Gefühl mit Verstand
Einseitigkeit führt in die Irre – Ergänzung zum Fest Gottes
Wolfram Nagel zeigt, wie Verstand und Gefühl in der Gemeinde immer wieder kollidiert sind. Als Allgemeinmediziner, Seelsorger und Teil der FeG-Bundesleitung macht er deutlich, wie Emotionen und Nüchternheit in der Gemeinde aufeinander angewiesen sind. Miteinander können sie zu einem Fest werden, wenn sie ergänzend und fruchtbar gelebt werden, damit Menschen Gott und einander ganzheitlich begegnen.
Ich bin in den siebziger Jahren aufgewachsen. Damals erreichte unsere Gemeinden eine erste Welle der charismatischen Frömmigkeit. Vieles faszinierte uns in unserer traditionell kopflastigen und wortdominierten Gemeindeerfahrung. Andererseits wurde bereits im Elternhaus kritisch hinterfragt – nach Motiven und „Echtheit“.
Es gab Zeiten in unseren Gemeinden, in denen Gefühle als trügerisch und wankelmütig bezeichnet wurden. Der Glaube wachse aus der Predigt, aus klaren und nüchternen Gedanken, basierend auf dem Wort Gottes. Auch Paulus bevorzugte „fünf Worte mit Vernunft, […] als zehntausend in Zungen“ (1. Korinther 14,19). In diesen Jahren waren Freie evangelische Gemeinden reich beschenkt mit „nüchternen“ Gaben, die „gefühligen“ waren eher suspekt.
Emotionaler Aufbruch für Nüchterne
Mehr und mehr wurde von den übernatürlichen Gaben gesprochen, die oft mehr die Gefühlsdimension ansprachen. Gemeinden, in denen diese gelehrt und gelebt wurden, hatten großen Zulauf. Hoch emotionaler Lobpreis (inklusive Sprachengebet), Heilungsgottesdienste und prophetische Dienste wurden mancherorts als Erkennungsmerkmale geistlicher und lebendiger Gemeinden gewertet.
Ich war damals engagiert in gemeindlicher Jugendarbeit und Musik, wir besuchten verschiedene Gemeinden, Veranstaltungen und Kongresse, und immer begleitete mich die Frage, wie ich geistgewirkte Phänomene von rein seelisch-emotionalen unterscheiden könne. Letztlich war diese Frage ein Grund dafür, warum ich mich auch beruflich psychologisch weiterbildete. Einige wichtige Erkenntnisse dazu sind mit den Jahren gewachsen.
Fünf Dimensionen von Gemeinde
Oft beschäftigen wir uns mit den Begriffen Verstand und Gefühl und schließen damit an die Trichotomie von Leib, Seele und Geist an. In dieser Dreiteilung finden wir dann außer Geist und Seele zusätzlich als Ausdrucksmedium menschlichen und geistlichen Lebens unsere Körperlichkeit. Diese bringen wir selten mit Geistwirkungen in
Verbindung. Aber angefangen von Gebetshaltungen über diakonisch tatkräftige Hilfe bis zu Heilungswundern ist unsere Leiblichkeit genauso Teil des Reiches Gottes, sein Wirkungsbereich und keinesfalls zu unheilig.
Als vierte Dimension möchte ich die soziale Wirklichkeit darstellen (1.). Das Miteinander, unsere Beziehungsfähigkeit, der Austausch, auch die Korrektur sind nicht nur notwendig, sondern bereichernd und können prall gefüllt sein mit Wirkungen des Heiligen Geistes. Die Gottesdienste in unserer Gemeinde beinhalten Predigt und Anbetung; wir benennen aber bewusst auch die Gemeinschaft und gemeinsames Essen und Trinken nach dem Verkündigungs- und Lobpreisteil als gottesdienstliche Elemente. In diesen vier Dimensionen unseres Menschseins, Leib, Seele, Geist und Gemeinschaft, ereignet sich quasi als fünfte und alles durchdringende Dimension – die spirituelle und geistliche.
