12. Februar 2021 | Aktuell Allgemein Presse

Else Diehl zum Neunzigsten

Frau mit Gütesiegel

Else Diehl zum Neunzigsten

Es gibt Namen, die sind wie ein Gütesiegel, und solch ein Name war und ist seit Jahren „Else Diehl“. Wie oft habe ich das im pietistisch-evangelikalen Raum erlebt, weit über die Freien evangelischen Gemeinden hinaus. Und das alles ohne viel Aufhebens, schon gar nicht von ihrer Seite. Es ist ihre Persönlichkeit, ihre Erfahrung, ihre seelsorgliche Kompetenz, die sie in Jahrzehnten erworben hat.

Sie war Mitte zwanzig, als Gott sie in die Arbeit des Bibellesebundes rief. Erste Zielgruppe waren die Kinder, in Kinderstunden und Freizeiten machte sie Jungen und Mädchen mit Jesus bekannt. Aber nicht nur das. Sie lud sie auch zu einem Leben mit Jesus ein – und das in einer so kindgerechten Art, dass viele von ihnen erste Schritte mit Jesus wagten. Else Diehls besondere Liebe galt der „Strandmission“, die wohl auch ihre „Erfindung“ war. In Bensersiel, Langeoog und anderen Ferienorten genossen Kinder und Erwachsene dieses spannende Programm, das aus Singen, Spielen und dem Erzählen biblischer Geschichten bestand. Vielen der begeisterten Besucher war der christliche Glaube fremd.

Bereits 1974 übernahm sie auch Verantwortung in der Leitung der Bundesfrauenarbeit. 1983 wurde sie als erste Frau in die Bundesleitung berufen. Über dieses Thema (Frau in der BL) wurde vorher heftig diskutiert, doch als ihr Name fiel, gab es kaum noch Widerstände. Ein Gütesiegel eben!

Offiziell war Else Diehl gerade im Ruhestand, als sie mit ihrer Freundin Ursula Hesse 1991 in die frühere DDR für einige Jahre nach Gera zog. Auch dort gebrauchte Gott sie als Segensträger. Ihr Geheimnis ist ihre geistliche Prägekraft. Am 12. Februar begann Else Diehl ihr 91. Lebensjahr. Grund genug, ihr zu gratulieren und zu danken, und unserem Gott, dass er uns solche Menschen gibt.

Peter Strauch | FeG-Altpräses und Mitglied der FeG Witten | feg-witten.de

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