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November 29, 2023 | Aktuell Allgemein CHRISTSEIN HEUTE Gemeindeleben Gemeinden Presse vef.de

CHRISTSEIN HEUTE | Amen, Komm, Herr Jesus | Eine Einladung, den Advent neu zu sehen

Amen, komm, Herr Jesus!

Eine Einladung, den Advent neu zu sehen

Eine Möglichkeit, Frieden zu finden und Hoffnung auszubreiten, ist die bewusste Besinnung auf die Wiederkunft Jesus Christi. Arndt Schnepper hebt den Schatz der Adventszeit als Zeit der Besinnung, der Ausrichtung und des Gebetes neu – so wie sie eigentlich schon immer gedacht war. Das gilt ganz besonders für unfriedliche Zeiten.

Der Advent erinnert seit jeher an die beiden Ankünfte von Jesus Christus: Die erste Ankunft ist vor rund 2.000 Jahren, die ausstehende Ankunft geschieht am Ende der Zeiten. Hinsichtlich der ersten Ankunft sind wir oft Experten. Vier Wochen lang bereiten wir uns auf Weihnachten vor, um dann das Christfest groß zu feiern. Die zweite, noch zu erwartende Ankunft spielt dagegen nur eine nachgeordnete Rolle.

Sicher: Wir gehören nicht zu denen, die die erhoffte Wiederkehr grundsätzlich abgeschrieben haben. Die radikale Kritik ist nicht unsere Position. Es ist eher die „sanfte Kritik“, die wir uns oft zu eigen machen. Konkret: Der zweite, erhoffte Advent ist selten Thema. Während das Neue Testament von dieser Erwartung geradezu elektrisiert ist, beachten wir ihn nur beiläufig.

Gleis mit zwei Spuren

Die Gründe für diese Zurückhaltung sind vielfältig. Missglückte Berechnungen sind sicher eine Ursache. Auch die Sorge, dass man vor lauter Zukunft die Gegenwart aus dem Blick verliert, ist ein Grund. Als Menschen des 21. Jahrhunderts gefällt uns vor allem das Pragmatische. „Was bringt es jetzt und heute?“, ist das geheime Credo. Vielleicht ist es aber auch nur eine eingeschliffene Gewohnheit, die Adventszeit lediglich als Vorspiel für Weihnachten zu betrachten. Ursprünglich war es jedoch anders. Man kann die Adventszeit als Gleis mit zwei Spuren vergleichen. Einmal geht es um die Vorbereitung auf das Christfest, also den ersten Advent, sodann geht es aber auch um die Besinnung auf den kommenden, zweiten Advent.

In alten Zeiten war es durchaus üblich, in der Adventszeit zu fasten und vermehrt zu beten. Man wollte den ausstehenden Advent in den Blick nehmen und sich darauf vorbereiten. So ist es auch zu erklären, dass in den Volkskirchen die adventliche Farbe wie in der Passionszeit das Violett ist. Es ist die Zeit der Umkehr und Ausrichtung.

Letztes Gebet der Bibel

In den vergangenen Wochen ist mir bewusst geworden, wie wenig die Wiederkunft Christi in meinem Glauben eine Rolle spielt. Und ich habe den Eindruck, dass ich mit dieser Haltung nicht allein bin. Wie wenige Predigten hören wir, die diese große Hoffnung zur Sprache bringen? Und wie wenige Gebete sprechen wir, die diese Aussicht herbeisehnen? Das Neue Testament quillt jedoch davon über.

In der Bibellese stand es mir kürzlich wie ein Massiv vor meinem inneren Auge. Der letzte Ausspruch von Jesus Christus im Neuen Testament ist die Zusage: „Ja, ich komme bald.“ (Offenbarung 22,20 | LU). Daran schließt das letzte Gebet des Neuen Testaments. Es ist die Bitte um die rasche Erfüllung eben dieser Zusage: „Amen, komm, Herr Jesus!“ (Offenbarung 22,21).

Wunsch nach Wiederkehr

Mein Eindruck ist, dass wir mehr denn je auf Christi Wiederkunft hoffen und darum bitten sollten. Schließlich leben wir in einer Welt des Umbruchs. Das ist nun nichts Neues in der Weltgeschichte, aber für unsere Generation und unsere Zeitgeschichte ist es besonders eindrücklich. Die Idee, dass ein „Ende der Geschichte“ eintrete (Francis Fukuyama) und eine Epoche des dauernden Friedens anbreche, ist in weite Ferne gerückt. Und die bange Frage, die sich anschließt, ist, wohin dies alles führen wird.

Wir wissen: Technische Entwicklungen können zum Guten dienen – und zum Schlechten, ja, zur Katastrophe. Nach meinem Dafürhalten bietet die Aussicht auf den zweiten Advent ein enormes Hoffnungspotenzial: Freiheit der Schöpfung, Frieden auf Erden, Heilung von Schmerzen, Gerechtigkeit für erlittenes Unrecht und vor allem: Wir werden Christus sehen und fortan in Gemeinschaft mit ihm leben. Diese Hoffnung steht dem Engagement für unsere Welt nicht entgegen. Sie weiß aber auch, dass diese Welt und ihre Geschichte nicht die letzten Wirklichkeiten sind.

Anderer Advent

Der Advent ist seit jeher als Zeit der Vorbereitung auf diesen großen Tag gedacht. Das ist natürlich nicht exklusiv gemeint. Denn so wie Kreuzigung und Auferstehung Christi nicht bloß in der Osterzeit eine Rolle spielen, so soll auch die Wiederkunft Christi das ganze Jahr einen Horizont für uns bilden. Vier Vorschläge zur Gestaltung des Advents möchte ich nennen:

  • Ich schaue nach oben: Ich beginne etwa meinen Tag mit einem Blick zum Himmel. Ich vergegenwärtige mir, dass Christus bald wiederkommen wird. Das, was ich heute sehe und höre, ist nicht das Zielfoto der Weltgeschichte. Das Datum der Wiederkehr Christi kenne ich nicht, aber die Sehnsucht danach verspüre ich.
  • Ich faste: Ich verzichte beispielsweise auf zeitraubende Gewohnheiten oder schwere Mahlzeiten. Ich tue es, um mir bewusst mehr Zeit für Gebet und Bibellesen zu nehmen.
  • Ich spreche von der Wiederkunft Christi: Dort, wo ich in meiner Gemeinde Verantwortung trage, thematisiere ich den zweiten Advent. Ich sorge etwa dafür, dass wir im Hauskreis oder der Bibelstunde darüber sprechen. Und wenn ich predige, predige ich darüber.
  • Ich sage: „Amen, komm, Herr Jesus!“ Meine Gebete schließe ich bewusst so ab, wie es in den letzten Versen der Bibel auch geschieht. Damit integriere ich ein wesentliches Element des Glaubens in meine Frömmigkeit – und das wird mich zukünftig prägen.

 

 

 

Dr. Arndt Schnepper | Professor für Praktische Theologie

an der Theologischen Hochschule Ewersbach | th-ewersbach.de

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