FeG Deutschland

Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR

Gemeinde vor Ort suchen und finden

Kontakt zum Bund FeG

FEG INFO | Newsletter abonnieren

Jetzt den Bund FeG fördern und unterstützen

FeG-Arbeitsbereiche

Institut Gemeindeentwicklung und Leiterschaft | IGL

FeG Ältere Generationen

FeG Aufwind-Freizeiten

FeG Auslands- und Katastrophenhilfe

FeG Diakonie | DAG

FeG Evangelisation | Praxisinstitut

FeG Frauen

FeG Freiwilligendienste

FeG Gemeindegründung

FeG Gesprächskreis für soziale Fragen | GsF

FeG Jugend

FeG Kinder

FeG Medien und Öffentlichkeitsarbeit | Presse

FeG Pfadfinder

FeG Sanitätsdienst

FeG Seelsorge

FeG Theologische Hochschule

FeG-Arbeitskreise

FeG Historischer Arbeitskreis | HAK

FeG Internationale Gemeindearbeit in Deutschland | AK IGAD

 

Januar 1, 2022 | Aktuell Allgemein CHRISTSEIN HEUTE FeG-Jahresthema Gemeindeleben Gemeinden Presse SCM Bundes-Verlag vef.de

Willkommen bei Jesus | Auch willkommen bei uns? | CHRISTSEIN HEUTE 01/2022

Willkommen bei Jesus | Auch willkommen bei uns?

Januar-Ausgabe der FeG-Zeitschrift CHRISTSEIN HEUTE zur Jahreslosung 2022

CHRISTSEIN HEUTE | Inhaltsverzeichnis

  • PERSPEKTIVEN | Niemand wird abgewiesen | Präses Ansgar Hörsting
  • WILLKOMMEN BEI JESUS | Willkommen lernen | Artur Wiebe
  • Bei Jesus willkommen | Dr. Gerhard Maier
  • Willkommen – heute und in Ewigkeit | Miriam Kanwischer
  • Willkommen in unserer Gemeinde? | Willi Ferderer
  • Willkommen bei uns | Jutta Schierholz
  • FEG JAHRESTHEMA | Überblick Evangelium inspirierend weitersagen
  • Inspiration | Dem ‚Kairos“ Gottes folgen | Dirk Ahrendt
  • FEG-FLUTHILFE  | Aufmunterung, Bollerwagen und Hoffnung | Interview mit Ralf Beyer
  • GEMEINDELEBEN | 100 Jahre FeG Cuxhaven | David Neufeld
  • Nachrichten
  • GEGRÜNDET | Wie wird man Gemeindegründender? | Dominik Seeger
  • FEG SEELSORGE | Fossi – teilnehmen und teilgeben | Café Seelsorge | Michael Hamel
  • EVANGELISIEREN | Brest und Bibel | Johannes Reimer
  • GLAUBEN | Der liebe Gott und das Gericht | Teil 4 | Wolfgang Kraska
  • VEF | Kindesschutz, Menschenrechte, theologische Ausbildung | Dr. Michael Gruber
  • Theologische Impulse | Impressum
  • PERSÖNLICH | Gott hat mir Bonbons in meinem Leben geschenkt | Annekatrin Warnke im Porträt
  • REDAKTION | Ohne Abstand | Lydia Rieß

Willkommen lernen

Die Jahreslosung 2022 als Zusage und Leitlinie

Wer zu mir kommt, den werde ich keinesfalls hinauswerfen.“ Das ist eine deutliche Ansage Jesu, die als Losung über dem Jahr 2022 prangt. Jedoch im griechischen Urtext steht da nicht nur „abweisen“, sondern wörtlich „rauswerfen“. Dies klingt um einiges deutlicher und wird von Jesus umso heftiger verneint. Rauswerfen, das wird der Sohn Gottes eben nicht machen, wenn jemand zu ihm kommt: Nie und nimmer, auf gar keinen Fall, wird er jemanden abweisen!

Warum betont Jesus nach seiner Willkommenshaltung so deutlich die negative Seite: „… den werde ich nicht hinauswerfen“? War es damals in seinem gesellschaftlichen und religiösen Umfeld normal, dass (bestimmte) Menschen ausgegrenzt wurden? Dass sie an den Rand gedrängt oder vor die Tür gesetzt wurden?

Letztendlich hat Jesus genau das in seiner eigenen Familie und seinem Umfeld erlebt. Denn sein Anspruch, das Reich Gottes zu verkündigen, der Messias und Sohn Gottes Sohn zu sein, rief kein freundliches „Hallo“ hervor. Sein Wort „Ich bin das Brot des Lebens“ (Johannes 6) stieß bei vielen Jüngern auf völliges Unverständnis und Ablehnung. Sie wandten sich von Jesus ab (Johannes 6,66).

