„Wenn unsere Klage ihre Adresse bei unserem himmlischen Vater findet, dann hat auch unsere Hoffnung eine nicht versiegende Quelle.“
Mehr Klagen und Hoffen
Alles neu?! Was ist, wenn dem gerade nicht so ist? Was ist, wenn dieses „Siehe, ich mache alles neu!“ aus Offenbarung 21,5 unerreichbar weit weg scheint? Wenn ich leide an dieser Welt, an meinen Beziehungen und an mir selbst? Wenn der Weltschmerz mich erreicht, die Menschen und Situationen mich extrem herausfordern und nerven?
Was ist, wenn ich weiter an meinen Sünden, Veranlagungen und Unzulänglichkeiten leide? Schon morgens, wenn ich die Augen, Ohren, den Mund und das Herz öffne, sprießt mir entgegen, dass eben gerade nicht „alles neu“ ist.
Mehr Klagen wagen
Manchmal sitze ich sonntags im Gottesdienst und fühle mich wie im falschen Film. Im Lobpreis werden die paradiesischen Lieder geschmettert. Sie malen eine Herrlichkeit vor Augen, die mit der aktuellen Lebensrealität der Besucherinnen und Besucher wenig zu tun hat.
Die biblischen Psalmlieder gehen da einen umfassenderen Weg – ja, sie klagen auch: „Herr wie lange noch?“ (vgl. Psalm 13). Sie bringen die ganze himmelschreiende Not des Herzens und der Welt mit. Dabei „jammern“ sie nicht, denn ihre Not hat eine Adresse: den lebendigen Gott.
Wenn wir Gottesdienste vorbereiten und feiern, sollten wir das Klagen immer mit im Blick behalten, damit wir ehrlich bleiben. Ich bin überzeugt: Wenn ein Gottesdienst mehr sein soll als eine Instant-Glückspille, die sich bald wieder emotional auflöst, dann sollten wir vor Gott mehr klagen wagen – nicht nur persönlich, sondern auch gemeinsam als Gemeinden und Gemeindegruppen.
Mehr Hoffen können
Wenn unsere Klage ihre Adresse bei unserem himmlischen Vater findet, dann hat auch unsere Hoffnung eine nicht versiegende Quelle. Der Psalmbeter David fühlt sich von Gott vergessen – und schöpft am Ende doch Hoffnung: „Ich vertraue auf deine Gnade. Ich freue mich, dass du mich retten wirst. Ich will dem HERRN ein Loblied singen, weil er so gut zu mir war.“ (Psalmen 13,6 | NLB)
Oft hilft es, nicht nur einen Bibelvers oder eine Losung isoliert zu betrachten, sondern den Kontext mutig mitzuliefern. Und siehe da: Die Hoffnungszusage „Siehe, ich mache alles neu!“ aus Offenbarung 21 ist eingebettet in Tränen, Schmerz, Geschrei und auch Gericht Gottes. Deshalb dürfen wir persönlich und in unseren Gottesdiensten mehr Klagen wagen, damit wir mehr Hoffen dürfen. Dann erst wird eine positiv daherkommende Jahreslosung komplett.
Gemeinsam leben und begleiten
„Alles neu?!“ Wir wünschen Ihnen mit dieser Ausgabe von CHRISTSEIN HEUTE ein frohes und gesegnetes neues Jahr 2026, in dem unsere Klage und Hoffnung, Anfechtung und Loblieder ihren Platz und ihre Adresse bei dem dreieinigen Gott haben. Dazu sollen die Beiträge, Impulse und die grafische Gestaltung der FeG-Zeitschrift beitragen.
Danke für Ihre treue Leserschaft – und dass Sie uns in Ihrer Gemeinde und Gemeindegruppe zitieren und weiterempfehlen. Liebe Grüße und Segen aus Witten.
Foto: FeG Deutschland | NU
Artur Wiebe | Redaktionsleiter
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