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Februar 1, 2022 | Aktuell Allgemein CHRISTSEIN HEUTE FeG-Jahresthema Gemeindeleben Gemeinden Presse SCM Bundes-Verlag vef.de

Das Gewissen | Stimme Gottes oder Bauchgefühl? | CHRISTSEIN HEUTE 02/2022

Das Gewissen | Stimme Gottes oder Bauchgefühl?

Februar-Ausgabe der FeG-Zeitschrift CHRISTSEIN HEUTE

CHRISTSEIN HEUTE | Inhaltsverzeichnis

  • Mit gutem Gewissen | Artur Wiebe
  • Der innere Mitwisser | Gert Steyn
  • Das verstimmte Gewissen | Uwe Heimowski
  • Das gewisse Etwas | Interview mit Marina Ruf, Wolfgang Kraska und Andreas Schlüter
  • FeG – eine Gewissensentscheidung? | Hartmut Weyel
  • Das Gewissen prägen | Materialien und Ressourcen
  • PERSPEKTIVEN | Corona und Impfen | Präses Ansgar Hörsting
  • Evangelium und Gesellschaft | Ausschnitte aus dem FeG-Evangeliumsverständnis
  • FEG JAHRESTHEMA | Evangelium inspirierend weitersagen | Überblick
  • Wie sage ich es meinem Nachbarn? | Dirk Ahrendt
  • Nachrichten
  • GLAUBEN | Der liebe Gott und das Gericht | Wolfgang Kraska
  • FEG-FLUTHILFE | Seelische Wunden im Fokus | Klaus Haubold als Seelsorger ins Flutgebiet entsandt
  • Kleinanzeigen |  Impressum
  • VORGELESEN | 10 Lessons of my life | Peter Strauch
  • REDAKTION | Vom Gewissen ermutigt | Regina Fischer

Mit gutem Gewissen

Ein ruhiges Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.“ So lautet eines der bekanntesten deutschen Gewissenssprichwörter. Doch so sehnsuchtsvoll und harmonisch es auch klingt, so wenig wird es im Alltag erlebt, vorgelebt und bewusst vermittelt. Das gute Gewissen ist uns weitgehend unbekannt.

Das vertraute laute Gewissen

Viel vertrauter ist uns das schlechte Gewissen. Diesen unruhigen Gewissenszustand kennen wir sehr gut: Es regt sich, meldet sich und begehrt laut auf, sobald wir in eine zwiespältige Situation oder Begegnung kommen, in der man sich für die eine oder andere Richtung entscheiden muss und dabei mit den eigenen Überzeugungen und Werten in Konflikt kommt. Bei einer zerreißenden Wahl zwischen der sprichwörtlichen „Pest und Cholera“ oder einer offensichtlichen Fehlentscheidung kann es in einem ganz schön laut zugehen – auch wenn man nach außen als die Ruhe in Person erscheint.

Wenn die innere Lautstärke mal wieder auf Maximum steht, liegt ein Ausweg und ohrenbetäubender Teufelskreis oft sehr nah: Um den inwendigen Lärm zu unterdrücken, suchen wir Menschen Wege der Ablenkung, z. B. durch äußere Reize akustischer, visueller und taktiler Art. Zahlreiche Angebote unserer modernen Medienwelt bieten uns leicht zugängliche Stimulationen, die sich aber letztendlich mit der verstimmten inneren Verfassung paaren und in einer Art Rückkopplung gegenseitig hochschaukeln und verstärken.

Zusammen mit schuldbetonender und zwanghaft moralischer Weltanschauung oder Religiosität entstehen nicht selten betäubte Gewissen, die sich als Ablenkung durch einen besonderen Kick in ein temporäres Knock-Out versetzen, nur um einen kleinen Moment der inneren und äußeren Ruhe erleben zu können. Bis sich das spitze Nagelkissen wieder meldet.

Die wohlbekannte Stimme

„Was ist eigentlich ein gutes Gewissen?“ Diese Frage tauchte vor meinem inneren Auge das erste Mal auf, als ich den 1. Petrusbrief gelesen habe. An zwei Stellen spricht der Schreiber und Apostel von dem „guten Gewissen“ (1. Petrus 3,16), um das man Gott bitten kann (Vers 21) – angesichts äußerer Bedrängnisse und Verleumdungen, die einen Jesus nachfolgenden Menschen dazu bringen können, im Glauben und Handeln unheilvolle Kompromisse einzugehen.

Das „gute Gewissen“ ist mehr als die Abwesenheit des schlechten. Es in den Fokus zu bekommen ist einfacher als gedacht. Dafür sollten wir den Lebensspieß umdrehen: Anstatt ständig das schlechte Gewissen zu vermeiden, zu betäuben und darauf konditioniert zu sein, ja nichts falsch zu machen, ist es heilsamer zu fragen: „Was mache ich eigentlich mit gutem Gewissen?“ – zusammen mit einer gute Portion Selbstkritik, damit unser innerer Gerichtshof nicht den absoluten Platz Gottes in unserem Leben einnimmt. Denn durch Erziehung und Selbstprägung kann ein Gewissen schon sehr verbogen sein: total abgestumpft oder auch zu empfindlich.

Erst ein im Glauben an Jesus Christus befreites und erlöstes Gewissen, das sich freiwillig dem Wort Gottes und der Herrschaft des Heiligen Geistes unterstellt und von daher seine alltägliche Umformung erhält, kann zu einem heilsamen und lebensfördernden Kompass durch die Unwägbarkeiten des Lebens werden. Und zu einer wohlbekannten, mutigen und sanften Stimme.

Guten Gewissens handeln

„Was mache ich eigentlich mit gutem Gewissen?“ Durch die Erlösung in Jesus Christus und die Bindung an das Wort Gottes eröffnet sich einem betäubten oder zu empfindlichen inneren Mitwisser ein neuer Möglichkeitsraum: Ein so erlöstes Gewissen fällt nicht mehr vor lauter Versagensangst in ungesunde Vermeidungsstrategien. Sondern Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu denken und sagen mutig, was sie nicht nur „guten Gewissens“ sein lassen können, sondern wie sie anderen Menschen „guten Gewissens“ Förderliches und Heilsames schenken können.

„Das mache ich mit gutem Gewissen.“ Diese entlastende und motivierende Grundhaltung finde ich mit Psalm 40,8 hervorragend zusammengefasst: „Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.“ Nichts anderes bewirkt die göttliche Präsenz in uns durch den Heiligen Geist. Das bedeutet nicht unbedingt immer das ruhige und sanfte Ruhekissen, sondern durchaus auch mutiges und fröhliches Gestalten sowie Handeln im Einklang mit dem Wort und den Geboten Gottes.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine anregende CHRISTSEIN HEUTE-Lektüre und von Herzen ein gutes und mutiges Gewissen.

ARTUR WIEBE | Redaktionsleiter von CHRISTSEIN HEUTE | christsein-heute.de

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