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Dezember 8, 2023 | Aktuell Allgemein CHRISTSEIN HEUTE Gemeindeleben Gemeinden Presse vef.de

CHRISTSEIN HEUTE | Gottes Friede herbeisehnen

Gottes Friede herbeisehnen

Was klein angefangen hat, wächst geduldig weiter

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ (Lukas 2,14 | Lutherübersetzung | LUT | © Deutsche Bibelgesellschaft 2017).
So lobten die Engel ihren Gott in Gegenwart der verschreckten Hirten als sie ihnen die Botschaft des neugeborenen Retters überbrachten: Der große Messias liegt in einer Krippe und ist in Windeln gewickelt. Neugierig machten sich die nahöstlichen Naturburschen auf den Weg und fanden Maria, Josef und das kleine Kind, das einmal der Friedefürst werden soll.

Doch Frieden war nicht – damals vor zweitausend Jahren nicht während der römischen Besatzung. Und er zeigte sich auch nicht in den Kindermorden des Königs Herodes, der sich an ein bisschen Macht klammerte und jeden potenziellen Konkurrenten aus dem Weg räumen wollte.

Frieden fällt aus

Genauso ist heute Unfrieden in unserer Welt, in der wieder Krieg, Terror, Gewalt und Ungerechtigkeit die Schlagzeilen dominieren. Und wir etwas durchatmen, wenn die Nachrichten ausnahmsweise nicht so desaströs ausfallen. Menschlicher Frieden ereignet sich auch nicht an Weihnachten, wo die altgepflegten Vorurteile und Schubladen auf den Familienfesten und Weihnachtsfeiern Hochkonjunktur haben. Man kann sich eben beim Fest der Liebe nicht so ohne Weiteres aus dem Weg gehen.

Im Großen wie im Kleinen meint jeder, sich rächen und zurückschlagen zu dürfen, weil entweder die Bagage dann doch schneller wieder zu Besuch ist, als man Dinge aus der Vergangenheit unter die Füße bekommen hat. Oder wieder irgendein Despot historisch hergeleitete Macht- und Gebietsansprüche stellt. Menschlicher Frieden fällt dieses Jahr aus.

Gottes Friede fängt klein an

Wenn eines klar ist, dann, dass wir Gottes Friede dringend brauchen. Dieser Friede, der nicht von dieser Welt ist, fängt nicht bei den anderen oder mit förderlichen Umständen und Gegebenheiten an. Gottes Friede macht sich klein wie ein Kind und offenbart sich Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Er wächst von innen nach außen.

Hätten wir den Zeitpunkt ausgesucht, an dem der Sohn Gottes Mensch werden und auf diese Erde kommen sollte, wir hätten weder die Zeit um das Jahr Null dafür ausgewählt noch unsere Nachrichtenlage heute – und wahrscheinlich auch keine andere Zeit dazwischen. Wir Menschen wären nämlich nie auf den Gedanken gekommen, als Friedensbringerinnen und -bringer ganz klein anzufangen. Wir würden den großen Auftritt suchen und Friedensmärsche organisieren, die in aller Welt wahrgenommen werden.

Von „klein nach groß“ dauert uns zu lang und passt so gar nicht in unser ungeduldiges Friedenskonzept. Doch wer menschlich groß abbeißt, fällt nach göttlichen Friedensmaßstäben durch. Und hat die gute Nachricht von Jesus und das Reich Gottes weder verstanden noch im eigenen Leben umstürzend erlebt. Evangeliumslogik Gottes läuft anders – von klein nach groß.

Jesu Friede ist präsent

„Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ (Johannes 14,27 | LUT). Das verspricht der inzwischen zum Mann herangewachsene Jesus mehr als dreißig Jahre später seinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern. Der Rabbi und Meister wird ihnen den Geist Gottes senden, der durch den Glauben an den auferstandenen und erhöhten Herrn lokal entschränkt in uns wohnt.

