Februar 19, 2026 | Allianz-Mission AM | Ukrainehilfe FeG Auslandshilfe

Allianz-Mission | Hoffnung im vierten Kriegswinter

19. Februar 2026

„Wir leben von Tag zu Tag – und vertrauen Gott.“

Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges hat Albert Giesbrecht mit drei FeG-Pastoren aus der Ostukraine gesprochen. Das Interview wurde mithilfe von KI übersetzt und macht hörbar, was Worte kaum tragen können: Erschöpfung und Entschlossenheit, Trauer und Glaubensmut.

Der Pastor aus Charkiw beschreibt sechs Stunden nächtlichen Dauerbeschuss. Ein ganzes Wohnviertel mit einst 300.000 Menschen steht ohne Heizung da – bei minus 15 Grad Außentemperatur. Ältere Frauen berichten von minus 5 Grad in ihren Wohnungen. Strom fällt unplanmäßig für Stunden aus. „Wir haben uns an vieles gewöhnt“, sagt er – und zitiert Philipper 1,12: Seine Umstände dienten der Förderung des Evangeliums.

Auch in Dnipro und Kramatorsk ist der Krieg ständiger Hintergrund. Luftalarm während des Gottesdienstes. Vermisste Söhne. Gefallene Ehemänner. Und doch wächst etwas: Gemeinden werden zur Familie.

Kirche als Familie in dunkler Zeit

In Kramatorsk sind in den letzten vier Jahren faktisch drei neue Gemeinden entstanden. Menschen kommen, lassen sich taufen, finden Halt. Eine Witwe berichtet, dass nicht ihre Arbeitskollegen, sondern die Gemeinde sie durch die Trauer getragen habe. Eine andere Frau wollte sich das Leben nehmen – heute dient sie im Gemeindeteam und erzählt, wie Christus sie gerettet hat.

„Wenn es diesen Krieg nicht gegeben hätte, wäre ich nie in die Kirche gekommen“, sagen mehrere Menschen. Leid öffnet Türen. Soldaten hören das Evangelium. Der ukrainische Staat hat eine der Gemeinden als „kritische Infrastruktur“ anerkannt – weil sie versorgt, tröstet und Hoffnung bringt.

Ostern im Schatten der Raketen

Wie feiert man Ostern im Krieg? „Wir hoffen, dass wir noch leben“, sagt einer der Pastoren nüchtern. Und doch: Der „Tag der Auferstehung Christi“ ist ihre feste Hoffnung. Leiden habe einen Sinn, so wie das Leiden Jesu nicht das Ende war. Hinter dem Kreuz steht die Auferstehung.

Die Gemeinden wollen ihre Säle schmücken, Sonnenaufgangsgottesdienste feiern, Nachbarn einladen. Gerade jetzt soll die Botschaft vom auferstandenen Christus laut werden.

Dank für konkrete Hilfe

Im vergangenen Jahr erreichten 26 LKW mit Hilfsgütern aus Deutschland die Ukraine. Lebensmittelpakete, Generatoren, Schlafsäcke, Fahrräder – sie sind mehr als Sachspenden. Sie sind gelebte Geschwisterschaft.

1800 gespendete Fahrräder aus Deutschland helfen Menschen, trotz zerstörter Infrastruktur zur Arbeit zu kommen. Schlafsäcke und Gasflaschen öffnen Soldatenherzen für das Evangelium. „Ihr zeigt uns seit vier Jahren, dass wir nicht allein sind“, sagen die Pastoren.

Wie können wir weiter helfen?

Die Bitte ist klar: Betet um Ausdauer im Glauben. Betet für Frieden – oder für Gottes Wunder. Und unterstützt weiterhin ganz praktisch mit dem, was Licht und Wärme bringt.

Denn inmitten von Drohnen, Sirenen und Grabkreuzen bekennen diese Brüder:
Ob wir leben oder sterben – Christus wird verherrlicht.

Das ganze Interview im Podcast anhören