Pressemitteilung
Kreative Köpfe zeichnen Zukunft der Freikirche
FeG Deutschland veranstaltet Zukunftsatelier
Altenkirchen | Wie muss Freikirche der Zukunft aussehen? Zu dieser Frage hatte der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR (FeG) am 11. und 12. Juli 2025 rund 50 Menschen aus Kultur, Gesellschaft und Gemeinde ins Hotel Glockenspitze in Altenkirchen eingeladen. Die geladenen Visionärinnen und Visionäre brachten viele Ideen mit, wie die FeG Deutschland und Freikirchen insgesamt gestärkt in die Zukunft gehen können.
Das Zukunftsatelier ist ein Novum im Bund FeG. Das Konzept ist dem „Medici-Effekt“ entlehnt: Personen aus unterschiedlichsten Disziplinen kommen zusammen, um sich gemeinsam einer Herausforderung zu stellen und sie anzupacken. Geladen waren an diesem Wochenende nicht nur Menschen aus FeGs, sondern auch und vor allem diejenigen, die in Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft eine verantwortliche Position besetzen. Der junge Gemeindegründer saß an dem Wochenende also neben dem erfahrenen Unternehmer oder einer Institutsleiterin. Das Ziel: Die gesammelte Erfahrung nutzen, um die Kirche von morgen zu denken.
Freikirche braucht Blick nach außen
In den gemeinsamen Gesprächen und Diskussionsrunden bildeten sich unter den Versammelten mehrere zentrale Punkte heraus:
- Zuwendung zu den Menschen: Die Freikirche der Zukunft beendet die Nabelschau und wendet sich Menschen der Gesellschaft zu. Sie dient diakonisch und ist evangelistisch tätig.
- Schutzraum: Gemeinden sind sichere Orte, an denen Menschen eine Heimat finden. Das gilt vor allem für Minderheiten.
- Jugend stärken: Die junge Generation und die Bewegung, die sie entfacht, muss in Freikirchen eine zentrale Position einnehmen. Das sollte sich auch auf Leitungsebene zeigen.
- Vielfalt: Der Bund FeG und andere Freikirchen müssen vielfältiger und Gremien heterogener besetzt werden. Das heißt: nicht nur mehr Frauen in verantwortlicher Position, sondern auch Menschen mit Migrationshintergrund, junge Erwachsene etc.
- Unterstützung schrumpfender Gemeinden: Wenn Gemeinden kleiner werden oder stagnieren, brauchen sie zukünftig starke Unterstützung und Ermutigung.
Aus diesen Ergebnissen will die FeG-Bundesleitung nun konkrete Schritte ableiten. Viele der Punkte sind schon auf der Agenda der FeG Deutschland. Frauen in Leitungsposition zu stärken, ist beispielsweise bereits ein Fokus (siehe leiterinnen.feg.de). Auch wird das nächste Bundesjugendtreffen 2026 stattfinden und die Jugendarbeit weiter stärken (buju.org). Sich darauf auszuruhen wäre allerdings die falsche Konsequenz: Vom Zukunftsatelier geht ein Aufbruchssignal in alle Bereiche!
Gebet und Flipchart
Die Empfehlungen sind Ergebnis vieler verschiedener Denkformate. Den Rahmen der Veranstaltung bildete die geistliche Gemeinschaft. Die Anwesenden kamen immer wieder im Gebet zusammen, hörten Andachten – unter anderem von der Gemeindegründungsberaterin Katharina Steinhauer – und ehrten Gott zusammen im Lobpreis. So richtete sich die Gruppe auf den Heiligen Geist aus. Nicht nur eigene Gedanken sollten an dem Wochenende eine Rolle spielen, sondern göttliche Inspiration.
Der Freitag bestand außerdem aus Input. Thomas Schech, Vorstandsvorsitzender der Allianz-Mission, sprach über internationale Kirchentrends. Hier wurde klar: Der globale Süden ist gerade Vorreiter in Sachen Kirchenentwicklung – und wir können von ihm lernen. Julia Garschagen, Leiterin des Pontes Instituts DACH, sprach über gesellschaftliche Entwicklungen. Sie zeigte die vielfältigen Herausforderungen auf, denen wir derzeit begegnen: Polarisierung, demografischer Wandel, Digitalisierung und der Umstand, dass christliche Werte dem Humanismus zugeschrieben werden und nicht mehr der Bibel.
Smartphone ist Mitbewerber
Dan Peter, Sprecher der evangelischen Landeskirche in Württemberg, gab Einblicke in das kirchliche Umfeld. Er machte klar: Der stärkste Mitbewerber, das sind nicht mehr andere Kirchen, sondern das Smartphone. Und FeG-Präses Henrik Otto zeichnete das aktuelle Bild der FeG Deutschland: „Wir neigen nicht zu riskanten Manövern, weder zur Orthodoxie noch zu starker Liberalität. Was FeG ausmacht, ist: Liebe zu lebendigen Gemeinden, Einigkeit in Mission und Evangelisation, ein grundsätzliches Vertrauen in die Bibel und der Wunsch, Jesus nachzufolgen“. Zwischen den TED-Talks und im Anschluss berieten sich die Anwesenden in kleinen Gruppen zum Gehörten.
Am zweiten Tag bewegten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Wesentlichen vier Fragen: Was kann Freikirche jetzt schon gut? Was muss sich radikal ändern? Was für Herausforderungen begegnen uns von außen? Und welche Chancen entstehen daraus? Die gesamte Zeit über hörte ein Zweierteam aus Klemmbausteinen-Enthusiasten zu und verarbeitete das Gehörte in kleine Skulpturen.
Ergebnisse ermutigen
Die Theologin Evi Rodemann, die als Teilnehmerin beim Zukunftsatelier war, spiegelte zum Abschluss: Sie sei auf der Veranstaltung Leitenden begegnet, die wüssten, dass ein Weg nicht an Veränderung vorbeigeht. Gleichzeitig träume sie von einer „geistgeführten und missionarischen FeG“. Sie wünsche sich, dass FeGs sich ein bisschen weniger feierten: „Geben wir uns zufrieden mit 100 Gemeindegründungen?“ Das sei nicht genug. Vielmehr hoffe sie auf FeGs, in der Tausende zum Glauben an Jesus Christus kommen.
FeG-Präses Henrik Otto zeigte sich am Ende der beiden Tage ermutigt: „Ich bin mit sehr viel Gestaltungswillen hierhergekommen und hier zusätzlich mit sehr viel Dringlichkeit ausgestattet worden“, sagte er in den abschließenden Worten.
Nathanael Ullmann | Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit | presse.feg.de
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