Exklusive Bedingungskultur

Uns als „intensiv evangelischen“ Freikirchlerinnen und Freikirchler liegt es oft nahe, exklusiv zu denken. Das liegt in unserer Geschichte und Theologie der Abgrenzung zu anderen Kirchen begründet. Hinzu kommt ein Glaubensverständnis, das manchmal der „Tür zum Vater“ schnell ein bestimmtes Bibel-, Gemeinde- und Kulturverständnis etc. hinzufügt und somit enger ist als Jesus und das Zeugnis der heiligen Schrift. Oder eines, das genau diese Zusätze als selbst erlittene Negativfolie ablehnt und sich so fokussiert davon distanziert, dass die ultimative Freiheit von etwas wichtiger erschient als die Freiheit für etwas – nämlich den Halt gebenden Glauben an Jesus Christus, der die Bibel als Wort Gottes achtet.

Diese Tendenz führt nicht selten zu einer exklusiven Bedingungskultur in unseren Köpfen, Herzen und Gemeinden, die Besucherinnen und Besucher nur dann mittel- oder langfristig in unseren Reihen willkommen heißt, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Entsprechen sie unseren Vorstellungen nicht, dann sind sie raus – vordergründig und deutlich, was schlimm genug ist oder unterschwellig, was noch verletzender ist. Jesus ist da anders: Er heißt willkommen und ist gleichzeitig klar und deutlich.

Gemeinde und Reich Gottes sollen deckungsgleich sein

Vielleicht verneint Jesus die negative Seite deshalb so drastisch, weil er um unsere unbalancierten Gedanken und Herzen weiß. Er kennt unsere exklusive Tendenz und betont deshalb für die eher Konservativen unter uns sein Versprechen, Menschen, die zu ihm kommen, nicht rauszuwerfen. Und für die eher freiheitsliebenden unter uns, dass es unabdingbar ist, zu ihm als dem „Brot des Lebens“ zu kommen, um bei dem himmlischen Vater ein Zuhause zu finden.

Im 19. Jahrhundert sind wir als Freie evangelische Gemeinden mit dem Bewusstsein angetreten, dass die Ortsgemeinde möglichst deckungsgleich mit dem Reich Gottes sein soll. Deshalb betonen wir den Glauben an Jesus Christus und laden zu einer persönlichen Entscheidung für ihn ein.

Jesu Willkommenshaltung leben

Dass bei Jesus Christus alle Menschen willkommen sind, würden wir sicherlich sofort unterschreiben. Doch ob Jesu Willkommenshaltung deckungsgleich ist mit unserer Willkommenskultur in der Gemeinde, dahinter würde ich ein großes Fragezeichen stellen.

Dankbar bin ich für die textlichen und kreativen Beiträge von Dr. Gerhard Maier, Mirjam Kanwischer, Willi Ferderer und Jutta Schierholz, die dazu ermutigen und einladen, Jesu „Willkommen“ immer neu für uns persönlich und andere in Anspruch zu nehmen und zu leben.

Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, als Redaktion ein frohes und gesegnetes neues Willkommensjahr 2022.

ARTUR WIEBE | Redaktionsleiter von CHRISTSEIN HEUTE | christsein-heute.de

CHRISTSEIN HEUTE | Kostenloses Probe-Abo

  • Jetzt kostenloses Probe-Abo beim SCM Bundes-Verlag bestellen | Hier klicken >>
  • ANGEBOT: FeG Pastoren und Gemeindereferenten bekommen 50 % Rabatt auf CHRISTSEIN HEUTE und alle SCM Bundes-Verlags-Zeitschriften | Für Infos hier klicken >>
  • Zur CHRISTSEIN HEUTE Seite | Hier klicken >>
2022_01_ChristseinHeute_Auswahl

Leserbrief schreiben

Gerne können Sie uns Rückmeldung zu Artikeln geben oder einen Leserbrief schreiben. Aus den Gemeinde nehmen wir gerne Beiträge und Anregungen entgegen.

    Leserbrief: Sie möchten einen Leserbrief zu einem Artikel in CHRISTSEIN HEUTE beitragen? Mit der Einsendung erklären Sie sich mit einer Veröffentlichung und ggf. redaktioneller Anpassung einverstanden. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

    Beitrag: Sie möchten einen Beitrag für die FeG-News aus den Gemeinden schicken? Bitte dafür einen Text mit maximal 1250 Zeichen inkl. Leerzeichen in das Textfeld unten einfügen. Bitte ein hochauflösendes Foto (min. 1 MB) nachsenden an dialog@christsein-heute.de Eine Veröffentlichung kann nicht garantiert werden.

    Sie haben ein anderes Anliegen? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular:

    close

    FEG INFO

    Jetzt den FeG-Newsletter abonnieren und erleben, was FeG bewegt.