Fünf KI-Tipps für Gemeinde
Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde und mindestens mit unserem Handy auch in aller Alltag angekommen. Ob das nun gut oder schlecht ist, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Ich möchte es mit den Worten des Züricher KI-Professors Prof. Dr. Thilo Stadelmann sagen: „Wir sollten an KI angstfrei rangehen und es als ein Werkzeug anzusehen, das wir für Gottes Reich einsetzen können.“ Wie aber kann KI Gemeinde fördern und unterstützen? Ein Überblick der Einsatzmöglichkeiten und ein paar praktische Beispiele mögen hier helfen.
1. Texte verbessern
Die aktuell naheliegendste Anwendung hat mit den sogenannten Large Language Models (LLM) wie ChatGPT oder der europäischen Alternative Mistral zu tun: LLMs können helfen, Texte zu verbessern (Korrekturlesen, Hinweise auf Doppelungen oder stilistische Verbesserungen im Text erfragen), mit Microsoft Copilot bei der Korrespondenz assistieren oder bei der Vorbereitung von Andachten oder Predigten unterstützen, wie es das LLM Nikodemus.AI von BibleServer.com tut. Der vom ERF trainierte Chatbot kann Fragen zum Bibeltext beantworten und bezieht sich dabei streng auf die hinterlegten Bibelkommentare. Die Angst vor den sogenannten Halluzinationen, also Interpolierungsfehlern bei der Textgenerierung, für die besonders ChatGPT in seiner Anfangszeit berüchtigt war, werden hier minimiert.
2. Persönlicher Assistent
LLMs wie ChatGPT oder Mistral können zudem als persönlicher Assistent fungieren: „Erstelle mir einen Entwurf für eine inspirierende Teamsitzung mit persönlichem Austausch zum Start, einem teambildenden Element und Vorschlägen für abwechslungsreiche Arbeitsmethoden“. Solch eine Anweisung, Prompt genannt, kann z. B. Planungszeiten verkürzen und bereichern. Nicht zuletzt zur Themen-Recherche, dem schnellen Zusammenfassen von Dokumenten oder Webseiten oder der Erstellung von gekürzten Beiträgen für Newsletter oder Social Media – quer durch alle unterstützten Sprachen – kann viel Zeit sparen.
3. Bilder und Videos bauen
Bilder zur Illustration in Predigt, Gemeindebrief oder Social Media sind mit Tools wie ChatGPT oder Midjourney schnell erstellt und mittlerweile kaum noch von der Realität zu unterscheiden. Das schafft kreativen Freiraum, nur sollte hier – wie immer beim Einsatz von KI – gelten: wo Inhalte hauptsächlich durch generative KI erstellt wurden, da sollte auch darauf hingewiesen werden.
Auch im Bewegtbild hat KI gelernt, realistische Videos zu generieren, was z. B. biblische Berichte ganz neu erfahrbar machen kann. Wer wollte nicht schon mal dabei sein, wenn Elia auf dem Berg Karmel den Baal-Propheten gegenübertritt: link.feg.de/chkikarmel
4. Medien weiterverarbeiten
Ein Fülle an Anwendungen hilft, die Weiterverarbeitung von Medien zu beschleunigen: So kann z. B. OpusClip binnen Sekunden aus einer Videoaufzeichnung der Predigt vom Sonntag 20 bis 30 Vorschläge für Kurzvideos samt Untertiteln generieren, die Kernpunkte aufgreifen und nachbearbeitet veröffentlicht werden können. Andere Tools wie Adobe Podcast können Audioaufnahmen transkribieren oder verrauschte Tonspuren verbessern.
5. Musik komponieren
Mit Tools wie Suno können mit wenigen Klicks Musikstücke mit vorgegebenem Text und Musikstil erstellt werden,
z. B. für eine Meditation im Hauskreis oder die Untermalung im Gottesdienst.
KI ist als Werkzeug weder gut noch böse. Es ist an uns, zu prüfen, was damit möglich ist (und was auch nicht) und es zum Besten für das Reich Gottes einzusetzen – auch in der Gemeinde.
Simon Diercks | Leiter Communication & Media und die Region Digital bei der Allianz-Mission | allianzmission.de
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