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August 1, 2022

FeG-Präses | Perspektiven | Hineingezogen in Gottes Sehnsucht

In seinen PERSPEKTIVEN greift Ansgar Hörsting, Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, einen Aspekt aus dem Leben oder ein Thema aus der öffentlichen Diskussion auf.

Hineingezogen in Gottes Sehnsucht

Es ist die Zeit der Urlaubsfotos. Ob mit Kamera oder Smartphone, wir halten gerne die besonderen Momente und Orte fest, die uns im Urlaub begeistern. Ich habe ein Urlaubsbild in meinem Büro in Witten hängen. Vor vier Jahren hatte ich das dringende Bedürfnis, mein Büro umzugestalten. Es stand alles schon seit Jahren am gleichen Platz. Ich brauchte Veränderung.

Sehnsucht nach Weite

So stellte ich Möbel um und gestaltete alles offener und kommunikativer. Eine Wand bekam eine neue Farbe und ich hängte dieses eine Bild daran. Es ist das Bild von zwei Tassen Kaffee auf einem Holztisch vor einem weiten, blauen Meer (s. Seite 26). Ich habe dieses Bild am südlichsten Zipfel von England in Cornwall gemacht. Dort gibt es ein Café, das Susanne und ich nach einer Wanderung aufsuchten. Dieses Bild drückt für mich Sehnsucht aus. Es sagt mir: Da will ich hin! Da ist es gut! Es beinhaltet leckeren Kaffee (ist immer gut), Zeit mit meiner Frau (auch immer gut) und der Ausblick aufs weite Meer, Sinnbild für Ziele, Weite, ferne Welten und Abenteuer.

Ich habe mir dieses Bild ins Büro gehängt. Erstens, weil ich mir immer vor Augen halten will, dass es im Alltagsgewusel wichtig ist, eine Sehnsucht zu haben, etwas, wohin das Herz gezogen wird. Und zweitens, weil ich lernen will, mich danach zu sehnen, wonach Gott sich sehnt. Dies soll meinen Arbeitsalltag durchdringen. Ich will hier also nicht nur „business as usual“ betreiben, will nicht nur „meinen Job“ machen, sondern will mir ständig bewusst sein, dass ich eine Sehnsucht brauche und dass diese Sehnsucht – wenn es irgendwie geht – mit Gottes Sehnsucht gleichklingen soll.

Gemeinschaft mit Gott und Menschen

Ich sehne mich danach, in Gemeinschaft mit Gott zu sein. Im Gebet. Das ist der schönste Ort, egal wo auf der Welt. Ich habe es schon so oft erlebt: Ein Gebet verändert alles! Gebet ist tiefste Gemeinschaft mit Gott. Unersetzlich und Leben spendend. Je länger, desto mehr genieße ich Gottes Gegenwart und freue mich an ihr.

Ich sehne mich danach, dass Menschen Gott begegnen. Die, die bisher von Gott keine oder nur eine vage Vorstellung haben, oder die ihn sogar loswerden wollen. Sie sollen Gott begegnen. Jeder Mensch, der in eine Beziehung mit Gott tritt, durch Versöhnung und den Glauben an Jesus Christus, ist die Erfüllung der Sehnsucht Gottes. Die Engel feiern! Denn Gott liebt die Menschen. Ich habe diese Sehnsucht und will sie pflegen.

Ich sehne mich nach lebendigen Gemeinden. Oft schon habe ich beschrieben, was ich mir darunter vorstelle. Lebendige Gemeinden haben viele Facetten und können auch verschieden aussehen. Aber immer sind es Orte, an denen Menschen Gott begegnen, heil werden, verändert werden, getröstet und aufgerichtet werden. Es sind Orte, die Manche abstoßen und Manche anziehen. Es sind in jedem Fall bedeutungsvolle Orte, die einen Unterschied machen in dieser Welt: Sie sind Licht und Salz. Ich sehne mich danach, dass wir als Bund FeG gemeinsam in unserem Land unterwegs sind, um das Evangelium von Jesus Christus zu leben und die Liebe Gottes in Wort und Tat weiterzugeben.

An Gottes Sehnsucht teilhaben

Wenn ich sage, dass ich mich nach etwas sehne, dann will ich so ehrlich sein, dass es nicht immer solche „frommen“ und „hehren“ Ziele sind. Manchmal sehne ich mich einfach nach Ruhe, nach einem Waldlauf, nach Zeit mit meiner Frau. Ich sehne mich nach Begegnung, Lachen, nach einem guten Essen oder eben nach Kaffee. Und all das ist auch in Ordnung, denn ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut.

Aber wenn ich hier in meinem Büro arbeite, sollen diese „großen Ziele“ vor meinem Auge sein. Dass ich das so betone, liegt auch daran, dass ich weiß, wie umkämpft diese Ziele sind. Denn natürlich sind mein Herz, mein Alltag und meine Zeit oft von ganz anderem belegt: von Ärger, Kleinkram oder meiner eignen Beschränktheit. Manchmal arbeite ich stupide meine Pflichten ab. Und ein wenig davon ist wohl auch normal und das kennen wir alle. Denken Sie nicht, das Leben eines Präses wäre nur Glanz und Gloria, Licht und Freude.

Und gerade deswegen brauche ich diese Sehnsucht Gottes. Deswegen brauche ich Gottes Maßstäbe und seine Liebe. Deswegen brauche ich ein verändertes, neues Herz. Deswegen brauche ich dieses Bild, das mich hineinzieht in Gottes Sehnsucht.

ANSGAR HÖRSTING | Präses Bund FeG | praeses.feg.de

Die monatlichen PERSPEKTIVEN von Präses Ansgar Hörsting erscheinen in der FeG-Zeitschrift CHRISTSEIN HEUTE >>

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