Diese ersten vier Dimensionen sind nicht als solche „geistlich“ oder „ungeistlich“. In der Durchdringung durch Gottes Geist werden sie allerdings geheiligt. Weder die Brillanz eines Gedankens noch die Intensität eines Gefühls entscheiden über ihre Geistlichkeit. Nicht jeder fromme Gedanke ist geistlich, weil er klug ist. Nicht jedes Gefühl in der Anbetung ist geistlich, weil es anrührt. Wir hatten Zeiten in unserer Gemeinde, da wurde nahezu in jedem Gottesdienst geweint. Es gab auch tatsächlich Leid, möglicherweise auch Schuld zu verarbeiten. Aber „emotionale Intensität“ ist noch nicht zwangsläufig Heiligung oder Heilung.
Geschürte Emotionen sind trügerisch
Ich besuchte immer wieder Veranstaltungen, die mir als geistlich wertvoll empfohlen wurden – und ich hatte das Gefühl, dass die Predigt rhetorisch gut war oder die Lobpreismusik mit hoch wirksamen Seufzersechsten (2.) gut komponiert – aber war damit bereits der Heilige Geist am Werk?
In manchen Heilungsgottesdiensten (3.) werden oft starke Emotionen geweckt. Die erlebbaren Heilungen beziehen sich oft auf psychosomatische Symptome. Selbstverständlich kann Gott so handeln. Allerdings sind diese Wirkungen noch kein Beweis für das Wirken Gottes. Manche alternativmedizinischen Verfahren arbeiten mit ähnlichen Wirkmechanismen. (4.)
Wer ein Fußballspiel in einem Stadion erlebt hat, weiß, welche Zutaten es braucht, um tiefe Gefühle und „Gänsehaut“ zu erzeugen. Diese menschlichen Dimensionen können auch weltliche Player perfekt ansprechen und große Emotionen, tiefe Verbundenheit und weittragende Überzeugungen hervorrufen.
Vor einiger Zeit waren wir mit unserer Belegschaft im Volkstheater in Köln. Am Ende des Theaterstücks mündete die Szene in Gesang und das gesamte Theater sang die alten, urkölschen Ostermann-Lieder. (5) Ich muss zugeben, dass ich mich selten so tief mit Köln verbunden fühlte.
Wegweiser hin zu Gott Wirken
Wenn wir auf christlichen Kongressen durch fachlich gute Vorbereitung ebensolche Effekte erreichen, dürfen wir diese nicht mit dem Wirken des Heiligen Geistes verwechseln. Massenphänomene sind gut erforscht und hoch wirksam. Kluge Gedanken und faszinierende Rhetorik machen ein erhebendes Gefühl. Intensive und berührende Gefühle lassen den Menschen sich spüren, sich lebendig fühlen. Große Versammlungen erwirken eine starke Identifikation, ein Wir-Gefühl.
All das hat Gott geschenkt. Er kann diese Phänomene nutzen. Auch gute Kunst rührt wichtige Schichten im Menschen an, die nicht gleich spirituell sein müssen, nur weil das Thema ein christliches ist. All diese unterschiedlichen Dimensionen können Gottes Wirken begünstigen, transportieren, auf ihn verweisen – ihn und sein Wirken aber nicht ersetzen.
Durch Gottes Geist geheiligt
Es war noch zu Zeiten des Overhead-Projektors: Im Karfreitagsgottesdienst sangen wir gemeinsam das Lied
„Above all“. Der Overheadprojektor erfasste mit seinem Licht die Blumendekoration auf dem Abendmahlstisch. Neben dem Text fand sich deshalb an der Wand der Schatten einer Rose. Die Gemeinde war traurig, weil Tage zuvor ein Kind einer Gemeindefamilie bei der Geburt gestorben war. Als die Textzeile erschien: „like a rose trampled on the ground“ neigte sich der Kopf der Rose, für alle im Schattenriss sichtbar.
Ursache war sicher die Wärme des Projektors. Aber das zeitliche Zusammentreffen in dieser speziellen Situation konnten wir als Zuwendung Gottes an diesem Karfreitag erleben. Ein entscheidender Faktor bei Ereignissen ist also auch, ob ich dem Heiligen Geist erlaube, mich darin anzusprechen.
Es geht also nicht um die Frage „Gefühl oder Verstand“ – vielmehr darum, ob Gott die genannten menschlichen Dimensionen (Leiblichkeit, Geist, Seele, Gemeinschaft) durch seinen Geist lebendig macht. Ohne diesen sind sie allesamt trügerisch – Gefühle wie auch kluge Gedanken oder Gemeinschaftserleben. Es ist eine Frage der Erfahrung, auch der Sensibilität, vielleicht auch die charismatische Gabe (1. Korinther 14), das eine vom anderen zu unterscheiden.
