Alles neu macht der Semesterstart
Maike Köther beginnt ab sofort ihr Masterstudium an der Theologischen Hochschule Ewersbach. Uns lässt sie an ihren Gedanken zum Eröffnungsgottesdienst am 5. Oktober teilhaben.
Der Wind weht mir um die Ohren, die ersten Regentropfen fallen auf mein Gesicht. Schnell husche ich über den Seiteneingang ins Kronberg-Forum. In einer halben Stunde wird der Gottesdienst zum Semesterstart losgehen. Überall schick gekleidete junge Leute, die Bachelorabsolventinnen und -absolventen und mitten drin ich als „Ersti“.
Vor einer Woche bin ich nach Ewersbach ins Studierendenwohnheim gezogen und direkt mit den „Einkehrtagen“ ins Studileben an der Hochschule eingetaucht. Mit dem Gottesdienst ist es jetzt ganz offiziell: Ich bin Teil dieser Gemeinschaft. Damit tauche ich auch tiefer in die FeG-Welt ein, die mir als Kind einer Baptistenfamilie noch wenig vertraut ist.
Der Gottesdienst ist ein gutes Spiegelbild für das, wie ich die THE in meinen ersten Tagen erlebt habe: bunt und lebendig, aber auch tiefgehend und wissenschaftlich, dabei unglaublich herzlich und warm!
Lebenswege tragen Gottes Handschrift
Ich sitze zwischen den anderen Erstsemestern, leicht hippelig und noch grübelnd, wie ich mich gleich vorne am besten vorstellen könnte. Neben mir fangen noch 13 andere junge Menschen neu hier an. Lausche ich den Berichten, wie unsere Wege uns nach Ewersbach geführt haben, manche über Seitenwege und andere ganz gerade, dann entdecke ich Gottes Handschrift. Daneben sitzen die sechs Absolventen und Absolventinnen, deren BA-Titel zumindest ein bisschen was von dem verraten, was sie an der Bibel in den letzten Jahren fasziniert hat.
Der Titel des Gottesdiensts könnte zum Erntedankfest nicht passender sein: „Gott loben/Lobpreis“. Darin kommt zum Ausdruck, was sowohl nach den drei Jahren Bachelorstudium als auch zum Studienbeginn steht: die Anbetung Gottes, für das, was er bereits geschenkt hat, und für das, was er noch vorbereitet hat.
Lobpreis – dafür schlägt das Herz der Studiengemeinschaft. Bereits in den Einkehrtagen ist das immer wieder in den gemeinsamen Lobpreiszeiten zum Ausdruck gekommen und auch heute im Gottesdienst darf man etwas von diesem musikalischen Feuerwerk erleben. Daran an schließt sich die Predigt von Prof. Dr. Markus Iff zum Thema Psalm 145: „Ein Wegweiser und Begleiter im Studium, Theologie zwischen Lobpreis und Wissenschaft“. Die Predigt gibt einen Vorgeschmack auf die zukünftigen Vorlesungen und bringt auf den Punkt, was Theologie treiben ausmacht: Sie ist Antwort auf das Reden Gottes. Die Predigt gibt Rückenwind für das neue Studienjahr.
Auf Gott angewiesen
Ein neuer Lebensabschnitt wie beispielsweise der Studiumsstart hier in Ewersbach steht manchmal wie ein nicht zu überwindender Berg vor einem. Da ist es immer wieder gut, neu zu hören, dass in all unserem Tun es Gottes Gnade ist, die uns trägt und befähigt. Eine Gemeinschaft aus Jesus-begeisterten Menschen kann manchmal einschüchtern und man fragt sich, ob man da reinpasst und ob man genauso „christlich“ ist wie die oder der andere. Aber als wir dann beim Segen nebeneinander stehen und uns nach Gottes Zuwendung ausstrecken, wird deutlich, dass keiner von uns diesen Weg aus sich allein heraus meistern kann. Denn im Studieren und im Leben sind wir auf unseren Gott angewiesen.
Nach dem Gottesdienst plaudere ich mit zwei älteren Damen und bin bewegt, dass sich einige extra für den Gottesdienst auf den Weg gemacht haben und damit ihre Verbundenheit zur Hochschule zum Ausdruck bringen. Mir wird bewusst, dass das hier nicht irgendeine Hochschule ist, wo ich anonym vor mich hin studieren werden. Da ist eine Gemeinschaft, ja ein ganzer Gemeindebund, der für diesen Ort, die Lehrenden und Studierenden hier auf dem Kronberg beten. Ich bin dankbar, dass mein Weg mich hier nach Ewersbach geführt hat, und ich bin gespannt darauf, was ich alles lernen und entdecken darf.
Über die Autorin
Ich bin Maike Köther (24) und beginne in diesem Herbst mein Masterstudium an der Theologischen Hochschule Ewersbach. Dieser Start bedeutet für mich den Wechsel von einem Berg auf den anderen… vom Ortenberg in Marburg auf den Kronberg in Ewersbach. Die THE wurde mir besonders durch meine Gemeinde, die FeG Marburg ans Herz gelegt. Wenn ich nicht mit dem Kopf in den Büchern stecke, dann liebe ich es zu kochen oder einen guten Kaffee mit Freunden zu genießen.
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