24. April 2020 | Aktuell FeG Präses Gemeinden Gremien Presse

Besonnene Ausweitung des Gemeindelebens

Liebe Gemeindeleitungen und Hauptamtliche im Bund FeG!

Die FeG-Bundesleitung hat sich in die Diskussion um Wiederaufnahme von sonntäglichen Gottesdiensten und anderen Fragen religiösen Lebens am 20. April 2020 mit diesem Brief „Verhältnismäßigkeit im Blick behalten“ eingebracht. Die Priorität liegt dabei auf der Seelsorge und der Ermöglichung von Begleitung. Aber auch die Gottesdienste sind thematisiert. Alles unter der Voraussetzung, dass alle nötigen Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Föderaler Flickenteppich

Zu diesem Zeitpunkt waren wir davon ausgegangen, dass am 30. April neue Entscheidungen seitens der Bundesregierung zu erwarten sind, die mit den Kirchen abgesprochen sind. Es ist schwierig, eine freikirchliche Perspektive (kleinere oder kompakte Räume mit vielen Gottesdienstbesuchern) in diese Verhandlungen einzubringen.

Inzwischen zeichnet sich ab, dass die Bundesländer je eigene Wege gehen, was Zeiträume, Abstandsregeln, Besucherzahlen usw. angeht. Das macht es für uns als Bund FeG unmöglich für jede einzelne Gemeinde, nicht einmal für jede Region oder jeden Kreis eine Empfehlung zu geben. Wir können Hilfestellungen zur Entscheidungsfindung vermitteln.

Besonnenes Vorgehen

Wir bitten deswegen die Gemeindeleitungen und Gemeinden Folgendes zu beachten, was möglicherweise als selbstverständlich angesehen wird, dennoch betont werden muss:

  1. Die Vorgaben seitens der Bundes- und Landesregierungen und ggf. der Kommunen zu befolgen und nicht mit gut gemeinter Kreativität zu umgehen.
  2. Es können Gottesdienste stattfinden, es muss aber auch nicht sein. Lassen Sie sich Zeit, die Formate in Ruhe zu beraten.
  3. Die Gemeindeleitung vor Ort hat die Verantwortung für die Umsetzung aller Maßnahmen, auch ggf. dafür, die Besucherzahlen zu limitieren.

Wir sind überzeugt, dass Gottes Geist uns auch in diesen Fragen und Entscheidungen Weisheit und Kraft und Liebe gibt.

Hilfestellungen abwarten

Von Bundesseite werden Konzeptvorschläge erarbeitet, die in den nächsten Tagen verfügbar sein werden (feg.de). Auch die Mai-Ausgabe der FeG-Zeitschrift CHRISTSEIN HEUTE kann Inspiration für Entscheidungen vor Ort geben. (christsein-heute.de). Grüße und Gottes Segen Euch!

Ansgar Hörsting | Präses Bund FeG
Guido Sadler | Geschäftsführer Bund FeG
Matthias Knöppel | Bundessekretär Region West

Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland

Der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR gehört zu den Freikirchen. Gegründet wurde die erste FeG 1854 in Wuppertal. Der Bund verfolgt das Prinzip der Freiwilligkeitsgemeinde: Mitgliedschaft aufgrund einer persönlichen Glaubensentscheidung, Mitverantwortung und Mitbestimmung aller sowie Taufe der Glaubenden. Gegenwärtig gehören 500 Gemeinden mit rund 42.000 Mitgliedern zur Bundesgemeinschaft. Die Gemeinden finanzieren sich über Spenden und verzichten damit bewusst auf die Möglichkeit, Kirchensteuern zu erheben.

Kontakt

  • Artur Wiebe | Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit | Pressesprecher
  • Telefon: 02302 937-33 | Fax: 02302 937-99
  • presse@feg.de | presse.feg.de

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