März 30, 2026 | Aktuell Allgemein FeG Katastrophenhilfe Hilfsfonds Presse Spenden

Krieg und Flucht | FeG Katastrophenhilfe hilft im Libanon

Krieg und Flucht | FeG Katastrophenhilfe hilft im Libanon

Die FeG Katastrophenhilfe unterstützt die Free Evangelical Association of Lebanon (FEAL) in Beirut in einem umfassenden Hilfsprogramm für geflüchtete Familien. Aus unserem Fonds „Krieg und Flucht“ konnten wir der FEAL bereits 20.000 Euro zur Verfügung stellen. Lest hier einen aktuellen Bericht über die Lage:

Kriegsübersicht und Auswirkungen

Der Libanon befindet sich in einer akuten humanitären Krise. Der Krieg hat sich im ganzen Land dramatisch verschärft. Seit Anfang März 2026 haben sich die Kämpfe intensiviert, insbesondere im Süden, im Bekaa-Tal und in den südlichen Vororten Beiruts. Mehr als eine Million Menschen (etwa jeder sechste Libanonbewohner) wurden aus ihren Häusern vertrieben, viele mit nichts als den Kleidern am Leib. Familien fliehen um ihr Leben und lassen ihre Häuser, ihren Besitz und ihr gesamtes Leben zurück.

Die menschlichen Kosten dieses Konflikts sind herzzerreißend. Berichten zufolge haben über 1.000 Menschen ihr Leben verloren, darunter Kinder, Frauen, Journalistinnen und Journalisten und sogar Freiwillige des Roten Kreuzes. Tausende weitere wurden verletzt. Ganze Stadtviertel wurden entvölkert, da Familien in Schulen, sichereren Gebieten oder bei Verwandten Zuflucht suchen. Viele Familien, die bereits Flüchtlinge waren, insbesondere Syrer und andere Vertriebene, wurden erneut entwurzelt und sehen sich nun mit neuer Unsicherheit und Angst konfrontiert.

Das Leben für die Vertriebenen ist extrem schwierig. Die Arbeit ist weggebrochen, sodass Familien nicht mehr in der Lage sind, sich mit Nahrung, Unterkunft oder Medizin zu versorgen. Kinder gehen nicht mehr zur Schule, und die Eltern tragen die schwere Last von Angst und Trauma. In vielen Gegenden leben mehrere Familien in überfüllten Zimmern zusammen und teilen sich das Wenige, was sie besitzen, oft ohne rechtlichen Schutz, um ihre Rechte geltend zu machen. Doch selbst in diesem Leid ist Gottes Licht sichtbar.

FEAL-Hilfsmaßnahmen

Durch die Arbeit unserer Gemeinden erreichen wir weiterhin Familien, die in dieser Krise nicht nur materielle Unterstützung benötigen, sondern auch nach Hoffnung hungern. Deshalb hat FEAL im Rahmen der Initiative „Good Samaritan Relief“ unsere fünf örtlichen Freien Evangelischen Gemeinden mobilisiert, um den Bedürftigsten Hilfe und Hoffnung zu bringen.

Wir planen, in den nächsten drei Monaten 250 betroffene Familien mit monatlichen Lebensmittelpaketen im Wert von je 30 US-Dollar zu unterstützen, um sicherzustellen, dass hungernde Familien etwas zu essen haben. Zusätzlich verteilen wir 250 Decken, um Familien vor der Kälte zu schützen, und stellen einen kleinen Fonds für dringende medizinische Bedürfnisse bereit.

Das Gesamtbudget für diese Hilfsmaßnahmen beträgt 26.100 US-Dollar und deckt drei Monate Lebensmittel, Decken und eine kleine medizinische Notfallversorgung ab. Gemeindeteams werden die Verteilung koordinieren, Aufzeichnungen führen und die Familien im Anschluss betreuen, um die Versorgung sicherzustellen. Wir werden regelmäßig über den Fortschritt berichten, Fotos und Erfahrungsberichte veröffentlichen, um die konkrete und spirituelle Wirkung Ihrer Unterstützung zu dokumentieren.

Die Realität vertriebener Familien

Wir besuchten eine syrische Flüchtlingsfamilie im Libanon. Sie erzählten, dass sie nach einer Warnung vor unmittelbar bevorstehenden Bombardierungen über Nacht aus Baalbek geflohen waren, alles zurückgelassen und weite Strecken zu Fuß zurückgelegt hatten, um sich in Sicherheit zu bringen. Nun leben neun Menschen in Beirut in einem kleinen Zimmer und haben kaum Einkommen. Die Schulbildung ihrer Kinder ist unterbrochen, und Arbeitsmöglichkeiten sind verschwunden. Da sie nicht in ihre Heimat zurückkehren können und die Lage in Syrien fürchten, befinden sie sich in einer tiefen Unsicherheit und sind äußerst verletzlich.

Von der ersten Hilfe zur echten Wirkung

Ein ermutigender Moment war die Begegnung mit Julia, einem jungen Mädchen aus einer schiitischen Familie, das eine christliche Schule besucht. Voller Freude sang sie ein Loblied für ihre Familie und unser Team, und ihre Eltern hörten aufmerksam zu, als das Evangelium verkündet wurde. Als wir Julia eine illustrierte Kinderbibel schenkten, strahlten ihre Augen vor Freude – eine kleine, aber kraftvolle Erinnerung daran, dass Gott selbst in den dunkelsten Momenten wirkt.

Selbst inmitten von Angst, Unsicherheit und Leid öffnet der Herr weiterhin Türen, und wir bleiben entschlossen, die Familien, denen wir dienen werden, zu begleiten, ihnen körperliche Erleichterung, Ermutigung und die Gute Nachricht von Jesus Christus zu bringen.

Gebetsanliegen

  1. Wir bitten um eure Gebete, dass Gott diese Familien beschützt und für sie sorgt und ihre Herzen heilt.
  2. Betet, dass Gott diejenigen beschützt und ihnen Weisheit und Kraft schenkt, die in diesem Dienst an vorderster Front tätig sind!
  3. Betet für das Land Libanon!
  4. Betet für die weitere Entwicklung dieses Dienstes!

Gemeinsam können wir Gottes Liebe weitergeben und Licht in diese dunkle Zeit bringen.

Jost Stahlschmidt | Leiter der FeG Katastrophenhilfe | katastrophenhilfe.feg.de

Weiterführende Links

Jetzt spenden und helfen | Sturm Sri Lanka

Pressekontakt

Nathanael Ullmann schaut in die Kamera.Foto: FeG Deutschland | AW

Nathanael Ullmann | Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Ein Mann mit rotem Haar, Bart und Brille mit blauem Rahmen lächelt in ein weißes Hemd mit blauen Punkten und einen blauen Blazer.Foto: FeG Deutschland | NU

Artur Wiebe | Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit | Pressesprecher