Dieser Heilige Geist ist das innere Markenzeichen, Siegel und „Band des Friedens“ der an Jesus glaubenden Menschen. Er ist der entscheidende Faktor, der Gemeinschaft mit Gott und untereinander möglich macht (vgl. Epheser 4,3). Gottes Geist und sein Friede dringt durch uns hindurch nach außen – zu anderen Menschen und in diese Welt.

Unsere Welt braucht göttlichen Frieden

Wir leben in einer Welt, in der sich menschliche Friedensbemühungen oft ins Gegenteil verkehren: Gut Gemeintes wird böse verstanden, aufrichtiger Liebe wird Misstrauen entgegengebracht und ein Versehen kassiert Retourkutschen oder Ignoranz. Wenn unsere Zeit eines zeigt, dann, dass menschlicher Frieden Gottes Friede bitter nötig hat.

Gottes Friede fängt klein an – fast unsichtbar, in einem glaubenden Herzen. Gottes Friede wächst mit jedem Fokus auf die Gute Nachricht, dem Evangelium in Person. Gottes Friede nimmt zu mit jeder Vergebung. Und nimmt Fahrt auf durch gemeinsame Verbundenheit im Namen Jesus und in jedem geduldigen Hoffen auf die Wiederkunft des erhöhten Messias und Allherrschers.

Gottes Friede wird aber auch gleichzeitig bedrängt und eingedämmt durch Zweifel erzeugende Schicksalsschläge und ungeklärte Beziehungen. Laute, leise und verachtende mediale Polarisationen und Propaganda-Kampagnen erzeugen eine Schein- und Ohnmacht, die den aktuellen Gegebenheiten des Unfriedens letztendlich hilflos gegenüberstehen, sodass es einem die Sprache verschlägt – oft selbst die des Gebets um Gottes Frieden.

Adventlichen Frieden gestalten

Wir tun gut daran, zwischen all dem weihnachtlichen Gedudel und Harmoniegedöns realistisch zu bleiben. Und von dem vor uns liegenden Weihnachtsfest nicht zu erwarten, dass es für eine kurze Zeit alle Verletzungen und Wunden zukleistert. Wer so übermenschlich unterwegs ist, wird notwendigerweise abstürzen. Vielmehr sollten wir uns der persönlichen Gebrochen- und Zerbrochenheit unserer Welt sehr bewusst sein. Und nicht erwarten, dass die Herausforderungen um uns herum einmal im Jahr das kaschierende Weihnachtskostüm anlegen.

Deshalb möchte ich Sie dazu einladen, diese Adventszeit als Zeit der Ausrichtung und Buße zu gestalten und angesichts der Wiederkunft Jesu im eigenen Herzen und Leben aufzuräumen. Also neu den Fokus auf Gottes Frieden zu setzen, der im Kleinen beginnt und weiterwächst – mit jedem Ausdruck und jeder Tat des Evangeliums für Gott, die Menschen und die Natur.

Gottes Friedensreich erwarten

Lasst uns angesichts des menschlichen Unfriedens in sehnsuchtsvoller Spannung und freudiger Erwartung neu beten lernen: „Maranatha!“ „Amen, komm, Herr Jesus!“ (1. Korinther 16,22 | Offenbarung 21,20 | LUT). So können wir trotzdem – unscheinbar oder auch ausgiebiger – jetzt schon die Ankunft Jesu Christi feiern. Und zusammen mit den Engeln einstimmen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden“. Denn allein Gottes Friede macht uns zu Menschen nach seinem Wohlgefallen (vgl. Römer 5,1).

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre der FeG-Zeitschrift CHRISTSEIN HEUTE. Und eine sehnsuchtsvolle (un)friedliche Advents- und Weihnachtszeit.

Foto: FeG Deutschland | NU

 

 

 

 

 

Artur Wiebe | Pastor im Bund FeG |

Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit | presse.feg.de |

Redaktionsleiter der FeG-Zeitschrift CHRISTSEIN HEUTE | christsein-heute.de

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    Nathanael Ullmann | Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit

    Foto: FeG Deutschland | NU

    Artur Wiebe | Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit | Pressesprecher