Vorprägungen hinterfragen
Wir haben in der Vergangenheit erlebt, dass sich unterschiedliche, aber einseitige Frömmigkeitsstile manchmal in fragwürdige Richtungen entwickelten. Warum ist das so, wenn wir doch davon ausgehen, dass ein Christ vom heiligen Geist geführt wird? Was sind etwa die Quellen unserer Gedanken und Gefühle?
Wir wissen, das grundlegende Überzeugungen sehr früh im Elternhaus, später dann in Schule, Ausbildung und Studium sowie durch Medien und Literatur geprägt werden. Sicher können in christlichen Familien diese Prägungen durch christliche Gedanken angereichert sein. So entsteht ein gefestigtes System von Überzeugungen unterschiedlicher Quellen. Diese Überzeugungen sind für ein ganzes Leben richtungsweisend.
Wird dieser Mensch Christ und setzt sich dem Wirken des Heiligen Geistes aus durch Bibellesen, Predigt und Gemeinschaft der Gläubigen (Apostelgeschichte 2), dann wird das System von Überzeugungen nicht plötzlich ein geistliches sein. Es bedarf der Weiterentwicklung und Selbstreflexion. Heiligung kann bedeuten, die aktuelle Meinung und manche grundlegenden gedanklichen Strukturen zu hinterfragen. Und respektvoll mit den Meinungen anderer umzugehen.
Als Persönlichkeit reifen
Ebenso deutlich finden wir solche Prägungen bei unseren Gefühlen: Bindungserfahrungen, Verletzungen, Familiengeschichte, Erlebtes, Reifungsmöglichkeiten, Glückserfahrungen, Erfolge, Misserfolge prägen unser Unterbewusstsein und die daraus resultierenden Gefühle. Somit sind oft auch die späteren geistlichen Erfahrungen zunächst durchtränkt vom eigenen Leben. Das ist Chance und Gefahr zugleich. Wichtig ist, innerlich einen Schritt zurück zu gehen, Abstand, Selbsterfahrung, Respekt zu wagen.
Fest überzeugt zu sein und ein stimmiges Gefühl zu haben, hat oft mehr mit meinen ganz normalen Lebenserfahrungen zu tun, als mit dem Wirken Gottes. Geistlich ist, seinen klugen Gedanken in Frage stellen zu können, ihn ehrlich mit den Erkenntnissen der Geschwister zu vergleichen und an den biblischen Aussagen zu prüfen. Geistlich ist, sein inniges Gefühl hinterfragen zu können, Traurigkeit, Glück, mein Angerührtsein Gott hinzulegen und nach seiner Ansprache in dem allen zu suchen. Martin Schleske spricht von der Würde der eigenen Fehlbarkeit. (6.) Es geht also nicht um Unsicherheit oder Wankelmütigkeit. Gerade reife Persönlichkeiten sind dazu in der Lage, die eigenen Erkenntnisse und Gefühle auf den Prüfstand zu stellen. Das eröffnet neue Freiräume und Entwicklungsmöglichkeiten, individuell und für unsere Gemeinden.
Gott begabt unterschiedlich
Das klingt zunächst selbstverständlich. In den Gemeinden erleben wir jedoch, dass je nach Prägung sowohl die natürlichen wie auch die geistlichen Gaben unterschiedlich gewertet werden. Es gibt Menschen, die streben danach, in langen Lobpreiszeiten Gott zu erleben. Sie suchen nach ihren Gefühlen, ohne dass sie das erleben, was alle im Raum gerade erleben. Doch andererseits erleben sie in der Klarheit und Differenzierungsschärfe eines geistlichen Gedankens die Größe Gottes und verherrlichen ihn darin. Trotzdem spüren sie die Anfrage, ob sie sich wirklich ganz Gott hingeben.
Wiederum prägen oft die Geschwister eine Gemeinde, die rhetorisch geschult sind und ihre Ansicht mit klugen Argumenten untermauern können. Manchmal bleiben bei Geschwistern dann trotzdem die Unsicherheit und auch
Ärger, dass sie vielleicht anderer Ansicht sind, diese aber nicht so geschliffen artikulieren können.
Was ist angemessen in der Gemeinde?
