinden mit diesem Buch den Wunsch, dass alle, die es lesen, in ihrem Glauben gestärkt, zum Lieben ermutigt und in der Hoffnung gefestigt werden! Gleichzeitig soll das Buch auch herausfordern, eigene Antworten auf Glaubensfragen zu formulieren. Die Argumentationsgänge der einzelnen Texte erhalten viele Überlegungen, an die man sich dabei anlehnen oder denen man auch widersprechen kann. Beides ist für die Entwicklung eines eigenen Glaubens notwendig. Man kann das Buch daher auch als Orientierungshilfe im Glauben bezeichnen. […] Anders als ‚Katechismen‘, die oft normativ und verbindlich verstanden werden, will es eine Orientierungshilfe im Glauben und Leben geben und die Meinungsbildung in Glaubensfragen unterstützen.“[1]

„glauben | lieben | hoffen“ ist während mehrerer Jahre in einem aufwendigen Abstimmungsprozess des Gemeindejugendwerkes (GJW) des Bundes Evangelisch freikirchlichen Gemeinden in Elstal und der Jugendarbeit des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR entstanden. Der Wunsch, als Jugendverbände etwas gemeinsam zu gestalten, war groß. In dem Entstehungsprozess haben wir festgestellt, dass wir theologisch unterschiedlich denken. Wir haben Texte diskutiert, sind Kompromisse eingegangen und haben uns auf den oben beschriebenen Weg geeinigt.

Liebe zum Wort Gottes

Die Herausgeber und alle Autoren von „glauben | lieben | hoffen“ verbindet „die Liebe zur Bibel, dem Wort Gottes, der Heiligen Schrift. Es ist uns wichtig, diese Gemeinsamkeit zu betonen, denn auf dieser Grundlage kann es zu unterschiedlichen Auslegungen und Interpretationen der Bibel kommen. Das ist den Texten anzumerken und auch der Grund, weshalb unter jedem Artikel der Name des jeweiligen Autors bzw. der jeweiligen Autorin zu finden ist.“[2] Unser Anliegen mit diesem Buch war und ist, jungen Menschen dabei zu helfen, Antworten auf ihre Fragen zu finden und sie sprachfähiger in Bezug auf ihr geistliches Leben zu machen.

Fehleinschätzung unterlegen

Leider müssen wir als Herausgeber der FeG Jugend feststellen, dass viele gute und hilfreiche Inhalte durch einige strittige Artikel überdeckt und nicht wahrgenommen werden. Unsere Hoffnung, dass differenzierte und teils auch widersprüchliche theologische Meinungen in einem Werk nebeneinanderstehen bleiben können – bzw. durch weitere Artikel ergänzt werden –, hat sich als nicht haltbarer Kompromiss erwiesen. Aus heutiger Sicht müssen wir feststellen, dass die theologischen Positionen doch zu weit auseinanderliegen. Unser Versuch, mit unterschiedlichen theologischen Ansätzen ein gemeinsames Buch zu verfassen, hat nicht funktioniert: Hier sind wir einer Fehleinschätzung unterlegen. Dennoch meinen wir, dass vor allem die Artikel unserer FeG- Autoren einen wichtigen und guten Beitrag zur Glaubens- und Meinungsbildung beitragen.

Insbesondere zu dem Verständnis der Sühnethematik verweisen wir auf die Stellungnahmen und Grundlagentexte der FeG-Bundesleitung zum Schriftverständnis und Verständnis des Evangeliums. | verlautbarungen.feg.de

Andreas Schlüter | FeG-Bundessekretär Junge Generation | junge-generation.feg.de

Johannes Krupinski | Referent Teenager | jugend.feg.de

 

[1] Hamp, Krupinski, Schlüter, Werner (Hrsg.), glauben | lieben | hoffen, SCM Brockhaus 2021, S. 10-11.

[2] Ebenda, S. 11.

 

Download Stellungnahme

  • FeG Jugend | Stellungnahme zu Reaktionen auf das Buch „glauben | lieben | hoffen“ | PDF

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