Viele kennen „Die fünf Sprachen der Liebe“. (7.) In unseren menschlichen Beziehungen ist nicht die eine Sprache gut und die andere minderwertig. Ähnlich verhält es sich in der Gemeinde. Allerdings passt nicht jede Äußerung an jedem Ort. Wir begrüßen spontane Beiträge im Gottesdienst, die diesen beleben, aktuell und persönlich machen. In einer Gemeinde konnte ich miterleben, dass nach einem spontanen Beitrag mit Schuldbekenntnis ein Bruder laut schluchzend auf der Bühne neben dem Abendmahlstisch lag. Das mag ihm selbst vielleicht emotional geholfen haben.
Dennoch scheint mir in einem öffentlichen Gottesdienst nicht der rechte Ort zu sein für ein emotional-seelsorgliches Erleben dieser Art. Das bedeutet, dass nicht jede Lebens- und Glaubensäußerung in jeder Situation angemessen ist. Nicht nur Form und Inhalt der geistlichen Lebensäußerungen sind unterschiedlich. Wir erleben auch eine unterschiedliche Qualität in der ‚fachlichen‘ Ausführung. Das ist normaler Gemeindealltag.
Natürlich bemühen wir uns, unseren Dienst fachlich kompetent zu tun. Gelegentlich regen wir uns über das Unvollkommene der Anderen auf. Vielleicht glaube ich, die Absicht des Anderen zu durchblicken. Oder der Prediger benutzt falsche Begriffe und kriegt die Sätze nicht zu Ende. Vielleicht ist die musikalische oder künstlerische Darbietung höchst dilettantisch oder gar missraten, die Moderation verhaspelt. Oder die angebotene praktische Hilfe wirkt hilflos und unbeholfen.
Dennoch wird es darauf ankommen, dass mein eigenes Herz auf geistlichen Empfang eingestellt ist. In all dem Unvollkommenen kann und will Gott reden, und ich werde danach suchen müssen. Wenngleich wir unser Bestes für Gott geben sollten, hat er zugesagt, gerade mit dem Unscheinbaren und Unvollkommenen sein Reich zu bauen.
Ausgewogen und ergänzend Gemeinde leben
Gemeinsam in Jesu Namen unterwegs zu sein, steht unter der Zusage seiner Gegenwart (Matthäus 18,20). In einer Gemeinde wurde sehr konkret über „Heilungsräume“ nachgedacht. Claudia hatte diesen Dienst auf dem Herzen. Der
Ältestenkreis dieser Gemeinde nahm das Anliegen konstruktiv auf. Er entschied, dass Claudia gemeinsam mit einem Ältesten dieser Gemeinde, der medizinische Erfahrung hatte und Ältestengebet nach Jakobus 5 anbot, diesen Heilungsdienst aufbauen sollte.
Die unterschiedlichen Gaben sollten sich ergänzen. Es sollte gerade die Einheit von Leib, Seele, Geist und Beziehung dem Wirken des Heiligen Geistes zur Verfügung gestellt werden. Claudia wollte allerdings diesen Dienst nur allein und ohne Ältestenunterstützung anbieten. Dieses Angebot wurde damals nicht etabliert.
Absolut setzen ist ungeistlich!
Die gefühlsnahen Gaben wie Prophetie, Heilung und Sprachengebet brauchen den Kontext von Ältestenamt, Leitung und Lehre. So wie nüchterne Leitung und einseitige Wortgottesdienste die Gaben brauchen, die auch das Herz und den Leib ansprechen. Jesus redete, lehrte, weinte und berührte Menschen auch ganz körperlich. Gottesdienst braucht die schöpferische Einheit aus Predigt und Erkenntnis, Lobpreis und jauchzender Freude über Gottes Größe, Abendmahl und andere leiblich spürbare Zuwendungen. Und es gilt für uns als Freie evangelische Gemeinden, vielleicht auch noch manche Gaben Gottes zu erschließen.
Ungeistlich werden solche Lebensäußerungen eines Christen nur dann, wenn sie absolut gesetzt werden, wenn sie einseitig über- oder unterbewertet werden, wenn alle Energie darauf verwendet wird, z. B. anrührende Gefühle oder begeisternde Gedanken zu produzieren, aber die zentrale Rolle des Heiligen Geistes in den Hintergrund tritt.
Gegenseitige Ergänzung macht komplett
In einer Gemeinde stand eine Ältestenwahl an. Zur Wahl standen drei Geschwister mit sehr unterschiedlichen Frömmigkeitsstilen. Eine Person war dem charismatischen Lager zuzuordnen, ein studierter Theologe stand für die intellektuelle Klarheit, und eine weitere Person vertrat den traditionellen Bereich der Gemeinde. Mich begeisterte, dass alle drei Personen mit deutlich über 90 % ins Ältestenamt bestätigt wurden, weil unabhängig von ihren natürlichen Begabungen, Ressourcen und vom Frömmigkeitsstil die geistliche Ältestenbegabung erkannt wurde.
Diese gegenseitige Ergänzung macht den Leib der Gemeinde erst komplett (1. Korinther 12). Aus diesem Grunde ist kein christliches Leben außerhalb von einer klaren Gemeindezugehörigkeit zu denken – so mühsam Gemeinde auch manchmal ist. Was nutzt es, wenn ich als Christ „Hand“ am Leib Christi bin und mir nur andere „Hände“ Christi suchen? Wie beschwerlich wird es sein, wenn ich als „Bauch“ mir nur dreimal im Jahr „Beine“ suche? Ebenso wird meine lebensgeschichtliche Prägung überdauern, wenn ich ausschließlich in meiner „Bubble“ bleibe.
Heiligung statt persönliche Nische
Wir brauchen die Unterschiedlichkeit in der Gemeinde Jesu, die Prägung durch die anderen, die regelmäßige Lehre in der Predigt, die Erfahrung von Liebe, Erlösung und Zuneigung. Gesellschaftlich erleben wir zerstörerisch, dass viele in ihrer „Bubble“ bleiben und der Austausch immer einseitiger und kompromissloser wird. Ähnliches passiert auch in Gemeinde, wenn wir uns die Andersartigkeit des anderen nicht zumuten – voller Respekt und auf der Suche nach Gottes Reden in ihm. Heiligung passiert in dieser Vollständigkeit von Gemeinde, nicht in meiner Nische.
In meiner Nische gedeiht das, was ich schon immer kenne und favorisiere, was meiner Prägung entspricht. Das darf ich nicht verwechseln mit der Prägung des Heiligen Geistes. Die Heilung meiner Gefühlswelt wie auch meiner Gedankenwelt ist kein Sprint, eher ein Marathon. Dieser kann in der Vielfalt der Gemeinde bewältigt werden.
Ein Fest: Gottesdienst mit Kopf und Herz
Manchmal schaue ich mich beim Lobpreis in meiner Gemeinde um. Mich begeistert die Vielfalt der Geschwister, die unterschiedliche Art, sich Gottes Zuwendung zu stellen. Und dann wird es mir warm ums Herz, wenn ich mir vorstelle, dass jede und jeder Einzelne von diesen „krassen Typen“ unendlich von Gott geliebt ist, mindestens so wie ich.
Dann feiere ich Gottesdienst! Und wenn dann Neues entsteht, Heiles und Geheiligtes im Fühlen und Denken, am Leib und in den Beziehungen – das ist ein Fest, das können wir ausgelassen feiern.
Foto: privat
Dr. med. Wolfram Nagel | Teil der FeG-Bundesleitung
Vorsitzender von leben:helfen – Christliche Beratung e. V.
beratung-leben-helfen.de | FeG Aurich | aurich.feg.de
- Auch in der Medizin wird Gesundheit mittlerweile verstanden als Wohlbefinden des Leibes, der Seele, des Verstandes, der sozialen Realität wie auch der Spiritualität.
- Hierbei handelt es sich um eine sehnsüchtig klagend empfundene Melodieführung.
- Siehe auch z. B. bei TV-Gottesdiensten („God Channel“).
- Übrigens spielt auch in der Schulmedizin der sogenannte Placebo-Effekt eine Rolle und ist in seiner Wirksamkeit gut untersucht.
- „Wenn ich su an ming Heimat denke un sinn d‘r Dom su vür mer stonn, mööch ich tireck op Heim ahn schwenke, ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn, mööch ich tireck op Heim ahn schwenke, ich mööch zo Fooß noh Kölle jonn.“
- Schleske, Martin: WerkZeuge – In Resonanz mit Gott. S. 257.
bene! Verlag 2022. - Gary Chapman: Er benennt als fünf Sprachen der Liebe folgende: Lob und Anerkennung, Zweisamkeit, Geschenke, Hilfsbereitschaft, Zärtlichkeit.
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